Besinnung

Habe schon laenger nicht mehr gebloggt und schreibe daher heute ein Update zu mehreren Themen.

Arbeit

Tyrel hat eine neue Arbeitsstelle gefunden, weg vom Tourismus und mit Instandhaltung von Maschinen, was ihn interessiert. Zunaechst einmal bedeutet das natuerlich einen Einschnitt im Gehalt, aber ich bin froh, dass er endlich auf den Karrierepfad geraten ist, der ihn erfuellt und den er langfristig ausfuehren moechte. College ist zunaechst nicht mehr auf dem Plan fuer den Herbst aber die neue Firma scheint auch Moeglichkeiten zur Weiterentwicklung zu bieten, wenn man sich gut macht.

Ich arbeite noch fuer die Fluggesellschaft. Allerdings wurden meine Wochenstunden auf 30 reduziert. Als dies verkuendet wurde, wusste ich sofort, dass ich einen Minijob haben moechte fuer einen Tag in der Woche. Mal wieder was Neues lernen und machen, das war sowieso ueberfaellig.

Also habe ich mir Gedanken gemacht, was ich am liebsten machen wuerde, wenn ich es mir aussuchen koennte. Die Antwort darauf war relativ schnell klar: Ich wuerde gern in einer Fleischerei arbeiten. Nein, nicht bei Toennies. Sondern in meiner Lieblingsfleischerei, die ausschliesslich Fleisch von Tieren aus der unmittelbaren Umgebung verarbeitet und anbietet.

Beim naechsten Einkauf ein paar Tage spaeter habe ich meine Arbeitsabsicht kundgetan und sollte direkt den kommenden Freitag anfangen. Gesagt, getan. Seitdem arbeite ich freitags in der Fleischerei. Ich zerteile Organe, schneide Aufschnitt, poekel Speck, mache Wurst, raeuchere, verpacke und einiges mehr. Die Familie, die die Fleischerei betreibt, ist sehr lieb und die Arbeit macht Spass. Ausserdem lerne ich eine ganze Menge, das gefaellt mir immer gut.

Ich habe Spass mit dem hydraulischen Wurstfueller. Heute in der Herstellung: Boerenworst nach suedafrikanischem Rezept.

Huehner

Die Huehner sind gross, keine Anzeichen mehr von Kuekenzeit oder Halbstarken. Derzeit sind fuenf Haehne klar zu identifizieren – ich finde das reicht auch. Bleiben immer noch acht Hennen. Ein Hahn ist bereits umgezogen und lebt nun auf einem Biohof mit einem Harem Legehennen auf einer gruenen Wiese.

Ein letztes Kuscheln mit Hahn Clover.
Der Hahn im Korb. Hahn Clover mit ca. 30 Hennen.

Der Hahn, den ich gern behalten haette, hat mit der Zeit schiefe Zehen und somit Gleichgewichtsprobleme bekommen. So gern ich ihn habe, er wird zum Suppenhuhn werden. Schade drum. Aber es scheint ein genetisches Problem zu sein, da kein anderes Huhn aehnliche Probleme hat. Ich habe ueberlegt, ihn zu beerdigen, aber das fuehlt sich nach Verschwendung an. Wenn er gegessen wird, hat sein Leben beziehungsweise sein Tod mehr Sinn, wie ich finde.

Hahn Jumanji mit schiefen Zehen.
Huehner Jumanji und Brave helfen mir, Huehnerartikel von meinen Eltern zu praesentieren.

Auch sonst sind die Huehner munter und nach wie vor sehr menschenbezogen.

Huehner liegem gemuetlich vor dem ehemaligen Hundehaus, jetzt Huehnerbadehaus.
Morgendliches Geflatter im Auslauf nach Toroeffnung.
Der Klassiker: Verruecktes Huhn auf Schulter.

Laufen

Leider bin ich nicht wie geplant schon einen Marathon gelaufen.

Das Rennen hat ohne mich stattgefunden, trotzd der Pandemie. Die Regeln wurden stark veraendert um die Abstands- und Hygienevorgaben einzuhalten. Das hat dazu gefuehrt, dass es sich fuer mich nicht mehr nach Spass angehoert hat. Und Tyrel, mein Staffelpartner, wollte waehrend einer Pandemie nicht an einer Gruppenveranstaltung teilnehmen.

