Kultur

Atlin Arts and Music Festival

Durch einen Todesfall in der Familie ihres Freundes verging meiner Arbeitskollegin die Lust auf die Teilnahme am Atlin Arts and Music Festival (kurz AAMF). Kurzerhand kaufte ich also ihre Karten ab und machte mich mit Richard auf den Weg nach Atlin.

Atlin ist eine kleine Ortschaft, die ca. 2 Fahrtstunden und knapp 200 km von Whitehorse entfernt ist. Besonders an Atlin ist, dass es nur eine Zufahrtsstrasse aus dem Yukon besitzt, aber in der Provinz British Columbia (kurz BC, Hauptstadt ist Vancouver) liegt. Ca. 400 Leute wohnen das ganze Jahr ueber in Atlin, allerdings gibt es keinen Buergermeister, keine regionale Verwaltung oder sonst was. Alles, was es gibt, ist der riesige See Atlin Lake, der von wunderschoenen Bergen umgeben ist und von Gletschern gespeist wird. Und einmal jaehrlich ein Musik- und Kunstfestival.

Atlin bei Sonnenschein ist wirklich zauberhaft. Jedoch hatten wir nur Samstag dieses Privileg, Freitag und Sonntag goss es unentwegt. Aber das war schon okay so, immerhin war man da auch mit An- und Abreise beschaeftigt.

Anders als die Metal- und Gothicfestivals, bei denen ich in Deutschland Stammkunde war, ist das AAMF sehr familienorientiert. Es gab einen riesigen Sandhaufen auf dem Festivalgelaende und viele Aktivitaeten fuer die Kleinen. Auch das Kuenstlerische ist nicht zu unterschaetzen. Im kleinen oertlichen Kinosaal gab es reichlich Vorstellungen, die man sich als Festivalbesucher ansehen konnte. Zwei Kurzfilme, die im Yukon produziert wurden, gefielen mir ganz gut aber der Film Manifesto mit Cate Blanchett war so erzwungen kuenstlerisch und nervig, dass ich erst dreimal wegnickte und dann doch lieber den Saal verliess.

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Beverly Gray referiert auf einer Wiese ueber yarrow, zu deutsch Schafgarbe.

Von den kuenstlerischen Angeboten besuchten wir zum einen eine Lehrstunde fuer nordindische Taenze, sogenannten Bhangra, bei Gurdeep, mit dem wir uns spaeter noch anfreundeten. Zum anderen gingen wir mit der Kraeuterfrau und Autorin aus Whitehorse, Beverly Gray, auf einen einstuendigen Kraeuterspaziergang. Schwerpunkte waren die Heilwirkungen von dandelion (Loewenzahn), plantain (Wegerich) und yarrow (Schafgarbe). Hoechst interessant und wert, sich mehr damit zu beschaeftigen. Ihr Buch habe ich jedenfalls schon laenger bei mir zu Hause und es hat mir maechtig geholfen mit meinen Blasenentzuendungen.

Festivalstimmung, so wie ich es kannte, kam bei mir jedoch nicht so recht auf. Ein Grund dafuer war mit Sicherheit, dass man zum Verzehr von Alkohol in einen abgesperrten Bereich gehen musste und die Buehne durch einen hohen Zaun aus der letzten Reihe betrachten konnte. Aber davon ab waren die meisten Musiker auch nicht so gut, dass sie mich vom Hocker gerissen haetten. Eine Ausnahme gab es gluecklicherweise doch! Ich kam in den Genuss die Musik von Ben Caplan kennenzulernen!

Hier der Youtube Link zu einem seiner Lieder!

Alles in allem hatte ich trotz der unterschiedlichen Auffassungen von Festivals eine gute Zeit. Neben Ben Caplan hatten meine Freunde Bella und Richard, sowie der indische Tanzlehrer Gurdeep daran einen erheblichen Anteil. Und Atlin selbst ist wirklich wunderschoen und definitiv nochmal einen Besuch wert, wenn die Besucherscharen alle ausgeflogen sind!

Vor allem, als ich Samstag Nacht zum Zelt zurueckging, erwischte ich eine wunderschoene Stimmung am Hafen von Atlin. Dank Mondschein und Mitternachtsdaemmerung konnte ich auch um 00:30 h noch Bilder ohne Blitz nur mit meinem Smartphone aufnehmen.

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Im stillen See spiegeln sich die Berge, auf denen auch im Hochsommer etwas Schnee liegt.

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Ein paar Boote liegen malerisch im Hafen und werden vom Mond daemmerig beleuchtet.

Nicht zum Festival gehoerig aber was ich trotzdem noch loswerden muss:

Heute morgen habe ich wieder ein Auto gesehen, welches in die Kategorie „Ein Leben ohne deutschen TUEV“ gehoert!

