Monat: April 2017

Ein Schwein macht noch keinen Sommer

Es ist tatsächlich sowas wie Frühling geworden! Das heißt nachts friert alles zu, morgens braucht man Mütze und dicke Jacke und nach ein paar Stunden fühlen sich die 11 Grad so warm an, dass man im Unternehmen herumturnt.

Und das beste: Jetzt turne ich auf einer Biofarm herum! Drei Tage die Woche helfe ich aus und lerne nebenbei, wie man im Yukon Essen anbaut.

Neben ganz vielen Gemüsebeeten und einem Gewächshaus mit Holzofen gibt es noch Enten, Hühner, Kaninchen und zwei Berkshire Schweine auf der Farm.

An Tag 1 habe ich 8 Stunden lang umgegraben, Wurzeln aus dem Boden geholt und geschaufelt. Beete fertig machen nennt man das. Am Ende des Tages habe ich eine Monsterportion Essen in mich geschaufelt und bin dann ins Koma gefallen.

Heute ist schon der zweite Tag gewesen. Da hieß es das Gewächshaus komplett umorganisieren, die größten Setzlinge in die Beete des Gewächshauses pflanzen, Anzuchterde nach Rezept mischen und in kleine Blöcke pressen und anschließend darin säen.

Was soll ich sagen? Es macht mir mega viel Spaß, ich bin selbst überrascht! Ich habe reichlich Muskelkater und tatsächlich einen leichten Sonnenbrand. Und meine Finger transformieren sich von Pianistenfingerchen zu Arbeiterpranken. Und ich fühle mich sauwohl dabei.

Merke: Durch die ganzen Risse in der Haut sammelt sich da der Dreck und so richtig sauber wird man anscheinend nicht mehr. Und die zarte, faltige Haut um das Fingergliedgelenk verwandelt sich in einen dicken Knubbel Hornhaut mit Furchen. Gestern Abend und heute Morgen habe ich alles übrigens mit Bepanthen eingecremt. Aber so richtig hats nicht geholfen. Tyrel ist ja der Meinung, man darf seine Hände gar nicht mit Creme verwöhnen, sonst würden sie süchtig danach werden. Ahja.

Anbei noch ein paar Impressionen meines Erlebens. 🙂

Unter den Beeten befindet sich übrigens Permafrost. Und das ganze Jahr über, auch im Hochsommer, kann es hier über Nacht frieren. Ich bin schon gespannt, wie man den ganzen Herausforderungen begegnet!

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Demuetig belichtet

Durch das fast katzenhafte Anschleichen meinerseits sind mir tatsaechlich letztens ein paar brauchbare Bilder von einem weiblichen Spruce Grouse entstanden! Ok, wahrscheinlich schleiche ich mich eher an wie ein Bison. Im Porzellanladen. Aber zum Glueck glaubt so ein Grouse meist, er oder sie ist am besten getarnt, wenn es sich so wenig wie moeglich bewegt. Sie sind noch nicht ausgestorben oder auch nur bedroht, daher muss was dran sein an der Strategie.

Auch die Weisskopfseeadler scheinen wieder mehr geworden zu sein. Einige haben Whitehorse auch im Winter die Treue gehalten und sich an der Muellkippe gelabt. Aber viele sind zur nahen Kueste von Alaska geflattert, da das Meer ja bekanntlch nie so ganz zufriert. 🙂

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Die drei Adler von der Tankstelle sitzen auf ihrem liebsten abgestorbenen Baum. Oder ist es tatsaechlich ein Moebelstueck von ihnen, das nur aussieht wie ein toter Baum? Niemand weiss es.

Die Helligkeit ist echt Wahnsinn! Laut Sonnenscheinrechner im Internet haben wir heute 15:21 h Sonnenschein und 1:44 h Daemmerung. Good old Wolfenbuettel und somit auch ganz Deutschland wird solche Werte erst am 8. Mai erreichen. Und dann ist es hier schon wieder heller. Hihi.