Ausserdem hatte ich eine gereizte Sehne im Fuss und habe ein paar Wochen vorher pausieren muessen. Nun ist alles wie neu und ich trainiere fuer meinen Bergmarathon 2021!

In diesem Sommer oder Herbst will ich trotzdem noch einen Marathon oder aehnliches laufen, wenn auch nicht ueber Berge. So weiss ich wenigstens, dass ich die Distanz stemmen kann und habe eine mentale Blockade weniger.

Da ich Ende April 80 km in einer Woche gelaufen bin, denke ich, dass es im Bereich des Moeglichen liegt.

Abschlussbild einer 80 km Laufwoche im April mit Arma und mir (daher der Schnee im Hintergrund).

Derzeit laufe ich ein- bis dreimal in der Woche, fahre aber viel Rad. Wenn es wieder kaelter wird, werde ich das Radeln wahrscheinlich wieder lassen – mit Fahrtwind ist es mir dann doch zu kalt.

Mein liebes Rad und ich halten eine Rast.

Arma

Leider hat Arma eine Autoimmunerkrankung entwickelt, die zu einer chronischen Entzuendung und Pigmentierung der Augenhornhaut fuehrt. Jetzt sind lebenslaenglich Augentropfen angesagt. Allerdings macht das die Augen empfindlicher fuer Verletzungen. Wir haben also eine schneidige Schutzausruesting besorgt.

Nasser Hund mit Schutzbrille wartet auf das Werfen eines Stoeckchens.

Um Arma mit auf ausgedehntere Wanderungen nehmen zu koennen, gewoehnen wir sie ausserdem an einen Hunderucksack.

Lasthund vor Bergkulisse.

Und sonst so

In der letzten Zeit ist mir klargeworden, dass die ganze Pandemie doch nicht spurlos an mir vorbeigegangen ist, sondern mich etwas aus der Bahn warf. Ohne, dass ich das zunaechst gespuert habe.

Jetzt habe ich es erkannt und bin dabei, meine Balance wieder herzustellen.

Dazu gehoert, dass ich mir mehr Zeit nehme, den Sommer zu geniessen, statt ausschliesslich schier endlosen Projekten nachzulaufen. Ich treffe mich mehr mit Freunden, gehe mehr wandern, zelte bei den Huehnern, lese ein spannendes Buch (Danke, Anke!). Ich rede darueber, was nicht rund laeuft und merke, wie viele Leute in meinem Bekanntenkreis aehnlich fuehlen.

Auch wenn ich die ganze Krise oft gern abschuetteln und belaecheln wuerde – das macht es nicht besser.

Stattdessen kann ich mir viele Fragen stellen. Wer bin ich, was ist mir wichtig, wohin geht die Reise derzeit, wofuer und wie kaempfe ich?

Alles wichtig, um nicht irgendwann aufzuwachen und zu bereuen. Und Reue-Minimierung ist meine erklaerte Lebensmaxime. Von daher bin ich dankbar, dass mir die Krise diese Chance zum Innehalten gegeben hat.

Meine erste Fahrt in einem Kajak. Hat viel Spass gemacht.
Der Weg ist das Ziel – vor allem in alpinen Hoehen.
Freie Sicht oberhalb der Baumgrenze auf ca. 1300 Hoehenmetern.

Ich glaube, das musste ich erst fuer mich klaeren, bevor ich diesen Blogeintrag schreiben konnte. Also danke fuer die Geduld!

Dass WordPress den Editor komplett geaendert hat und immer noch aendert, hat auch nicht unbedingt die Schreiblaune gefoerdert. Aber jetzt hab ichs ja geschafft.

