Hühner

Küken – Woche 2,5

Die zweite Lebenswoche meiner gefiederten Freunde ist vollendet. Sie sind schon um einiges gewachsen und fedriger geworden. Vor allem hopsen sie, also wurde der Rand des Schwimmbeckens, in dem die Küken wohnen, erhöht und verschönert.

Bei den mir zugespielten, niedlichen Bildern fiel mir auf, dass sich die Federn der Küken ganz unterschiedlich entwickeln. Bei einer Internetrecherche stellte sich heraus, dass Hennen in den ersten Lebenswochen Schwanzfedern und rundliche, lange Flügel entwickeln, während angehende Hähne keine Schwanzfedern und eher eckige, kurze Flügel bekommen.

20200509_111847

Links lange Flügel und Schwanzfedern, rechts kurze Flügel und nur Plüsch am Poppes.

Nach diesen Kriterien habe ich die Hühnchen beäugt. Ich hoffe jetzt, dass ich recht habe und am Ende sieben oder acht Hennen behalten kann. Für eine genaue Bestimmung flitzen sie doch zuviel umher. Von 13 Küken wäre das doch eine gute Ausbeute.

Manche Hähnchen scheinen auch schon die passende Attitüde plus Kamm zu bekommen.

20200509_124139

Hähnchen Jumanji. Oder ist es der zukünftige Hahnibal Eggter?

Die Hühnerleute, mit denen ich gesprochen habe, sagten mir, dass man erst nach ein paar Monaten das Geschlecht sicher bestimmen kann. Also bin ich mal gespannt, ob meine Vermutungen bestätigt werden.

Hier noch ein paar niedliche Bilder:

Übrigens nimmt der zukünftige Hühnerstall auch schon Formen an. Das ausgesprochen gute Wetter der letzten Wochen trug viel dazu bei.

20200511_084736

Küken – Woche 1

Jetzt sind die Küken schon eine Woche alt. Wieder gesehen habe ich sie nicht, da ich nicht wieder in der Stadt war. Aber ich werde stets mit Bildern versorgt, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

IMG_20200428_134149

Murmeln im Wasserspender verhindern hoffentlich das Ertrinken der Küken.

IMG_20200428_134114_01

Lieblingsbeschäftigung der Küken ist Fressen und Wachsen.

IMG_20200429_173559

In den ersten Tagen bestand die Einstreu aus Küchenrolle. Angeblich ist das besser für die Beinchen und zu verstehen, was Futter ist und was nicht.

IMG_20200430_075934

Die Kinder basteln fleißig Möbelstücke aus Eisstielen für die Küken.

IMG_20200503_091916_01

Dieses Küken präsentiert stolz die ersten schwarzen Flügelfedern.

IMG_20200503_091916_02

Im Vergleich zu den ersten Tagen sieht der Futtertrog schon viel kleiner aus.

Wir haben angefangen, die zukünftige Behausung der Piepmätze zu errichten.

20200503_092746

Auf Paletten entsteht das Gerüst des zukünftigen, transportierbaren Hühnerstalls.

Angeblich sind schon alle Küken von den Kindern mit Namen versorgt worden. Doch in den Kommentaren des letzten Beitrags habe ich so geniale Namensvorschläge von Anne und Sebastian bekommen, dass ich wohl doch nochmal nachtaufen muss, wenn die Federwedel bei mir einziehen.

Habt eine gute Woche!

20200502_153253

Tauender Teich – von unserer gestrigen Wanderung.


Nachtrag:

Soeben erhielt ich die aktuellen Kükennamen samt Portraitfotos. Ich bin wirklich sehr glücklich, dass die Kinder so viel Spaß an der Pflege haben!

Schlüpfrige Angelegenheit

Ohne viel Geschwafel:

  • 38 Eier kamen in den Inkubator.
  • 18 Eier sahen nach zwei Wochen beim Durchleuchten vielversprechend/entwickelt aus und durften im Inkubator verbleiben.
  • 13 Küken sind am Wochenende geschlüpft.
  • Das erste Küken schlüpfte am Samstag zwischen 4 h und 7 h morgens.
  • Das letzte Küken wurde Sonntag gegen 18 h auf die Welt befördert.