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Anscheinend ist der Fahrzeugfuehrer Tischler und nicht Glaser. Die Fenster zum Kofferraum dieses Kombos (oder Vans?) sind mit solidem Holz vernagelt worden.

Kiffen in Kanada

Es ging durch die Medien, ich werde immer haeufiger von Freunden darauf angesprochen und jetzt rede auch ich oeffentlich darueber: Kiffen in Kanada.

Ja, Cannabis wird legalisiert. Allerdings erst in Mitte 2018. Bis dahin ist es weiterhin illegal, ausser man hat einen medizinischen Berechtigungsschein. Und der ist angeblich sehr leicht zu bekommen.

Um meine Eindruecke des kanadischen Konsums zu schildern, greife ich dann mal auf meinen spaerlichen Erfahrungsschatz zurueck. Bislang war ich hier auf ungefaehr zwei Partys, die wohl eher als gemuetliches Zusammensein unter Freunden gelten konnten.

Party 1: Abschiedsfeier, eine Freundin verliess das Land. Die Teilnehmer waren alle so Mitte Ende 20, es gab Bier und lecker Essen und nach einiger Zeit ging dann auch ein Joint rum. Und dann eine Pfeife mit Gras. Habe ich mir nichts weiter bei gedacht, das kommt ja auch in Deutschland oft genug vor. Und so lange mich niemand dazu belabert, dass ich doch unbedingt mitrauchen muss, ist mir das auch reichlich egal. Ungewoehnlich und etwas bedenklich fand ich aber, dass es anscheinend als voll okay galt, an der Tuete zu ziehen und danach nach Hause zu fahren. Die Leute waren nicht voellig breit aber ist es nicht in Deutschland sehr verboten, mit THC im Blut am Steuer erwischt zu werden?

Party 2: Ein gemuetlicher Abend einer Frauenrunde, zu der ich mitgenommen wurde. Mit meinen damals 28 Jahren senkte ich den Altersdurchschnitt, der ohne mich bei ca. 60 lag, gewaltig. In einem huebsch dekoierten Vorstadthaus gab es eine Kaeseplatte, Cracker, guten Rotwein und nette Gespraeche. Thema Nummer eins: Enkelkinder. „Ich liebe sie so sehr und erklaere ihr die Welt. Aber wenn sie mit ihren kleinen Patschehaendchen gegen meine Fenster tatschen will, kann ich das nicht erlauben! Da bin ich sehr pingelig!“ (Anmerkung der Redaktion: pingelig auf englisch heisst „anal“. Da heisst die Devise: Mimik beibehalten und spaeter das Wort nachschlagen)

Doch dann ging es zum grossen, amerikanischen Kuehlschrank der Gastgeberin der Party 2. Zu meiner Enttaeuschung wurde nicht ein weiteres Stueck Kaese herausgezaubert, sondern zwei grosse Glaeser mit Schraubverschluss voller Gras. Hier wurde kein Joint gedreht, es gab die Droehnung direkt aus einer kleinen Pfeife. Ueberraschenderweise hat die Dame, die sich vorher noch selbst als pingelig bezeichnet hat, versucht mich zum Konsum zu ueberreden. Dankend lehnte ich dreimal ab, bis die Gastgeberin zur Ordnung aufrief und weitere Ueberredungsversuche unterblieben.

Die Gastgeberin fragte mich sehr sachlich nach dem Grund meiner Abstinenz (Ich habe seit 9 Jahren nicht gekifft und hatte an dem Abend nicht das Beduerfnis, damit wieder anzufangen) und nickte verstaendnisvoll. Sie erklaerte mir, dass der Zug an der Pfeife ihr einen riesigen Energieschub verschafft. Zur Untermauerung dieser These versuchte sie sich fast erfolgreich an einem Spagat zwischen dem 90 Grad Winkel ihrer Marmor-Kuechenarbeitsplatten. Ausserdem mache es kreativ. Ich solle mir doch etwas fuer zu Hause einpacken und es nochmal ganz in Ruhe fuer mich ausprobieren. Doch auch dieses Angebot lehnte ich dankend ab, obwohl ich es reizend fand.

Wahrscheinlich spielen die hohen Alkoholpreise hier eine nicht zu unterschaetzende Rolle bei der Popularitaet des Cannabis. Ein Sixpack normales Bier kostet hier im liquor store $16, umgerechnet 11,30 Euro. Und das ist die guenstigste Variante, um an Alkohol zu kommen. In Supermaerkten oder sonstlichen netten Geschaeften darf kein Alkohol verkauft werden. Manchmal haben Kneipen oder Restaurants eine Lizenz fuer sogenannte „off sales“ erhalten. Dann koennen sie nicht nur Alkohol ausschenken, sondern auch in Flaschen zum Mitnehmen verkaufen. Dieser Service ist entsprechend teurer, vergleichbar mit Tankstellenpreisen. Und im Restaurant selbst ist es dann nochmal teurer.