Ich wuensche euch eine schoene Woche! 🙂

45 Kommentare

    1. Hallo Lisa,
      Danke fuer deinen lieben Kommentar! Ich freue mich auch immer, von dir zu hoeren. 🙂 Vor allem denke ich an dich, wenn ich in meiner CD Sammlung im Auto die Bravo 90er Hits sehe. 😀
      Ich hoffe es geht dir gut!
      Viele Gruesse,
      Luisa

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  1. Ich freu mich immer von dir zu lesen.Was ist das für eine Augenerkrankung bei Arma ? Das war bestimmt auch Arbeit sie soweit zu bekommen das sie die Schutzbrille akzeptiert .
    Ich finds bewundernswert das du auch deine eigenen Tiere essen kannst , ich kann das nicht , ich hab da einen Schaden, wir mussten uns auch mal von Hähnen trennen, nicht alle durften weiterleben , aber , ich hätte sie niemals essen können , weil ich sie kannte . Bescheuert .Dabei durften sie die Zeit die sie hatten wirklich schön leben und es ging ihnen gut. Liebe Grüsse Anja

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    1. Hallo Anja. 🙂
      Arma hat Pannus. Anscheinend ist das eine typische Schaeferhundkrankheit, die unter anderem durch UV Strahlen getriggert werden kann, die ja in hoeheren Lagen intensiver sind.
      Im Haus mag sie die Schutzbrille (die auch UV Schutz hat) ueberhaupt nicht, aber da braucht sie sie ja auch nicht. Sobald Arma draussen ist, ist alles so interessant, dass die Brille zur Nebensache wird. Sehr praktisch. Mit der Zeit klappt es auch im Haus beim fertig machen immer besser.
      Haha, bislang ist das Verspeisen der Jumanji-Huehnersuppe auch bei mir nur graue Theorie. 😀 Aber es ist mir eigentlich wichtig, das als Fleischesser auch zu „koennen“. Genauso wie Fleischwaren herzustellen. Irgendwie habe ich das Beduerfnis, mich mit dieser ganzen Sache mehr zu beschaeftigen, es scheint teilweise ein Tabu zu sein.
      Viele Gruesse, natuerlich auch an den schmucken Thor,
      Luisa

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  2. Danke für den ausführlichen Bericht mit den schönen Bildern! Insbesondere die Hühnerbilder haben Marina sehr gefallen. Wo hat Deine Mutter das „Hühner T-Shirt“ her? Kannst Du mir das bitte mal schreiben? Marina will jetzt auch so eins. 🙂
    Es freut mich, dass Tyrel jetzt wieder Arbeit hat!
    Liebe Grüße von der Insel Rügen und bleibt gesund!
    Jens

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    1. Hallo Jens,
      Meine Mutter hat deinen Kommentar schon gesehen und mir eine Email geschickt – das Huehner Tashirt ist von Amazon. Wenn du den Text „Zuhause ist wo meine Huehner sind“ eingibst, kannst du dir ein Tshirt mit verschiedenen Huehner-Designs aussuchen. Unter anderem auch das, was ich trage. 🙂
      Ich hoffe ihr habt gutes Wetter und die Stimmung ist gut trotz der Schreckdiagnose in der Familie deines Freundes. Ich denk an dich!
      Liebe Gruesse,
      Luisa

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      1. Danke Luisa und dank Auch an Deine Mutter! Das Wetter ist sehr gemischt, aber die Stimmung an Bord ist gut und Hiddensee und Rügen sind einfach sehr, sehr schöne Inseln!
        Liebe Grüße
        Jens

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  3. Hallo Luisa,
    Geht mir mit dieser Pandemie ganz ähnlich wie dir.
    Aber hey, da lernst du mal was brauchbares. Macht ihr auch Pfälzer Blutwurst und Saumagen?
    Wobei Saumagen kann man ja auch zu Hause selbst machen. Wenn meine Mutter das gemacht hatte, musste ich immer aufhalten zum füllen und festhalten zum zubinden. Und Majoran musste dran. Eigentlich ganz lecker. Ob das auch mit Bären- und Elchmägen geht?
    Liebe Grüße

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    1. Hi Stefanie,
      doof, dass es dir auch so geht mit der Pandemie. Aber auch troestlich, dass wir in einem Boot sitzen (mal wieder). 🙂
      Also an „echten“ deutschen Rezepten mangelt’s noch in der Fleischerei. Doch meine Eltern haben schon ein Paket mit Rezeptbuechern losgeschickt. Da muss nachgebessert werden im Sortiment! 😀
      Aber die Besitzer sind sehr offen, was neue Rezepte angeht und haben unter anderem suedafrikanische und estnische Traditionsrezepte im Standardangebot. Was schmeckt, ueberzeugt und wird verkauft. Ich werde berichten, welche Leckereien ich in die Verkaufsregale schmuggle. 😉
      Liebe Gruesse,
      Luisa