Dass sich relativ wenig Eier entwickelt haben, führe ich darauf zurück, dass die Eier per Post verschickt wurden und vier Tage unterwegs waren bei morgendlichen Temperaturen unter -10 °C. Da kann eigentlich alles schief gehen. Leider war ich auf die Zeitschiene des Inkubator-Schulprojekts angewiesen und konnte mir daher keine wärmere Zeit aussuchen. Jetzt weiß ich: Entweder Eier aus der Gegend ausbrüten, oder im Sommer verschicken.

Jetzt ein paar Impressionen vom Schlüpfvorgang.

Nach ein paar Stunden sehen die Küken dann schon sehr niedlich aus, sind fluffig und neugierig.

Es ist wichtig, den Inkubator die ganze Schlüpfzeit über geschlossen zu lassen. So bleibt eine hohe Luftfeuchtigkeit bestehen, die verhindert, dass die Membran zwischen Schale und Küken austrocknet, schrumpft und das Küken vakuumverpackt.

Doch heute waren wir sicher, dass es sich ausgeschlüpft hat. Die Küken zogen daher um, von meiner Vermieterin zu… Marcs Familie. Mit Marcs Partnerin bin ich mittlerweile befreundet. Und seit sechs Wochen ist sie jetzt zu Hause. Alleinerziehend mit vier kleinen Kindern, ohne Pause. Sie fragte mich also, ob ich die Küken nicht als Anschauungs- und Beschäftigungsprojekt zur Verfügung stellen wolle.

Ein bisschen komisch finde ich es, dass ich Hühner aufziehe, aber bislang keine Arbeit damit habe. Aber die Beteiligten versichern eifrig, dass ich ihnen damit einen Gefallen tue. Na gut, warum eigentlich nicht.

Hier der Umzug und das neue Heim:

In der Stunde, die ich beim neuen Kükenheim verbrachte, waren vier Kinder mit der wohl wichtigsten Frage beschäftigt: Welchen Namen kann man den 13 Küken geben?

Zur Auswahl standen bislang: Ciel, Icycle, Banana, Jumanji, Brave, Storm. Allerdings waren die Küken auch die meiste Zeit am schlafen unter der gemütlichen Wärmeplatte. Ich habe mich gegen eine Wärmelampe entschieden, weil eine Wärmelampe eine nicht zu unterschätzende Feuergefahr darstellt, außerdem ein Vielfaches an Strom benötigt und die Küken immer im Hellen sind. Unter der Wärmeplatte ist es hingegen kuschlig und dunkel, wie unter dem Flügel der Glucke. Etwas Bedenken hatte ich schon, als es plötzlich mucksmäuschenstill war. Eigentlich piepen Küken doch ununterbrochen, oder? Also Wärmeplatte angehoben und nachgeschaut. Darunter lagen 13 ausgestreckte Küken. Tot?!

Nein, schon ertönten entrüstete Protestpieslaute. Dann halt wieder gute Nacht.

Ich hoffe, dass mir regelmäßig Bilder zugespielt werden, sodass ich euch auf dem Laufenden halten kann. Aber spätestens das nächste Mal, wenn ich in der Stadt bin, schaue ich vorbei. Dann sind die kleinen Dinosaurier bestimmt schon etwas lebhafter und stehen gern Modell für ein paar Aufnahmen.

Jetzt bleibt die Frage, mit wie vielen Hähnen aus 13 Küken stehe ich am Ende da? Bis zur Auflösung dieser Frage werden wohl noch etliche Wochen vergehen. 🙂

 

Nachtrag: Nach einem langen Nickerchen wurden die Küken dann doch noch sehr munter und machten alle Anwesenden sehr glücklich.

IMG_20200427_160144~2

Bunte Küken erkunden die Futterstelle.

IMG_20200427_155930~2

Drei Kinder und dreizehn piepsende Küken: So sieht Glück aus. 🙂

Eiertanz

Vor vier Tagen und 2250 km entfernt von mir wurden 38 Hühnereier gelegt, verpackt und an mich verschickt.

Vier Nächte lang verfolgten mich Träume von zerbrochenen und/oder gefrorenen Eiern. Eigentlich dachte ich, ich wäre gelassener. Irrtum, nicht in diesem Fall.

Heute wurde es ganz schlimm. Die Eierlieferung war einen Tag überfällig. In den schlimmsten Farben (ei-weiß?) malte ich mir aus, was alles schief gelaufen sein muss. Ich fing an, mir Alternativpläne auszudenken – woher könnte ich auf die Schnelle noch Eier beziehen, deren Brut mir zusagen würde?!

Da erhielt ich die Nachricht, dass meine Lieferung abholbereit sei. Ab in die Stadt!!!