Falls es naechstes Jahr wirklich dazu kommen sollte, dass man sich vier Pflanzen Cannabis fuer den Eigenkonsum anschaffen kann, ueberdenke ich meine Position eventuell nochmal. Der eine oder andere Besucher wuerde sich wahrscheinlich freuen. Aber da ich schon einige Leute mit drogeninduzierter Psychose erlebt habe, bin ich da selbst nicht allzu scharf drauf.

Vielleicht kommt die Lust ja wieder, falls ich in gut 30 Jahren in meiner Kueche stehe und versuche, einen Spagat zwischen zwei Arbeitsplatten zu machen.

Hühnerkacke, Hühnerkacke!!!

Grrrrrr…
Die Bewerbungsunterlagen für meine Aufenthaltserlaubnis kamen mit der Post zurück. Das bedeutet: Länger warten. Auf die Aufenthaltsgenehmigung und noch viel wichtiger die Arbeitserlaubnis.

Erst hab ich mich nur geärgert. Es hat eine dämliche Unterschrift gefehlt. Wie kann das passieren, obwohl wir alle Unterlagen wirklich dreimal durchgesehen haben? 😦

Aber jetzt denke ich mir, dass es schon irgendwas Gutes haben wird. Irgendwo versteckt, was ich grad aus meiner Perspektive nicht sehen kann aber später sage ich dann „Gut, dass das damals so geschehen ist.“

Hätte ich meine Arbeitserlaubnis bald, wäre ich bestimmt wieder im nächstbesten Büro verschwunden. Vielleicht ist das gerade einfach nicht an der Zeit. Als Kind und Heranwachsende wollte ich gerne Landwirt werden. Hat ja fast geklappt, zwar kein Bauer aber Maschinenbauer… Oder so.

Der Frühling ist da. Ich suche mir einfach die nächste, nette Farm und frage, ob sie Freiwilligenarbeit anbieten. So hab ich was zu tun, lerne was und betätige mich nebenbei noch körperlich. Wär das nicht was?

Übrigens habe ich vorhin im Waffenladen meinen Augen nicht getraut. Hier wird wirklich Munition speziell für die nächste Zombieepidemie angeboten!!!

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Im Regal zwischen Federal und Winchester Munition stehen Schrotpatronen mit der Aufschrift Zombie Blaster inklusive abgebildetem Zombie!

Auf meine Nachfrage hin enttarnte sich die Munition als bear flares, also Leuchtraketen um Bären zu verjagen. Allerdings mit einer sehr lustigen Vermarktung! 😀

Sourdough Rendezvous

Letzte Woche stand Whitehorse ganz im Zeichen der Sourdough Rendezvous – eine Woche voller Aktionen und Jahrmarktstimmung zur Erinnerung an die Zeit des Goldrausches vor gut 100 Jahren.

Sourdough wurden die Goldsucher genannt, die ihren ersten Winter im Yukon ueberlebt hatten. Meist war ihr groesster Schatz immer noch der Sourdough, zu deutsch Sauerteig, der sie den Winter ueber mit frisch gebackenem Brot ernaehrt hat.

Am Samstag begab ich mich dann auch ins Getuemmel fuer Yukon-Verhaeltnisse. Es waren bestimmt einige Hundert Leute auf dem Festgelaende und das schon um die Mittagszeit! Natuerlich nicht zu vergleichen mit der Sommerzeit, in der Whitehorse zu einer Touristenhochburg wird. Und auch zum Hundeschlittenrennen Yukon Quest ist mehr los. Aber fuer den Otto-Normal-Winter… nicht schlecht!

Der internationale Schneeskulpturen-Wettbewerb bat ca. 15 Exponate auf. Die meisten waren irgendwie abstrakt aber ich habe eine Darstellung einer aelteren Dame mit Hund, Katze, Buechern und Geschirr bewundert.

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Eine aeltere, wohlgenaehrte Dame im Unterhemd beugt sich nach vorne, um ihrem Maennchen machenden Hund einen Kuss auf die Schnauze zu geben. Eine Katze schaut fragend zu ihr hoch. Im Hintergrund ein zerknautschtes Sofa mit weiterer Katze und ein Beistelltisch mit Teekanne, Tasse und Loeffel und einigen unordentlichen Buechern. Nicht im Bild: Hinter ihrem Ruecken haelt die Dame einen Knochen! Alles aus Schnee geformt und ca. 4 bis 5 Meter gross!

An den Essstaenden entschied ich mich fuer eine kanadische Spezialitaet, die stereotypischer nicht sein koennte. Ich ass maple toffee, also Ahorn Toffee. Das stellt man her, indem man Ahornsirup auf eine bestimmte Temperatur erhitzt und dann auf ein Holzstaebchen in den Schnee giesst. Fertig ist der Ahornsirup Toffee-Lollipop und das kanadische Grinsen gibt es gleich mit dazu.