Aber zum Glueck wird es zu dieser Jahreszeit auch noch richtig dunkel hier im Yukon. Der grosse Vorteil davon? Genau, Nordlichter!

Nordlichter wecken bei mir das religioese Gefuehl. Das Gefuehl, dass alles irgendwie zusammen gehoert und man selbst nur ein kleines Zahnrad im grossen Getriebe ist. Und das ist voll okay! Denn es relativiert auch vieles. All die kleinen Alltagssorgen sind so nichtig. Wieder ein dicker Pickel im Gesicht oder war die Suppe versalzen? Voll egal. Der Himmel ist gruen!

Das Wort, womit sich dieses Gefuehl wohl am besten beschreiben laesst ist Demut.

Als kleines Maedchen lass ich in der Dorfkirche auf der gepolsterten Kniebank „Dem Demuetigen gibt Gott Gnade“. Daraufhin meine Frage an meinen Vater „Bin ich demuetig?!“ Die Frage wurde kurz darauf verneint. Pech gehabt. Lag vielleicht daran, dass ich die Frage „Schaemst du dich nicht?!?!“ stets beantwortete mit „Ich schaeme mich NIE!!!“. Das ist auch groesstenteils so geblieben. Ich finde, dass das Leben zu kurz ist fuer Scham oder Peinlichkeiten. Das ist doch nur dafuer da, dass man Angst hat, was andere Leute von einem halten koennen.

Also entweder ich mache etwas oder ich lasse es sein. Und wenn es doof war, mache ich es beim naechsten Mal halt anders. Und wer was Schlechtes ueber mich denkt, der haette so oder so einen Grund dafuer gefunden. Also kein Grund fuer Stress! Da bleibt nur ruhig bleiben und Nordlichter anschauen. 🙂

Kiffen in Kanada

Es ging durch die Medien, ich werde immer haeufiger von Freunden darauf angesprochen und jetzt rede auch ich oeffentlich darueber: Kiffen in Kanada.

Ja, Cannabis wird legalisiert. Allerdings erst in Mitte 2018. Bis dahin ist es weiterhin illegal, ausser man hat einen medizinischen Berechtigungsschein. Und der ist angeblich sehr leicht zu bekommen.

Um meine Eindruecke des kanadischen Konsums zu schildern, greife ich dann mal auf meinen spaerlichen Erfahrungsschatz zurueck. Bislang war ich hier auf ungefaehr zwei Partys, die wohl eher als gemuetliches Zusammensein unter Freunden gelten konnten.

Party 1: Abschiedsfeier, eine Freundin verliess das Land. Die Teilnehmer waren alle so Mitte Ende 20, es gab Bier und lecker Essen und nach einiger Zeit ging dann auch ein Joint rum. Und dann eine Pfeife mit Gras. Habe ich mir nichts weiter bei gedacht, das kommt ja auch in Deutschland oft genug vor. Und so lange mich niemand dazu belabert, dass ich doch unbedingt mitrauchen muss, ist mir das auch reichlich egal. Ungewoehnlich und etwas bedenklich fand ich aber, dass es anscheinend als voll okay galt, an der Tuete zu ziehen und danach nach Hause zu fahren. Die Leute waren nicht voellig breit aber ist es nicht in Deutschland sehr verboten, mit THC im Blut am Steuer erwischt zu werden?