20200403_170523

Mit Mund-Nasen-Schutz und einem großen Paket Eier auf dem Parkplatz vor der Post.

Eigentlich sollten meine Eier ja als Schulprojekt im Klassenzimmer ausgebrütet werden. Doch jetzt, wo die Schulen geschlossen sind, hat sich meine Vermieterin bereit erklärt, die Brutaufsicht zu übernehmen. Mit Sicherheitsabstand und Maske trug ich das Paket Eier hinter ihr her durch ihr Haus, bis zu dem Zimmer, in dem die Inkubatoren schon Probe liefen. Zusammen packten wir nach und nach aus. Alles war sehr vorbildlich verpackt; Jedes Ei umhüllt in Füllmaterial, Luftpolsterfolie, Eierkarton und Küchenrolle.

20200403_183751-2

Die Eierkartons sind gut verpackt – noch scheint nichts auszulaufen.

38 Eier wurden einzeln vorsichtig ausgepackt, bewundert und auf Risse untersucht. 38 Eier scheinen heil angekommen zu sein.

20200403_184850

Ein Potpourri aus bunten Eiern wartet auf einen Platz im Inkubator.

Wie schön die Eier doch aussehen! Sie haben vier verschiedene Farben und stammen von fünf verschiedenen Rassen.

  • Orpington (12 Eier): Der Hühnertraum meiner Kindheit. Geeignet für Ei- als auch Fleischproduktion. Unglaublich fluffiger Hintern! Legt hellbraune Eier.
  • Australorp (10 Eier): Die australische Weiterentwicklung des Orpington Huhns. Legt mehr hellbraune Eier, der Hintern ist allerdings ein bisschen weniger fluffig.
  • Ameraucana (6 Eier): Hühner mit Federbart, legen grün-blaue Eier.
  • Marans (6 Eier): Legen dunkelbraune Eier und sind angeblich freundlich und anspruchslos.
  • Brabanter (4 Eier): Tyrels Rassenwunsch, da sie laut ihm aussehen als könnte man sie als Charakter in einem Videospiel auswählen. Legen weiße Eier.

Die Eier müssen jetzt 24 Stunden mit dem dicken Ende nach oben zeigend ruhen. Angeblich soll das die Inkubationschancen erhöhen, denn die Luftblase im Ei, die sich beim Transport eventuell gelöst hat, kann sich so hoffentlich erholen.

Morgen geht’s dann los mit dem bebrüten. Und ab da dauert es 21 Tage bis zum Schlüpfen.

Wie viele Hühner ich am Ende haben werde, weiß ich nicht. Mit der Post gesendete Eier können gute, aber auch sehr schlechte Schlüpfraten haben. Es ist normal, dass sich nicht alle Eier voll entwickeln. Und leider sind auch Küken sehr anfällig für alle möglichen Leiden. Dazu kommt, dass ca. 50% der Küken Hähne werden und nicht behalten werden können.

Ich wollte gern neun Hennen und einen Hahn haben. Also rechnete ich mit 50% Schlüpf-/Überlebensrate und 50% Hähnen und schloss daraus, dass ich 36 Eier bestellen muss. Jetzt hab ich 38 Eier bekommen, für den Fall dass zwei Eier den Transport nicht überstehen. Aber alle sind heil angekommen.

Wie viele Hennen werde ich am Ende haben? Zwischen 38 und null ist alles möglich.

Ich bin so gespannt – Was für ein schöner Lichtblick! 🙂

Zu Hause

Ja, das Virus ist mittlerweile auch im Yukon angkommen. Bislang wurden vier Personen positiv getestet, doch die Auswirkungen haben wir schon deutlich vorher gespürt.

So ist das wohl in den Gebieten, die vom Touristenaufkommen abhängig sind. Quarantäne = keine Reisenden = kein Einkommen = Laden dicht. Tyrel ist schon knapp zwei Wochen arbeitslos. Ich arbeite noch, wohl wissend, dass Fluggesellschaften drastisch Personal einsparen müssen um zu überleben. Bislang trifft es die Arbeiter, die offensichtlich nichts mehr zu tun haben, da kaum noch Flüge durchgeführt werden und die Prognosen täglich schlechter werden. Ich hätte noch Arbeit um mich eine ganze Zeit damit zu beschäftigen. Aber wenn ich Direktor wäre, würde ich mich einsparen wenn es ums Überleben der Firma geht? Zu einer eindeutigen Antwort komme ich nicht.