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      1. Ich schau mal, dass ich als Nichtpfälzer an die Rezepte komme.
        Die armen Saarländer haben traditionell eher Kartoffelgerichte in allen Variationen, was in diesem Fall ja nicht dienlich ist.🤣. Aber vielleicht noch so eine französische Pâté. Das wär was. Da könnt ich mich reinlegen. Geht vor allem mit allerhand Getier. Auch Wild. Hm. 😋 J’adore… Da fällt mir ein: Was macht eigentlich dein französisch??
        Macht ihr die Sachen zufällig auch ohne Zusatzstoffe??

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      2. Beim Franzoesischlernen habe ich in der letzten Zeit keine grossen Fortschritte gemacht, aber ab und an uebe ich. Ich hoffe, dass ab September wieder Kurse stattfinden, mal schaun.
        Ja, in der Fleischerei wird alles so zusatzstofffrei wie moeglich zubereitet. Natuerlich braucht man manche zum Poekeln. Aber ausser den Gewuerzen stehen auf den Regalen nur Natriumisoascorbat und Poekelsalz.
        Alle Produkte werden direkt nach der Herstellung vakuumverpackt und ohne Fueller wie Brot oder aehnliches zubereitet. Ausser natuerlich das Rezept verlangt nach Aepfeln, Zwiebeln oder aehnliches…
        Ach ja…
        Ein Glueck ist morgen Berufsschule! 😀

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  4. Ich wollte Dich schon auf die Vermisstenliste setzen. Und hatte den Reader just dazu aufgerufen, um Dich anzuschreiben. Schön, dann endlich wieder etwas von Dir zu lesen. 🙂

    Neben Deinen ganzen Aktivitäten (ich bewundere ehrlich Deine Energie), kann ich Deine Gefühle ganz gut nachempfinden. Für mich habe ich das noch nicht wirklich klären können. Aber meine Methoden ähneln den Deinen. Zum Glück kommt gerade meine Lieblingsjahreszeit, Spätsommer und Frühherbst. Zeit für lange Wanderungen.
    Tatsächlich ist meine größte Angst die, dass ich es jetzt wirklich nie mehr nach Canada schaffe. Es war zwischendurch sogar fast unmöglich, seinen Reisepass verlängern zu lassen. Dabei hätte ich gerade nicht mal das Geld für eine Reise, die sich auch Reise nennen kann. Völlig irrational. Echt interessant, was da zum Vorschein kommt.

    Alma sieht gut aus mit Brille 🙂 Meinem Billy musste ein Tumor entfernt werden. Solange es den Fellnasen gut geht, lässt es sich auch mit kleinen Einschränkungen leben.

    Passe auf Dich und Deine Lieben auf und genieße weiter alles, was Dir begegnet!
    Gabi

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    1. Hallo Gabi,
      Puh, da habe ich ja gerade nochmal rechtzeitig gebloggt. Danke, dass du an mich denkst! ❤
      Du hast recht, die ganze Pandemie wirft viele Ängste auf. Rationale aber auch weniger rationale. Ich glaube trotzdem, dass es wichtig ist, sich selbst darin ernst zu nehmen, genau zuzuhören und vielleicht eine Art Kompromiss mit sich selbst zu schließen. Jedenfalls funktioniert das gerade gut bei mir.
      Nein, ich kann weder nach Deutschland, noch können meine Freunde aus Deutschland mich besuchen. Aber zelten geht, auch unter der Woche. 🙃 Und mehr von den Dingen, die ich in Deutschland oder mit meinen deutsche Freunden gemacht hätte, kann ich jetzt auch in meinen Alltag einbauen.
      Vielleicht geht etwas ähnliches auch bei dir?
      Oh ja, ich habe den Herbst in Deutschland auch am liebsten gehabt. Hier ist es jetzt der Winter.

      Hmm, ich hoffe mit der einen Tumorentfernung ist es bei Billy getan. Das war bestimmt ein Schreck.