Nach einem kurzen Abstecher ins geheizte Festzelt (die militaerische Artillerie-Jazz-Band aus Edmonton spielte mitreissende Stuecke) ging es weiter zu dem Punkt, warum ich unbedigt heute hier her wollte: Um 11 Uhr fand das Flour Packing (Mehlpacken) statt. Um zu Zeiten des Goldrausches nach Kanada einreisen zu koennen, musste jeder einzelne an der kanadischen Grenze vorweisen koennen, dass er genuegend Essen und Ausruestung bei sich fuehrt, um mindestens ein Jahr ueberleben zu koennen.

Die Northern Pacific Railroad Company veroeffentlichte folgende Ausruestungsliste fuer Goldsucher, die in den Norden aufbrechen, im Jahr 1897 :

  • 150 Pfund Speck
  • 400 Pfund Mehl
  • 25 Pfund Haferflocken
  • 125 Pfund Bohnen
  • 10 Pfund Tee
  • 10 Pfund Kaffee
  • 25 Pfund Zucker
  • 25 Pfund getrocknete Kartoffeln
  • 2 Pfund getrocknete Zwiebeln
  • 15 Pfund Salz
  • 1 Pfund Pfeffer
  • 75 Pfund getrocknete Fruechte
  • 8 Pfund Backpulver
  • 2 Pfund Backnatron
  • 1/2 Pfund Essigessenz
  • 12 Unzen Bruehe
  • 1 Dose Senf
  • 1 Dose Streichhoelzer (fuer vier Mann)
  • 1 Holzofen (fuer vier Mann)
  • Goldwaschpfanne
  • Ein Satz hochbeanspruchbare Eimer
  • Ein grosser Eimer
  • Messer, Gabel, Loeffel, Tasse und Teller
  • Bratpfanne
  • Tee- und Kaffekanne
  • Schleifstein
  • 2 Spitzhacken und eine Schaufel
  • Saege
  • Gurte
  • 2 Aexte und ein Reservegriff (fuer vier Mann)
  • 6 Feilen (8 Zoll lang) und 2 Spitzfeilen (fuer die Gruppe)
  • Abziehmesser, Bohrwinde, Kurzraubank und Hammer (fuer die Gruppe)
  • 200 Fuss langes Seil (drei Achtel Zoll dick)
  • 8 Pfund Pech und 5 Pfung Werg (fuer vier Mann)
  • Naegel, jeweils 5 Pfund der Groessen 6, 8, 10 und 12 Penny (fuer vier Mann)
  • Zelt, 10 x 12 Fuss gross (fuer 4 Mann)
  • Grober Leinenstoff zum Einpacken
  • 2 Wachstuecher fuer jedes Boot
  • 5 Yards Moskitonetz
  • 3 Paar warme Unterwaesche
  • Schwerer Wollmantel
  • 2 Paar schwere Wollhosen
  • Schwerer Gummimantel
  • 1 Dutzend schwere Wollsocken
  • 6 schwere Wollfaeustlinge
  • 2 schwere Pullover
  • 2 Paar schwere, reissfeste Gummistiefel
  • 2 Paar Schuhe
  • 4 Decken (fuer zwei Mann)
  • 4 Handtuecher
  • 2 Overalls
  • 1 Satz Oeltuchkleidung
  • Einige Satz Sommerkleidung
  • Kleine Auswahl Medikamente

Dabei kommt man fuer eine Person locker auf das Gewicht einer Tonne notwendiger Ausruestung, die man an der kanadischen Grenze vorzeigen muss. Zuerst musste diese Ausruestung aber ueber Bergpaesse viele Kilometer auf dem Ruecken getragen werden, wollte man ueber die kuerzeste Route, den Chilkoot Trail einreisen. Einige First Nations standen bereit, beim Tragen zu helfen, allerdings liessen sie sich das entsprechend bezahlen. Meist mussten die Goldlustigen unzaehlige Male hin- und zuruecklaufen, um wirklich alles ueber die Bergpaesse transportiert zu haben.

Das Flour Packing erinnert an diese wahnsinnigen Unternehmungen jedes einzelnen, den das Goldfieber gepackt hat. Ich habe den ersten Teilnehmern zugejubelt, gestartet wurde mit den Frauen. Dabei war das Qualifizierungsgewicht 343 Pfund (= 156 Kilogramm), dass in Form von Packrahmen und Mehlsaecken 50 Fuss weit (= 15 Meter) getragen werden musste.

