Haare

Wieder da aus der Senke!

Alles neu macht der August – neuer Job, neuer Stellplatz vom Wohnwagen und neuerdings auch kein Richard mehr in Kanada zu Besuch.

Aber freundlicherweise gewaehrt uns der gute Richie einen Einblick in das, was er so alles im Yukon an Ein- oder auch Ausblicken gehabt hat.

Mit einem Mopped hat er fuer einen Monat des Yukon und auch Teile Alaskas unsicher gemacht. Wenn das nicht nach Postkartenbildern riecht!!!

Vor etwas ueber einem Jahr habe ich zudem meine Haarpracht gekuerzt – und zum Glueck nach einem Jahr daran gedacht, ein Vergleichsbild zu schiessen!

Fazit: Am Modestil hat sich nicht viel geaendert. Dunkle Hose, Guertel, schwarzes Tank Top und Bundeswehrhemd drueber. Die Haare sind wieder laenger aber insgesamt sehe ich… irgendwie geloester aus. Und… Ich habe ein Muttermal?! Ach nee doch nicht ^^

Nachdem ich jetzt schon die ersten Tage im neuen Job verbracht habe und das groesste Schlafdefizit vom Umzug nachholte, werde ich dann auch hoffentlich wieder oefteriger zum Schreiben kommen. Auch ueber den neuen Job 🙂

 

Fuchsige Frisur

Habt ihr schon mal einem Fuchs tief in die Augen geschaut? Es lohnt sich! Bislang hab ich sie eher als Hühnerdiebe oder potentielle Tollwutträger, die gerne mal vors Auto springen, betrachtet. Aber es sind wunderschöne Tiere, die ganz besonders schöne, ausdrucksstarke Augen haben.

Samstag haben wir unseren ersten Wandertag eingelegt. Nach nur zweieinhalb Stunden Fußmarsch (inklusive eines Bergpasses) waren wir auch schon da: unberührte Natur, traumhafte Seen, keiner da in Kanada. Das Auswerfen der Angel blieb leider erfolglos, am Ufer waren zu der Tageszeit nur kleine Fische zu sehen. Daraufhin haben wir die Angel beiseite gelegt und sind schwimmen gegangen. Ein kühles Vergnügen, aber nach dem Fußmarsch in Gummistiefeln durchaus belebend!

Als wir nach dem Wandern den Truck aufgetankt haben, schaute ein älterer Herr immer wieder zu uns rüber. Schließlich kam er zu uns mit dem bestmöglichen Gesprächsöffner: „Ihr seht so aus, als würdet ihr Hühner halten!“ Leider mussten wir ihn enttäuschten, aber wir waren auf dem Weg zu Deb, die Hühner hält. Also lud der freundliche Herr zwei Säcke Hühnerfutter auf die Ladefläche unseres Trucks. Die wollte er loswerden, weil er sie nicht mehr braucht.

Ich war etwas verwirrt ob der Situation aber Tyrel schaute mich an und sagte „Welcome to the Yukon!“ Na gut 🙂

In der nächsten Woche werden wir unser mobiles Heim bei Deb aufstellen. Sie hat eh jemanden gesucht zum Housesitting ab nächster Woche und wollte jemanden im Internet suchen, der mit auf das große Grundstück zieht. Und wir sind Freunde, also passt das alles umso besser 💟 Das heißt: Bald teile ich mir ein Grundstück mit 36 Masthähnchen, 20 Legehennen, 5 Hunden, einer Katze und 7 Pferden. Das klingt nach einer Menge Spaß und Abenteuer! 😊

In den letzten Wochen sind mir meine Haare wahnsinnig auf den Zeiger gegangen. Überall im Weg und nach einem Tag schon wieder fettig, was bemerkenswert ist, weil sie einen halben Tag davon zum Trocknen brauchen. Als ich vor fünf Jahren die Nachricht bekam, im Warmwalzwerk meine Ingenieurskarriere starten zu dürfen, dämmerte es mir, dass eventuell die Zeit gekommen ist, mich von meinen Dreadlocks zu trennen. Also sah man bei meinem Vorstellungsgespräch fast noch die Kopfhaut durchschimmern, so kurz waren die Haare damals. Seit dem ließ ich wachsen.

IMG_20160719_121855

Lang, fettig und unpraktisch. Also die Haare jetzt. 😝

Zeit, die alten Zöpfe abzuschneiden. Eine Dusche, Zopfgummi und Nagelschere später: Die moderne Frisur von heute. 💇

IMG_20160719_140120

Frisch gewaschen und voller Tatendrang 💪

Als ich nach dem Schneiden in den Spiegel geguckt habe, erwartete ich etwas Schlimmes. Aber irgendwie sind sie immer noch lang. Und jetzt kann ich sie auch mal offen tragen ohne befürchten zu müssen, die Knoten nicht wieder entwirren zu können. Trotzdem kann ich sie noch zum Zopf binden. Und all diese Features für umsonst (Allerdings ohne Kopfhautmassage, ich gebs zu). Was will man mehr?