      Viele Grüße aus meinem Zelt 😊
      Luisa

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      1. Puh, da musste ich gestern erst mal in den Wald, eine Runde laufen. Darüber nachdenken, was diese Situation mit mir macht, hat mich doch mal wieder aus der Bahn geworfen.
        Ich fühle mich wie in einem Alptraum gefangen. Dabei geht es mir gut. Alle Kosten sind gedeckt und es gibt genug Schoki und Rotwein für meine Nerven. Mein Alltag hat sich nicht groß geändert, und trotzdem ist alles anders. Ich habe tief in mir wahnsinnige Angst vor dem, was da mit uns gemacht wird.
        Meine kleinen Vergnügungen, wie Holländischer Stoffmarkt oder ein Ausflug zu Ikea, machen mit den Beschränkungen keinen Spaß. Meine Freunde wohnen zu weit weg. Die einzige Freundin in der Nähe hat Angst, ich könnte zu nahe kommen oder sie gar umarmen.
        Also renne ich durch den Wald und singe mein Mantra ‚Es ist wie es ist und alles ist gut‘. Und versuche mich so gut es geht abzulenken, mich mit Schönem zu umgeben und mich mit allem zu beschäftigen, was Freude bereitet oder eben einfach erledigt werden muss. So habe ich eine Zahntechnische Baustelle in Angriff genommen und bin alle 2-3 Wochen beim Zahnarzt. 20 Jahrgänge Burda Nähzeitschriften sind auch sortiert abgeheftet.
        Der Winter im Yukon wäre mir jetzt lieber. 🙂

        Danke Dir für Deine lieben Worte! Und genieße das Zelt etwas für mich mit. Ein Abend am Lagerfeuer, mit einem Bier in der Hand und den Füßen (fast) im Feuer, dazu ein gutes Gespräch…. das vermisse ich unglaublich.
        Gabi

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      2. Ich finde es ist eine schwierige Balance. Einerseits sich ablenken und positive Erlebnisse haben, andererseits muessen und sollen die negativen Gefuehle auch angenommen und ausgedrueckt werden, damit sie nicht heimlich Ueberhand gewinnen. Hmm.
        Aber in den Wald gehen empfinde ich immer als heilsam, damit kann man gar nicht falsch liegen finde ich. Da stimmst du mir bestimmt zu! 🙂

        Ich finde es auch troestlich, dass es sehr vielen Leuten derzeit so geht. Ist zwar doof fuer alle Betroffenen, aber man ist wenigstens nicht die Einzige, die derzeit etwas ueberfordert ist. Das hilft mir auch, meine Gefuehle zu akzeptieren.

        Du hast recht, ein Lagerfeuer sollte mal wieder her. Danke fuer die gute Idee!

        Klingt uebrigens nach genau der richtigen Zeit fuer ein unliebsames Zahnprojekt. Am Ende bist du bestimmt stolz, dass du es in Angriff genommen und durchgezogen hast!

        Alles Liebe,
        Luisa

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      3. Alles was hilft, den Mut und die Zuversicht zu behalten, dass es weitergeht, sich immer noch Träume erfüllen lassen, ist gut.
        Ich bin nur nicht bereit, mein Leben zu geben um dem Tod zu entgehen.

        Also konzentrieren wir uns auf das, was geht. 🙂
        Fühle Dich aus der Ferne herzlichst in den Arm genommen!

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  5. Danke liebe Luisa für den Einblick in Deinen Alltag. Die Pandemie setzt vielen Menschen mit Behinderung zu. Blind kriege ich die Abstandsregeln im Supermarkt nicht eingehalten. Und wenn dann auch noch meine Assistentin nicht mehr MIT mir einkaufen gehen möchte, dann ist das ein große Einschnitt von Vielen in meinen persönlichen Alltag. Aber so langsam finde ich wieder in mein Leben zurück, und erhole mich gerade von einer AugenOP. Das ist auch der Grund, weshalb es auf lydiaswelt etwas ruhig geworden ist.