In frueheren Jahren sind die Teilnehmer einfach zusammengebrochen, wenn sie nicht mehr konnten. Heute wurde ein portabler Rahmen gebaut, der mit den Teilnehmern mittfaehrt und die Last mit einem Sicherungskabel auffaengt, sollten sie es nicht mehr halten koennen.

Nach einigen Teilnehmern wurde meinen Begleitern zu kalt und wir machten uns weiter auf Entdeckungstour. Das Internet verraet aber, dass der Langzeitrekord bei Frauen im Mehlsacktragen 664 Pfund (= 301 kg) und bei Maennern bei 1002 Pfund (= 454 kg) liegt. Mir hat sich schon beim Zusehen das Kreuzdarmbein verklemmt.

Weiter ging es zum Ein-Hund-Lastschlitten-Ziehen. Der Hund wird an einen mit Gewichten beschwerten Schlitten geschirrt und wird dann vom Herrchen 60 Sekunden lang ermuntert, zu ihm samt Schlitten ueber die Ziellinie zu laufen. Den meisten Hunden sah man an, dass sie beim Training wohl kein Publikum und Jubelstuerme gewohnt waren. Sie blieben einfach sitzen oder bellten ein wenig und wussten nicht mehr so recht, was sie tun sollten. Nach 60 Sekunden zogen dann Helfer den Schlitten samt Hund zum Herrchen, um das Erlebnis fuer den Hund trotzdem erfolgreich zu machen.

Doch eine schwarze Mischlingshuendin mit 60 Pfund (= 27 kg) Lebensgewicht hatte so viel Vertrauen zu Herrchen und Spass am Schlittenziehen, dass sie schwanzwedelnd ganze 280 Pfund (= 127 kg ) zu ihm zog! So viel schaffte noch nicht mal der bullige Malamut mit 94 Pfund Koerpergewicht (= 43 kg) nach ihr. Da sieht man, wie entscheidend das Training und die Motivation des Hundes ist.

Die ganze Woche war mit Wettbewerben wie Axtwerfen, Wettheulen mit Hund, Wettsaegen, Kostuembaellen und weiteren Aktionen gesaeumt. Doch uns war es fuer den Tag genug und fuhren zurueck ins warme Haus um einige Runden Karten zu spielen und zu quatschen.

Es gibt kein‘ Quark auf Hawaii

…und auch im Yukon nicht. Schon doof, wenn man kleine Quarkstollen backen moechte. Daher wird das Internet befragt, wie man sich denn einen Quark herzaubern kann. Joghurt und Frischkaese mischen? Nein Danke. Saure Sahne oder griechischer Johurt? Auch nicht das gleiche, vor allem weil saure Sahne hier ja Sour Cream ist und fuer mich eher nach Ofenkartoffeln schmeckt. Dann bin ich auf eine andere Meinung gestossen, die sich so komisch anhoert, dass ich sie auf jeden Fall ausprobieren muss.

img_20161206_220443Man nehme am Abend ein Kaesetuch (oder besser noch einen -sack) und fuelle Joghurt hinein. Nun nur noch irgendwo aufhaengen, eine Nacht drueber schlafen und fertig sei der Quarkersatz. Wenn das mal keine Herausforderung ist! Gesagt, gehangen.

 

Froehlich tropft es vor sich hin um am naechsten Tag ist wirklich etwas Quarkaehnliches aus dem Tuch zu kratzen. Zu cremig fuer einen echten Quark aber das muss reichen.

Die Mini-Quarkstollen sind damit jedenfalls sehr gut gelungen. Jon isst keinen Zucker, daher habe ich sie mit Honig gesuesst und auf den Puderzucker verzichtet. Nach einem Tag ziehen lassen in einem Plastikbeutel haben sie genau richtig geschmeckt! Das Rezept mache ich schon jahrlang und es ist unter diesem Link zu finden. Jedes Mal lecker!

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16 kleine Stollen (ungefaehr zwei Bissen pro Stollen) kuehlen sich auf einem Backblech ab. Das haben sie sich auch verdient nach einem Bad in heisser Butter!

Vor einigen Jahren fragte mich mein Freund Beule „Was kommt nach Elch?“

Sein erwartungsvolles Grinsen verriet mir, dass dies wahrscheinlich ein Witz aus seinem Erzieher-Repertoire auf Grundschulniveau ist. Aber neugierig war ich trotzdem.

„Na was?“

„Nach Elch kommt Zwoelch!“

So weit so gut. Im Yukon kommt allerdings etwas anderes nach Elch. Und das ist ne Menge Arbeit. Erst muss das Tier ausgenommen werden, gehaeutet, das Fleisch kuehl, luftig und trocken gelagert werden, bevor das meiste dann erstmal eingefroren wird. Gestern hat Jon einen grossen Batzen Elch vom letzten Jahr aufgetaut. Und wir haben es zusammen verarbeitet.