Party 2: Ein gemuetlicher Abend einer Frauenrunde, zu der ich mitgenommen wurde. Mit meinen damals 28 Jahren senkte ich den Altersdurchschnitt, der ohne mich bei ca. 60 lag, gewaltig. In einem huebsch dekoierten Vorstadthaus gab es eine Kaeseplatte, Cracker, guten Rotwein und nette Gespraeche. Thema Nummer eins: Enkelkinder. „Ich liebe sie so sehr und erklaere ihr die Welt. Aber wenn sie mit ihren kleinen Patschehaendchen gegen meine Fenster tatschen will, kann ich das nicht erlauben! Da bin ich sehr pingelig!“ (Anmerkung der Redaktion: pingelig auf englisch heisst „anal“. Da heisst die Devise: Mimik beibehalten und spaeter das Wort nachschlagen)

Doch dann ging es zum grossen, amerikanischen Kuehlschrank der Gastgeberin der Party 2. Zu meiner Enttaeuschung wurde nicht ein weiteres Stueck Kaese herausgezaubert, sondern zwei grosse Glaeser mit Schraubverschluss voller Gras. Hier wurde kein Joint gedreht, es gab die Droehnung direkt aus einer kleinen Pfeife. Ueberraschenderweise hat die Dame, die sich vorher noch selbst als pingelig bezeichnet hat, versucht mich zum Konsum zu ueberreden. Dankend lehnte ich dreimal ab, bis die Gastgeberin zur Ordnung aufrief und weitere Ueberredungsversuche unterblieben.

Die Gastgeberin fragte mich sehr sachlich nach dem Grund meiner Abstinenz (Ich habe seit 9 Jahren nicht gekifft und hatte an dem Abend nicht das Beduerfnis, damit wieder anzufangen) und nickte verstaendnisvoll. Sie erklaerte mir, dass der Zug an der Pfeife ihr einen riesigen Energieschub verschafft. Zur Untermauerung dieser These versuchte sie sich fast erfolgreich an einem Spagat zwischen dem 90 Grad Winkel ihrer Marmor-Kuechenarbeitsplatten. Ausserdem mache es kreativ. Ich solle mir doch etwas fuer zu Hause einpacken und es nochmal ganz in Ruhe fuer mich ausprobieren. Doch auch dieses Angebot lehnte ich dankend ab, obwohl ich es reizend fand.

Wahrscheinlich spielen die hohen Alkoholpreise hier eine nicht zu unterschaetzende Rolle bei der Popularitaet des Cannabis. Ein Sixpack normales Bier kostet hier im liquor store $16, umgerechnet 11,30 Euro. Und das ist die guenstigste Variante, um an Alkohol zu kommen. In Supermaerkten oder sonstlichen netten Geschaeften darf kein Alkohol verkauft werden. Manchmal haben Kneipen oder Restaurants eine Lizenz fuer sogenannte „off sales“ erhalten. Dann koennen sie nicht nur Alkohol ausschenken, sondern auch in Flaschen zum Mitnehmen verkaufen. Dieser Service ist entsprechend teurer, vergleichbar mit Tankstellenpreisen. Und im Restaurant selbst ist es dann nochmal teurer.

Falls es naechstes Jahr wirklich dazu kommen sollte, dass man sich vier Pflanzen Cannabis fuer den Eigenkonsum anschaffen kann, ueberdenke ich meine Position eventuell nochmal. Der eine oder andere Besucher wuerde sich wahrscheinlich freuen. Aber da ich schon einige Leute mit drogeninduzierter Psychose erlebt habe, bin ich da selbst nicht allzu scharf drauf.

Vielleicht kommt die Lust ja wieder, falls ich in gut 30 Jahren in meiner Kueche stehe und versuche, einen Spagat zwischen zwei Arbeitsplatten zu machen.

KitKat Knüller

Manchmal frage ich mich hier beim Einkaufen, ob es die ganzen verrueckten Innovationen, die mir hier unterkommen, auch in Deutschland gibt. Heute moechte ich kurz zwei Beispiele dazu geben:

  1. KitKat in allen Varianten
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KitKat in den Geschmacksrichtungen Klassisch, Minze, Keks und Sahne und dunkle Schokolade. Nicht im Bild: KitKat Orange.

Ist das ein internationales Ding oder wird das erstmal an den Geschmacksnerven der Nordamerikaner getestet? Ich mein KitKat mit dunkler Schokolade konnte ich mir noch vorstellen. Aber KitKat, die nach Oreo-Keksen schmecken? Gruen-marmoriertes KitKat mit Minzgeschmack? Oder gar KitKat Orange? Hmmm… da denke ich nochmal drueber nach.