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    1. Hallo Lydia,
      Schön von dir zu lesen!
      Deine Situation im neuen Pandemie-Alltag ist alles andere als einfach. Ich hoffe, dass es dir gelingt, trotzdem etwas Positives aus den derzeitigen Einschränkungen zu ziehen. Oft ist es schwierig zu finden, aber irgendwo ist eine kleine Chance versteckt.
      Auf jeden Fall wünsche ich dir erstmal eine gute Genesung von deiner OP. Und natürlich freue ich mich schon auf deinen nächsten Beitrag – wann immer dir auch danach ist.
      Viele Grüße,
      Luisa

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  6. Liebe Luisa,

    danke für Dein Update, da hat sich bei Euch in den letzten Wochen und Monaten einiges getan!

    Beim Thema Hunderucksack habe ich mich im ersten Augenblick gefragt, warum Ihr das große Tier auf dem Rücken mitschleppen wollt 😆 Die Aufklärung ist dafür um so logischer 🙂

    Zum Thema Marathon: In Läuferkreisen heißt es, dass man die Strecke, die man in einer Woche läuft, auch an einem Tag laufen kann, also hast Du da reichlich Potenzial 🙂

    ja, diese Pandemie hinterläßt inzwischen bei immer mehr Menschen Spuren, für die der Virus persé gar nicht verantwortlich ist. Bei mir ist sie mit ein Hauptauslöser für meine momentanen Probleme. Ich hoffe, dass es sich bei Dir nicht so stark entwickelt und Du genügend Ausgleich in der Partnerschaft, im Job, bei Deinen Hühnern und in der grandiosen Natur findest.

    Alles Gute
    Volker

    Gefällt 3 Personen

    1. Hallo Volker,

      danke fuer deinen lieben Kommentar! 🙂

      Bei deinen ersten Gedanken zum Thema Hunderucksack musste ich echt lachen! Und letzte Woche erst habe ich eine Karte bekommen, auf der stand:
      „Immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.“
      Also danke dafuer!

      Oha, mein Physiotherapeut hatte mir erzaehlt man sollte die doppelte Distanz des geplanten Laufs in einer Woche abspulen koennen. Hmm. Vielleicht mache ich diese Woche einfach die 43 km Wochenleistung voll und ueberlege mir einen Tag fuer meinen Marathon. Der wird zwar lahm (deine derzeitige Geschwindigkeit ist immer noch viel zu schnell fuer mich), aber ich habe ja den ganzen Tag Zeit. Lieben Dank fuer den Tipp!

      Ich arbeite an meinen Ausgleichen und du ja genauso. Also wird es schon werden mit uns zwei, davon bin ich ueberzeugt! 🙂 Uebrigens hilft mir das Zelten unglaublich – es erdet irgendwie und schafft einen anderen Blickwinkel. Da ich erwachsen bin, darf ich das sogar unter der Woche. 😉

      Alles Liebe aus Kanada,
      Luisa

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  7. Wie schön du deine Gedanken beschreibst!
    Ja, immer wieder mal über den Tellerrand schauen, etwas Neues anfangen, etwas beiseite legen, den Horizont erweitern, neue Gedanken zulassen, Dinge tun, die man noch nie gemacht hat, etwas ausprobieren…..in einer Fleischerei zu arbeiten zum Beispiel.
    Ich bin in einem winzigen Dorf aufgewachsen, dort war bei den umliegenden Bauern die Hausschlachterei gang und gäbe.
    Auch wir Kinder halfen mit – Wurst einkochen, Speck schneiden etc.
    Daher weiß ich, dass Fleisch zu verarbeiten für mich nichts wäre, was ich unbedingt machen möchte.
    Ich wünsche dir alles Liebe….
    Sommersonnengrüße von Rosie

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    1. Hallo Rosie und viele Dank fuer deinen lieben Kommentar! 🙂
      Deine Erinnerungen zu Hausschlachtungen sind bestimmt unterlegt mit einem Gefuehl der doerflichen Gemeinschaft. Und vielleicht mit dem Geschmack deiner Lieblingswurst? 🙂
      Als junge Erwachsene in Deutschland wollte ich unbedingt an einer Hausschlachtung teilnehmen, da ich das nur aus Erzaehlungen kannte und irgendwie als Kulturgut ansah. Ausserdem finde ich es immernoch faszinierend, wie ein ganzes Schwein in so viele verschiedene, leckere Fleischwaren verwandelt wird. Leider wurden dann so viele Regelungen erlassen, dass ich niemanden mehr kannte, der eine Hausschlachtung machte.
      Mein Vater hat wohl aehnliche Erinnerungen wie du – er musste gefuehlt ewig Blut ruehren als Kind und fand den Glibber am Ruehrstab eklig.
      Viele liebe Gruesse ueber den Atlantik! 🙂
      Luisa