Am Anfang war der Fleischwolf. Das Fleisch wird in kleine Stuecke geschnitten und durch den Fleischwolf gedreht. Dazu wird auch Rinder- oder Schweinefett zugemengt. Fett macht alles saftiger und ist ausserdem Geschmackstraeger.

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Auf einer Holzplatte ist ein grosser Fleischwolf vor einem Motor montiert, so dass man nicht kurbeln muss. Grosse Fleischstuecke kommen oben rein und vorne als Gehacktes raus. In einer Plastikwanne wird es zusammen mit dem Fett gesammelt.

 

Nun hat man schon fertig Gehacktes. Allerdings in einer grossen Plastikwanne, was fuer eine Lagerung nicht gerade vorteilhaft ist. Also geht es weiter zur naechsten Station, dem Vakuumiergeraet.

Man packe die gewuenschte Menge in einen Vakuumbeutel, plaziert ihn in die Maschine, Deckel zu, Knopf druecken und fertig. Raus kommt ein Beutel Elch-Gehacktes fuer den Kuehlschrank oder zum Wiedereinfrieren.

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Zwei Beutel Elch-Hack neben der rechteckigen Vakuum-Maschine.

Doch wir haben nicht alles zu Hack-Paketen verarbeitet. Waehrend ich freudig die Maschine bediene, faengt Jon an, eine Elch-Lasagne vorzubereiten. Davon gibt es leider kein Bild, die war zu schnell weggegessen. Aber wir haben noch etwas anderes hergestellt.

Endlich kann ich mit meiner deutschen Genetik auftrumpfen! Wir stellen Wuerste her. Fuer amerikanische Verhaetnisse untypisch: Sogar im Naturdarm! Die Daerme warten in einer kleinen Wasserschale darauf, ueber die Duese der Wurstpresse gestuelpt zu werden. In den grossen Zylinder der Presse fuellt man die gewuenschte Menge gewuerztes Hack und drueckt das ganze kurbelnd durch die Duese. Jon kurbelt, ich wurste. Das macht Spass.

Man muss aufpassen, dass der Darm feucht bleibt und nicht reisst. Und auch das Braet kommt nicht immer gleichmassig heraus, sodass man die Geschwindigkeit des Darmziehens staendig an die Wurstmenge anpassen muss. (Den Satz habe ich noch dreimal gelesen. Jedes Mal wurde er besser!!!)  Nachdem der ganze Darm gefuellt ist, unterteile ich die Megawurst in viele kleine Wuerstchen. Und dann moechte auch schon der naechste Darm gefuellt werden.

Was macht man als naechstes mit den kleinen Elchwuersten? Man sollte sie nicht gleich kuehlen, weil sie durch den nassen Darm doch sehr feucht sind. Also erstmal trocknen lassen. Im Idealfall an einem Ort, zu dem die Hunde nicht gleich unmittelbaren Zugriff haben.

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Familienzusammenfuehrung. Die Wurstketten haengen vom Elchgeweih an der Wand herunter.

 

Okay, ich gebs zu. Etwas makaber ist es schon. Man schiesst den Elch, schraubt das Geweih an die Wand, um es dann zum Trocknen der Elchwuerste zu benutzen, die man in Schweinedaerme gestopft hat. Aber es ist trotzdem verdammt lecker. Und ein gutes Gefuehl zu wissen, wo das Fleisch herkommt und wer es wie verarbeitet hat.

In Kanada ist es uebrigens verboten, Jagdfleisch zu verkaufen. Haeufig wird also unter Freunden hin- und hergeschenkt. Ich gebe dir Elchwuerste und nach der naechsten Jagd bekommst du von mir eingekochtes Karibou. So wird nichts schlecht und es gibt viel Abwechslung auf dem Speiseplan.

 

Der Mythos der trockenen Kaelte

Es ist dunkel. Und kalt. Und das ist auch gut so.

Als ich Anfang 2014 das erste Mal einen richtigen Winter erleben wollte in finnisch Lappland, konnte ich einen Kommentar nicht mehr hoeren. Er wurde ausschliesslich von Leuten geaeussert, die noch nie arktische Kaelte erlebt haben. Aber alle waren sich einig:

„Aber das ist ja eine trockene Kaelte, die laesst sich viel besser ertragen.“

Minus 30 Grad sind fuer mich 30 Kelvin unter der Temperatur, bei der Wasser gefriert… Wie bitte soll das denn nasskalt oder feucht sein? Klar ist hier nichts mehr fluessig, selbst die Nase hoert irgendwann auf zu laufen. Okay, das stimmt nicht. Die Nase laeuft staendig und man kann die Handschuhe oder noch besser Faeustlinge nicht dauernd zum Trockenputzen ausziehen, sonst werden die Haende super kalt. Die Devise lautet also je nach Laune Handruecken oder laufen lassen.