Viel wichtiger allerdings das zweite Thema, was mir (nicht nur) am Herzen liegt:

2. Profilliertes Klopapier

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Links: Standardklopapier mit vereinzelter Puenktchen-Praegung. Rechts: Das neue Klopapier mit Rillen!!

Amerikanisches Klopapier scheint generell duenner zu sein. Das kann darin begruendet liegen, dass laut einer Klopapierstudie die Amerikaner das Klopapier lieber knuellen, waehrend die Deutschen vorwiegend Klopapierfalter sind. Bei Knuellern kann das Papier ruhig eher duenn und weich sein, Falter brauchen dahingegen die Reissfestigkeit, um nicht an der Hand proberiechen zu muessen.

Wie auch immer, Tyrel zeigte im Supermarkt auf das oben abgebildete Vergleichsbild und sagte zum herkoemmlichen Klopapier „standard tire“ (normaler Reifen) und zum profillierten Papier „mud tire“ (Schlammreifen). Ich verstand die Argumentationskette, die aus 4 Worten bestand und das Klopapier landete erst im Einkaufswagen und schliesslich in unserem Kompostklo.

Und ich muss sagen, dass es mir wirklich gut gefaellt. Obwohl ich manchmal knuelle und manchmal falte (ganz nach Laune), arbeitet es wirklich sauber (hoehoe).

Dann schaue ich ganz sinnierend in die prall gefuellte Schuessel und frage mich, ob mir das in Deutschland auch passiert waere. Oder ob ich irgendwann so werde wie mein ausgewanderter Grossonkel, der felsenfest behauptet, Deutschland ist nicht verkommen, da es immernoch Glaeser mit Blutegeln in jeder Apotheke gibt. Dass ich diesen Umstand verneinte, erklaerte er damit, dass ich eben keine Ahnung habe. Na gut. Vielleicht auch besser so. Wenn ich es wuesste, wuerden mir die Egel naemlich leid tun.

Apropos: Fuchs Louie scheint gut durch den Winter gekommen zu sein. Seinen dicken Wintermantel hat er aber zur Sicherheit noch nicht zurueck in den Schrank gehaengt.

In diesem Sinne: Frohes Knuellen oder Falten! 🙂

Brat mir doch einer nen Schwan

Es ist wirklich geschehen: Die Temperaturen steigen schon seit einigen Tagen auf bis zu sieben Grad Celsius tagsueber und die riesigen Schneeberge sorgen mit ihrem Schmelzwasser dafuer, dass alle Autos einen schlammfarbenen Anstrich erhalten. Auch wenn ich der Meinung bin, dass Waschen bei den riesigen Matschpfuetzen nichts bringt, faehrt Tyrel unbeirrt in die Waschstrasse.

Die Ureinwohner pflegten zu sagen, der Fruehling komme zusammen mit den Schwaenen. Bislang hatte ich erst ein paar Schwaene aus lackierten Sperrholzplatten in der Stadt entdeckt. Bei naeherem Hinsehen entpuppte es sich als Werbung fuer „Swan Haven“, also Schwanenoase. Was auch immer das sein soll. Vielleicht ein Restaurant? Schnell zwei Freunde geschnappt und ab nach Marsh Lake zu Swan Haven!

Swan Haven entpuppte sich tatsaechlich als Schwanenbeobachtungspunkt im Fruehjahr. Die Schwaene sind auf dem Weg zu ihren Brutplaetzen im Norden und nutzen eine nicht zugefrorene Stelle im Marsh Lake zum Seepflanzen verspeisen und Krach machen. Dabei sind wir genau zur rechten Zeit gekommen. Zwei Tage eher waren genau 4 Schwaene am anderen Ende des Sees gezaehlt worden. Gestern waren es bereits ueber 500 Trompeterschwaene.