Naja, es kommt ja eh wie es kommt. Solange wie ich kann, laufe ich eine Runde mit Arma zum Sonnenaufgang, schmeiße den Computer an inklusive mobilem Internet und arbeite.

20200321_080148

Dramatische Farben zur Morgendämmerung.

20200319_083316

Photovoltaikpaneele sorgen für austeichend Strom zur Tageszeit.

20200319_090722

Klapptisch, Klappstuhl, Klappcomputer, klappt alles.

Endlich beantwortet auch das Universum meine Frage, wie um Himmels Willen ich denn das mörderische Programm stemmen soll, das ich mir für dieses Frühjahr vorgenommen habe. Laufen ohne Ende, das Feld bereiten, Büsche und Bäume pflanzen, Hühnerstall bauen, Hühner aufziehen, noch mehr laufen. Das scheint plötzlich nach tollen Projekten und nicht mehr nach Aufgabe der kompletten freien Nicht-Arbeitszeit.

Egal wie sich die Situation entwickelt, jedenfalls wird mir erstmal nicht langweilig. Und jeden Tag aufs Neue bin ich unendlich dankbar dafür, dass wir in unserem kleinen Häuschen leben. Würden wir noch im alten Haus leben, hätten wir jetzt arge Existenzsorgen.

Also: Man darf ruhig auch mal auf seine scheinbar irren Eingebungen hören!

Diese Woche stehen noch 11 km auf der Laufagenda. Da schnüre ich doch gleich meine Laufschuhe. Egal ob mein Lauf abgesagt wird oder nicht, ich freue mich schon darauf, Ende Juni meinen Marathon zu laufen. Ohne andere Teilnehmer hätte ich auch echte Chancen aufs Siegertreppchen!

Passt auf euch auf! 🙂

Die naechste Gefluegelgeneration

Langsam aber sicher verlieren die Huehner- und Truthahnkueken ihre Niedlichkeit und gleichen eher Voegel-Teenagern. Hoechste Zeit, dass sie aus dem Brutzelt auf die Weide umziehen! Puenktlich dazu kam ein Flugzeug mit der naechsten Generation Huehnchen an. Das Zelt wurde gereinigt, der Propanheizer neu ausgerichtet und fertig ist die Kuschelhoehle fuer die ersten Wochen.

Donnerstag ist immer Markttag. Frueh morgens wird Gemuese geerntet und Pflanzen werden zusammengestellt, die verkauft werden sollen. Alles wandert in einen Anhaenger und wird dann am Marktstand huebsch praesentiert. Ich bleibe jedoch auf der Farm, arbeite und sehe nach dem Rechten. Das passt mir ganz gut, da ich so noch etwas von meinem Tag habe. Der Markt geht hier naemlich von 14 Uhr bis 21 Uhr! Tageslicht ist ja ausreichend vorhanden. 🙂

In Nordamerika ist man anscheinend freier, was die Gestaltung eines Vornamens angeht. Juniper, Taylor, Kale, Amber, Yarrow, Dawn und Aspen hoert sich ja wirklich ganz nett an. Aber eigentlich ist es so, als wuerde man seine Kinder in Deutschland Wacholder, Schneider(in), Gruenkohl, Bernstein, Schafgarbe, Daemmerung und Zitterpappel nennen. Doch eher ungewoehnlich in meinen Ohren, hier aber voll normal.

Gestern habe ich nachmittags einen Blick auf unser Thermometer geworfen und beschlossen, dass endgueltig Fruehlingsanfang ist.

IMG_20170602_173539

Das Thermometer zeigt knackige 45 Grad Celsius an! Ja, es befindet sich nicht ordnungsgemaess im Schatten, aber ueberrascht war ich trotzdem.

Ein Blick auf die Wetterbericht bestaetigte aber nur schlappe 16,5 Grad. Komischerweise kommen mir diese Temperaturen trotzdem waermer vor als in Deutschland. Aber da ich nicht langaermlig im unklimatisierten Buero sitze, kann ich es irgendwie voll geniessen. Nur jedes Mal, wenn ich mein Spiegelbild erblicke, bin ich ueber mein gebraeuntes Antlitz erstaunt. In meinen Gedanken bin ich naemlich noch kreidebleich und da ich nur selten in einen Spiegel sehe, vergesse ich meine neue Farbe auch bald wieder. Und meistens handelt es sich bei einem betraechtlichen Teil eh um externe Pigmente, wie der Mediziner auch gern zu Dreck sagt.

