Markt

Die naechste Gefluegelgeneration

Langsam aber sicher verlieren die Huehner- und Truthahnkueken ihre Niedlichkeit und gleichen eher Voegel-Teenagern. Hoechste Zeit, dass sie aus dem Brutzelt auf die Weide umziehen! Puenktlich dazu kam ein Flugzeug mit der naechsten Generation Huehnchen an. Das Zelt wurde gereinigt, der Propanheizer neu ausgerichtet und fertig ist die Kuschelhoehle fuer die ersten Wochen.

Donnerstag ist immer Markttag. Frueh morgens wird Gemuese geerntet und Pflanzen werden zusammengestellt, die verkauft werden sollen. Alles wandert in einen Anhaenger und wird dann am Marktstand huebsch praesentiert. Ich bleibe jedoch auf der Farm, arbeite und sehe nach dem Rechten. Das passt mir ganz gut, da ich so noch etwas von meinem Tag habe. Der Markt geht hier naemlich von 14 Uhr bis 21 Uhr! Tageslicht ist ja ausreichend vorhanden. 🙂

In Nordamerika ist man anscheinend freier, was die Gestaltung eines Vornamens angeht. Juniper, Taylor, Kale, Amber, Yarrow, Dawn und Aspen hoert sich ja wirklich ganz nett an. Aber eigentlich ist es so, als wuerde man seine Kinder in Deutschland Wacholder, Schneider(in), Gruenkohl, Bernstein, Schafgarbe, Daemmerung und Zitterpappel nennen. Doch eher ungewoehnlich in meinen Ohren, hier aber voll normal.

Gestern habe ich nachmittags einen Blick auf unser Thermometer geworfen und beschlossen, dass endgueltig Fruehlingsanfang ist.

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Das Thermometer zeigt knackige 45 Grad Celsius an! Ja, es befindet sich nicht ordnungsgemaess im Schatten, aber ueberrascht war ich trotzdem.

Ein Blick auf die Wetterbericht bestaetigte aber nur schlappe 16,5 Grad. Komischerweise kommen mir diese Temperaturen trotzdem waermer vor als in Deutschland. Aber da ich nicht langaermlig im unklimatisierten Buero sitze, kann ich es irgendwie voll geniessen. Nur jedes Mal, wenn ich mein Spiegelbild erblicke, bin ich ueber mein gebraeuntes Antlitz erstaunt. In meinen Gedanken bin ich naemlich noch kreidebleich und da ich nur selten in einen Spiegel sehe, vergesse ich meine neue Farbe auch bald wieder. Und meistens handelt es sich bei einem betraechtlichen Teil eh um externe Pigmente, wie der Mediziner auch gern zu Dreck sagt.

Aber was solls, mein schweinischer Kumpel Bobba schwoert auf Dreck als Sonnenschutz… und er muss es wohl wissen! 😉