So friedvoll das weisse Federvieh auch erscheinen mag, ueber den ganzen See schallte es HONKHONKHONKHONKHONKHONKHONK, was angeblich auch die ganze Nacht ueber anhalten soll. Noch ist der Schwanenhoehepunkt nicht erreicht. Und die Tundraschwaene kommen erst noch durch.

Interessanterweise ist Marsh Lake nur im Fruehling eine Haltestelle auf der Schwanenmigration. Der Spiegel des Sees sinkt ueber den Winter so sehr, dass das ganze Gruenzeug im Wasser super erreichbar ist und abgegrast wird. Im Sommer und Herbst dagegen steht das Wasser viel hoeher, so dass kein Federvieh mehr gruendeln kann. Die Pfanzen haben Zeit zu wuchern und im naechsten Fruehjahr den Schwaenen wieder ein reichhaltiges Buffet bieten zu koennen.

Auch auf meinem so gut wie taeglichen Kameraspaziergang schoss ich mittlerweile Bilder, auf denen man Voegel erkennen kann.

Und schon wieder Fruehling? Das bedeutet, dass ich echt schon ueber ein Jahr verheiratet bin! 🙂 Neben lieben Glueckwuenschen haben wir auch ueberraschend ein Geschenk erhalten. Einen grossen Pappkarton vom oertlichen Gerber, mit dessen Sohn und Schwiegertochter ich befreundet bin (Tyrel kennt eh die halbe Stadt). Unwissentlich hat er voll ins schwarze getroffen: Wir erhielten ein Fell eines kleinen Bisons!!! Wie cool ist das bitte?! An zwei Stellen loesen sich die Haare ein bisschen vom Leder, daher kann der Gerber das Fell wahrscheinlich nicht verkaufen.

Ich dachte immer, Bisonfell ist ganz zottelig und drahtig. Aber unter den herausstehenden Zotteln ist die Unterwolle super weich! Wer moechte nicht mal mit einem Bison schmusen?!

Ich habe uebrigens keinen Schnurrbart auf dem Bild. Ich habe kurz vorher dem Schokoladen- und Erdnussbuttergott gefroent und bin noch ziemlich verschmiert (weiss jetzt auch nicht, ob das vorteilhafter ist als ein echter Schnurrbart…).

Da sich die Awardberichte in letzter Zeit ziemlich gehaeuft haben, gelobte ich ja eine Pause davon. Jetzt hat mir aber die wunderbare Tally von https://tallyshome.wordpress.com/ so tolle Fragen gestellt, dass ich die einfach beantworten musste. So.

1. Du bist krank (so wie ich heute), was tust du, um dennoch gut über die kommenden Tage zu kommen?
So oft wie möglich würde ich mein liebes Bett aufsuchen und versuchen, meinen Mann dazu zu bringen, mir was Leckeres zu kochen und seinen Ingwer-Zimt-Zitronen-Tee zu kredenzen. Und einen Film mit mir zu gucken. Mich zu plüschen… Mir zu sagen, dass es mir bald besser geht… Achja, schön wärs eigentlich! 😂

2. Man bietet dir 1 Millionen Euro an, wenn du mit dem Bloggen aufhörst und auch in Zukunft NIE wieder bloggst. Nimmst du es an? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, warum? Und vor allem, was machst du dann?!
Klar, Kohle her aber sofort!!! Ich kaufe mir Land, zimmer mir ne Hütte drauf und fütter ein paar Schweine dick. 😍
Mit der restlichen Kohle beschäftige ich einen südkoreanischen Immigranten, handgeschriebene Neuigkeiten an meine Follower per Brieftaube rauszuschicken. Und mir nebenbei Kimchi zuzubereiten.