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Warum die Nase ueberhaupt laufen muss, das habe ich heute erst in Erfahrung gebracht. Gestern Abend habe ich bei frischen – 28 Grad Celsius das Beduerfnis verspuert, mich koerperlich zu ertuechtigen. Also raus an die frische Luft! Leider habe ich mich so sehr ertuechtigt, dass ich so lange gehechelt habe, bis die Luftroehre richtig gebrannt hat. Also schnell in den warmen Trailer zurueck. Kann man sich die Lunge erfrieren? Ohauaha. Uncool! Nach einiger Internetrecherche war ich aber beruhigt. Es ist fast unmoeglich, sich die Lunge zu erfrieren. Dafuer sorgt das ganze Geruempel, was zwischen Nase, Mund und Lunge installiert ist sehr gut. Was hat dann so weh getan?

Das Geheimnis ist, dass die Luft fuer die Lunge nicht nur warm sein muss, sondern auch sehr feucht. Sonst koennte man im Winter keine so schoene Atemwolken machen. Und diese Feuchtigkeit kommt aus den ganzen Schleimhaeuten aus Nase, Mund und Rachen – unter allen Umstaenden. Wenn nicht genug Feuchtigkeit vorhanden ist, wird den Zellen einfach Wasser entzogen. Und das brennt dann tierisch. Ich war also nicht angefroren sondern nur dehydriert. Also: Nicht nur im Sommer viel Trinken beim Sport, im Winter ist das fast noch wichtiger! Aber nur, wenn die Kaelte so richtig schoen trocken ist. 🙂

 

Amtlichen Bekanntmachungen zufolge geht die Sonne zur Zeit gegen 10 Uhr morgens auf und gegen 16 Uhr wieder unter. Dieser theoretische Ansatz stimmt aber nicht ganz, da der Horizont hier stark von Bergen bestimmt ist. Einige Taeler bekommen gar kein direktes Sonnenlicht zu dieser Jahreszeit. Bei uns dauert es ca. 45 Minuten laenger, bis die Sonne auftaucht und dementsprechend eher ist sie wieder verschwunden. Meine Frage dazu waere vor einem Jahr noch gewesen „Macht einen das nicht depressiv?“

Meine heutige Antwort: „Noe.“ In Deutschland bin ich zu dieser Jahreszeit auch im Dunklen zur Arbeit gefahren. Genauso dunkel war es auch, als ich wieder nach Hause kam. Die Blicke aus dem Fenster in der Zwischenzeit konnten daran auch nichts aendern. Jetzt habe ich zwar weniger Tageslicht zur Verfuegung aber ich kann es besser nutzen! Dick einmummeln, spazieren gehen, Sonnenlicht einfangen, Holz hacken, Pferde besuchen. Das Licht, wenn es da ist, ist ganz golden um den Wert zu unterstreichen. Die Berge sehen schon wieder ganz anders aus! Und die Kaelte laesst die Feuchtigkeit der warmen Luft an der Innenseite der Plane, die den Trailer umgibt, gefrieren. Ganz nach Schneegloeckchen, Weissroeckchen „malst Blumen und Blaetter, wie haben Dich gern!“ Endlich verstehe ich, was damit gemeint war! Eisblumen!

Gestern habe ich mich mit Jon zum Salsa einkochen getroffen. Er bekommt manchmal Kartons voller Gemuese von einem hiesigen Supermarkt geschenkt. Weil die es nicht mehr verkaufen koennen und Jon Huehner hat. Manches Gemuese ist aber ganz ehrlich zu schade um es an die Huehner zu verfuettern. Sei es, weil ein Netz Knoblauch gerissen ist oder eine Paprika vom Dreierpack angematscht, verkaufen laesst sich das nicht mehr. Also haben wir  die guten Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Paprika und Chilis aus Kartons gesammelt und scharfe Salsa-sosse eingekocht. Die guten ins Toepfchen, die schlechten ins Kroepfchen.

Bei der Aktion wurde mir ein Clamato-Bier angeboten. Bitte was? Muss eine mir unbekannte Marke sein. Fehlanzeige! Es ist eine kulinarische Entgleisung, die so skurril ist, dass ich sie super finde und sogar lecker! Es gibt hier Clamatosaft zu kaufen, was eine Mischung aus Clam und Tomato ist. Mmmh, Muschel-Tomatensaft! Gut schuetteln, zu gleichen Teilen mit Bier vermischen und bei Bedarf Tabasco hinzufuegen. Hoert sich wirklich ekliger an, als es ist!

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Von links nach rechts: Salsa, Clamato-Gebraeu in Tasse, Miller Bier, Muschel-Tomaten-Saft und Tabasco. Schoen, dass ich immer noch was lernen kann!