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  8. heh, wie gehts dir? berlin versinkt gerade im schnee, das letzte mal hatten wir 2009 im januar so viel schnee, da hab ich meine wohnung abgeschlossen und bin nach usa geflogen, roadtrip in californien mit meinemn sohn! jetzt sind wir hier wie so viele im lockdown und ich bin zum 2. mal oma geworden: rudi fritz! so happy! ich hoffe es geht dir gut – in deiner weissen kalten, von dir geformten tapferen welt, alles liebe, jac

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    1. Hi Jac,
      Ganz herzlichen Glueckwunsch zum zweiten Enkel!!! Wie schoen – meinst du Fritz wird ein stolzer grosser Bruder?
      Ja, es geht mir ganz gut, fuehle mich nur ein wenig schlapp derzeit. Dass es morgens hier derzeit -40 °C sind, hilft auch nicht, den Tatendrang aufzupolieren. 😉
      Hast du Rudi schon kennenlernen koennen?
      Alles Liebe aus Kanada,
      Luisa

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      1. Minus 40, Du weisst ich ziehe immer meinen Hut! Und wir in Berlin haben am Tag gerade minus 8 und nachts minus 15, Du kannst dir vorstellen, hier zittern alle, aber es liegt Schnee und die Kinder freuen sich, jeder kleine Huckerl wird zum Roderberg. Danke für Deine Glückwünsche!!!! Ja Fritz ist ein Toller Bruder, er geht immer stolz durch die Wohnung sagt: Brudi Rudi. Und: Oh er macht die Augen auf! Aber gesehen habe ich den kleinen Zwerg bisher nur via Facetime, da in der Klinik ja auch Entbindende mit Corona waren und jederzeit Kontakt mit dem Pflegepersonal bestand, ist die kleine Familie jetzt in Quarantäne, aber ich denke am Wochenende it is!
        Bei den Temperaturen kannst du ja nur im Kopf Skiwandern, aber das hilft! Eines von Fritz Lieblingsbüchern ist FREDERICK von Leo Lionni. Die kleine Feldmaus liebt mit ihren Geschwistern in einer alten Stadtmauer, im Herbst hilft sie nicht bei der Ernte für den Winter. Aber im Winter, als fast alles aufgegessen ist und die Mäuse bitter frieren, packt Frederick seine Schätze aus: Er hatte im Herbst für die dunkle Zeit Sonnenstrahlen, Farben und Geschichten gesammelt. Da wurde allen ein wenig wärmer. Na? Wenigstens eine kleine Politur!
        Pass auf Dich auf, auf bald und liebe Grüße aus Berlin, Jac

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      2. Bruder Rudi klingt so niedlich!! ❤ ❤
        Die Geschichte vom Frederick kenne ich noch von meinen Kinderzeiten, da kam sie mal bei der Sendung mit der Maus.
        Das erinnert mich sehr an das Geschichtenerzaehlen der First Nations hier. Im Sommer und Herbst wurden die ganzen Vorraete geschafft fuer den langen, harten Winter. Und im Winter wurden Geschichten erzaehlt und die Kultur und die Werte des Stammes erhalten. Manche Staemme verboten es sogar, im Sommer Geschichten zu erzaehlen.
        Mir gefallen die ausgepraegten Jahreszeiten sehr gut. Der Winter zwingt einen richtig, auszuruhen und Plaene zu schmieden. Und im Sommer summt das Leben wieder (wenn man das Summen zwischen den ganzen Mueckenschwaermen raushoeren kann!!). 🙂
        Ganz liebe Gruesse an dich und deine Lieben und ganz viel Spass am Wochenende beim Kennenlernen!! ❤
        Luisa

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