3. Wenn du deinen Charakter in 4 Wörtern beschreiben müsstest, welche wären es dann?
Durch und durch durch. XD

4. Hast du schon mal den Sinn deines Lebens gesucht und wurdest du fündig?
Sind wir nicht alle auf der Suche? 😉
Für mich habe ich gefunden, dass ich erstmal lernen musste, was mir gut tut. Und dann ganz einfach dem guten Gefühl folgen. Auch wenn es einen über den Atlantik führt.

5. Du bestellst dein absolutes Lieblingsgericht im Restaurant. Es wird perfekt zubereitet und dir an den Tisch gebracht. DANN kommt eine dir bekannte Person (nicht das eigene Kind!) , die du gut leiden kannst und klaut dir ungefragt etwas vom Teller. Wie reagierst du?
Am liebsten würde ich meinen Hintern in seinen oder ihren Teller drücken. In Wirklichkeit klaue ich eher vom gegnerischen Teller so viel wie möglich, sabber mein restliches Essen an, damit es für andere nicht mehr begehrenswert ist oder ich raste aus. Ganz nach Laune. 😇

6. Ausnahme Zustand. Die Zombiapokalypse ist da! Es geht um das nackte Überleben. In welcher Situation wärst du bereit einen Menschen zu töten?
In so ziemlich jeder Situation, in der mir oder meinem Lieben dieser Mensch verdammt gefährlich wird und uns ans Leder will. Quid pro quo.

7. In welcher Zeit würdest du gerne leben wollen? Und warum?
Seit ich die örtliche Bücherei geplündert habe, wäre ich gern Pionier gewesen. Entweder zur Zeit des Goldrausches hier im Yukon oder Alaska oder auch im Wilden Westen. Ganz irre muss das gewesen sein. Nix da, nur Natur. Alles selber machen, auch die Gesetze oder den Speck. Hi Hi.

8. Wenn du es dir aussuchen könntest, in welchem Beruf würdest du dann arbeiten wollen und vor allem in welcher Position?
Ich wäre gern selbstständig. Nicht als Nageldesignerin (glaube noch nicht mal, dass ich dafür Talent hätte), aber als irgendwas anderes. Touristenbranche würde sich hier im Yukon gut anbieten. Ich kann gut und viel arbeiten und würde das gerne auch in meine eigene Tasche tun. So wäre dann auch mal eine längere Auszeit möglich, ohne dass man darum betteln muss.

9. Gibt es etwas, was du noch nie getan hast, aber wahnsinnig gerne einmal tun würdest? Und warum tust du es nicht?
Super gerne würde ich einmal Langstreckenwandern. So richtig lang. Von Mexiko nach Kanada durch die ganzen USA in einem Stück ohne schummeln, vielleicht auf dem Pacific Crest Trail. Bislang habe ich es nicht gemacht, weil ich schon nach Kanada auswandern wollte, als ich davon das erste Mal erfuhr. Und jetzt kann ich erstens nicht das Land verlassen, bis ich meinen Papierkram zusammen habe und zweitens ist der Trail seit dem Film „Wild“ mit Reese Witherspoon reichlich überfüllt. Mal gucken, vielleicht ergibt es sich ja nochmal später irgendwann.

10. Hat das Osterfest irgendeine Bedeutung für dich und wie wirst du die Zeit zu Ostern verbringen?
Klar hat es eine Bedeutung! Jesus ist von den Toten auferstanden, genau wie in einem Zombiefilm, nur religiöser! 😀 Normalerweise war Ostern Grillen bei meinen Eltern (ist es jetzt immer noch, nur ohne mich 😉 ). Dieses Jahr Ostern weiß ich noch gar nicht, was ich mache. Vielleicht helfe ich dann schon auf einer Farm aus und sammle das erste Mal echte Eier?

 

Ich bin schoen ganz gespannt auf den zweiten Fruehlingsboten: Den Krokus! Gross und lila lugt er hier angeblich aus dem Boden hervor, wenn der Schnee noch ein bisschen mehr gewichen ist. Ich halte Ausschau! 🙂