Aber was solls, mein schweinischer Kumpel Bobba schwoert auf Dreck als Sonnenschutz… und er muss es wohl wissen! 😉

Konfitür-Allüren

Es ist soweit, mit nur 2,5 Wochen Verspätung sind die Grundstücksbesitzer von ihren Reisen zurückgekommen. Ich kenne ja Leute, die fast immer spät dran sind. Und ich habe auch schon von der Redensart gehört „Komm ich heut nicht, komm ich morgen“. Aber 2,5 Wochen… Dafür wird so schnell kein deutsches Sprichwort erfunden werden.

Immerhin sind wir jetzt freier in unseren Planungen und müssen nicht zu bestimmten Zeiten zu Hause sein um Tiere zu füttern. Und die nächsten Tage wollen sie auch zwei oder drei Pferde holen um sie den Winter über am Haus zu haben. Bislang sind wir allerdings noch unbepferdet und machen lange Gesichter.

img_20160917_185717

Ja, Mister Ed trägt modische Crocs im Walmart!

 

Auch die restlichen Hühner sind nun über den Jordan geflattert. Jon hat eine Rupfmaschine von Bekannten geliehen, ein Gestell mit Grillrost, unter dem Gummifinger auf einer rotierenden Welle montiert sind. Die Finger tauchen aus dem Rost auf, greifen sich Federn und rupfen sie aus wenn alles gut geht. Damit ging das Ganze recht flott.

Trotzdem bin ich froh, dass die Masthühner fort sind. Die sind echt gruselig, picken den ganzen Tag unter. Am liebsten sich gegenseitig auf den Hintern, was zu einem toten Huhn alle paar Tage führt. Wahrscheinlich sind sie so gezüchtet worden, dass sie immer Hunger haben und dadurch fies werden. Legehennen sind mir lieber.

img_20160916_133352

Nach der letzten Dusche

 

Endlich haben wir auch den Trailer auf seinen Überwinterungsplatz schieben können! Bislang war noch eine Menge Kram im Weg von einer Frau, die auf dem Grundstück für eine Zeit lang gewohnt hat. Aber nach 2,5 Monaten hat sie es so weit weggeräumt, dass wir mit Truck und Trailer durchkamen. Super yeah! 🙂

Mit einem größeren Zaun-Streich-Projekt bin ich jetzt fertig geworden. Was macht man also als seriöse Yukon-Trailer-Bewohnerin im Herbst mit Freizeit?

Genau, man geht in den Busch und sammelt Cranberries. Leider wachsen die hier nicht an Büschen, sondern vereinzelt an kleinen Pflänzchen direkt auf dem Boden. Und sehr verstreut. Knapp drei Stunden intensives Beerensammeln verschaffte mir immerhin etwas Rot in meinem Dünsteinsatz für den Kochtopf.

Jetzt hatte ich also Beeren gesammelt… In der feststellen müssen, dass sie verdammt sauer sind und pur nicht allzu lecker in großen Mengen. Also besorgte ich mir ein paar Einmachgläser, Pektin, Apfelsaft und mischte nur soviel braunen Zucker unter die Masse, dass es nicht mehr super-sauer ist. Aber noch schön säuerlich. Genau richtig für mich. Und ein schöner Weg, die Sonne für den nahenden Winter einzufangen.

Bislang hatte ich nur einmal Konfitüre eingekocht… Ich war Pächterin eines Schrebergartens und unverhofft wurde der Stachelbeerenstrauch reif. Reif mit so vielen Früchten, dass ich lang genug versuchte, so zu tun, als wären sie gar nicht da. Aber zum Glück kam meine Freundin Lena zu Besuch. Zusammen plünderten wir den Strauch und verbannten die Früchte in Schraubgläser. War ganz schön lecker!

Was sonst noch lecker ist: Mein derzeitiges Lieblingsessen! Gebratener Speck mit gebackenen Bohnen. Mmmhhhmmm. Nicht kreativ oder gesund, aber geil! Natürlich streue ich noch ein wenig Käse drüber, aber das sollte selbstverständlich sein.

img_20160916_120036

Ich hoffe wenn ich es lang genug esse, wächst mir endlich ein Flanell-Holzfällerhemd über der deutschen Feldbluse… Aber dafür muss ich wohl noch ein paar Dosen platt machen.