Zum Schluss ein kleines Suchbild: Finde die 5 Grad Celsius Unterschied! Ein Bild ist bei – 25 Grad Celsius und eins bei – 30 Grad aufgenommen worden. Endlich kann ich mir hier auch einen echten trockenen SchwEISsbart wachsen lassen! 🙂

 

Ok, kleiner Tipp: Die Mimik ist mir bei einem Bild gleich mit eingefroren 😀

Markenuebertragung

Manchmal gehe ich durch die Stadt und ueberlege mir, wie die normalen Szenen von hier im deutschen Kontext wirken wuerden. Es folgt eine kurze Markenuebertragung um die Gedankenspiele zu verdeutlichen.

 

  1. Jiffy Lube

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Einer von drei Oelwechseldiensten in Whitehorse. Man faehrt hin, laesst abschmieren und faehrt wieder. Sonst machen die nichts. Hier sind Oelwechsel hoch geschaetzt und ob der winterlichen Temperaturen wechselt so mancher Autobesitzer im Herbst die Oelsorte zu einer mit niedrigerer Viskositaet.

Wenn in Deutschland ein ausschliesslicher Oelwechseldienst aufmachen wuerde, wuerde ich mir als erstes denken „Lohnt sich das? Koennen die nichts anderes? Scheint nicht sehr kompetent zu sein.“ Der uebersetzte Name „Ruckzuck Schmiermittel“ hilft uebrigens auch nicht weiter.

Wir haben unseren Oelwechsel selbst durchgefuehrt, ruckzuck hin oder her.

 

2. Canadian Helicopters

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Wie der Name sagt. Kanadische Helikopter. Nicht mehr und nicht weniger.

Die Analogie waere hier Deutsche Helikopter. Kein freundlicher gelber ADAC-Rettungshubschrauber, nein ein deutscher Helikopter. Er ist deutsch. So deutsch, dass er immer fuenf Minuten zu frueh abhebt. So deutsch, dass er einen Beschwerdeknopf eingebaut hat, falls man beim Rundflug Herrn Schulz beim Rasenmaehen von 13 bis 15 Uhr beobachtet. Es ist schliesslich Mittagsruhe, wie in der Geraete- und Maschinenlaermschutzverordnung klar geregelt!!!

Aufgrund des Namens ist in nicht zu langer Zeit eine Intervention von Hans-Christian Stroebele zu erwarten, der die Hubschrauber oeffentlich diskreditiert, da ihn dieser Nationalstolz doch stark an die Nazizeit erinnert. Daraufhin verfuenffachen sich die Rundfluege ueber Sachsen.

 

3. Canadian Living

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Eine Zeitschrift, die der kanadischen Hausfrau hilft, die Familie mit den neusten Rezepten und Ratschlaegen zusammenzuhalten.

Der Gegenentwurf dazu: Deutsches Leben.

Finn Luca bringt eine Fuenf nach Hause in Werte und Normen. Thema Wahrnehmung und Vorurteile. Und dass, obwohl ihm sein Vater den Abend vorher noch eingepraegt hat, dass Vorurteile nur Verallgemeinerungen sind. Und Verallgemeinerungen sind generell falsch. Alle.

Also bekommt Finn Luca fuer eine Woche Internetverbot, damit er sich besser konzentrieren kann. Am Abend sieht der Arme aber so geknickt aus, dass sich alle einig sind, er habe seine Lektion gelernt. Er bekommt den WLAN-Zugang und ein Happy Meal von McDonalds, allerdings mit Apfelschnitzen statt Pommes. Strafe muss sein.

 

Und hier mein ungeschlagener Liebling:

4. Canadian Tire

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Eine Institution in Kanada. Sie nennen es General Store und es ist eine Mischung aus Baumarkt, ATU, Waffengeschaeft, Supermarkt und Haushaltswarengeschaft mit angeschlossener Autowerkstatt. Wenn man auf der Einkaufliste Motoroel, Farbe, Schrotflinten, Einmachglaeser, Reifen, Kuechenwaage, Katzenwaage und Schlafsack stehen hat: hier bekommt man alles. Und kann nebenbei noch den Keilriemen wechseln lassen, was bei jiffy lube ja leider nicht moeglich war.

 

Ich wollte nicht voreingenommen sein bei meinen Assoziationen zu „Deutscher Reifen“. Daher habe ich einfach die Google-Bildersuche bemueht und wurde nicht enttaeuscht. Das dritte Bild in der zweiten Reihe bestaetigte die schlimmsten Befuertungen.

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Das Bild ist am 31. Mai 1943 aufgenommen worden und traegt den Titel „Bukarest: 1. Staatsjugendtag, Bund Deutscher Mädchen, Reigen mit Reifen, Kreis, von oben“. Ein typischer deutscher Reifen(-Reigen) halt.

Ich fuerchte, es wird nie einen General Store in Deutschland geben…