Einkaufen

KitKat Knüller

Manchmal frage ich mich hier beim Einkaufen, ob es die ganzen verrueckten Innovationen, die mir hier unterkommen, auch in Deutschland gibt. Heute moechte ich kurz zwei Beispiele dazu geben:

  1. KitKat in allen Varianten
IMG_20170407_155806

KitKat in den Geschmacksrichtungen Klassisch, Minze, Keks und Sahne und dunkle Schokolade. Nicht im Bild: KitKat Orange.

Ist das ein internationales Ding oder wird das erstmal an den Geschmacksnerven der Nordamerikaner getestet? Ich mein KitKat mit dunkler Schokolade konnte ich mir noch vorstellen. Aber KitKat, die nach Oreo-Keksen schmecken? Gruen-marmoriertes KitKat mit Minzgeschmack? Oder gar KitKat Orange? Hmmm… da denke ich nochmal drueber nach.

Viel wichtiger allerdings das zweite Thema, was mir (nicht nur) am Herzen liegt:

2. Profilliertes Klopapier

klopapier

Links: Standardklopapier mit vereinzelter Puenktchen-Praegung. Rechts: Das neue Klopapier mit Rillen!!

Amerikanisches Klopapier scheint generell duenner zu sein. Das kann darin begruendet liegen, dass laut einer Klopapierstudie die Amerikaner das Klopapier lieber knuellen, waehrend die Deutschen vorwiegend Klopapierfalter sind. Bei Knuellern kann das Papier ruhig eher duenn und weich sein, Falter brauchen dahingegen die Reissfestigkeit, um nicht an der Hand proberiechen zu muessen.

Wie auch immer, Tyrel zeigte im Supermarkt auf das oben abgebildete Vergleichsbild und sagte zum herkoemmlichen Klopapier „standard tire“ (normaler Reifen) und zum profillierten Papier „mud tire“ (Schlammreifen). Ich verstand die Argumentationskette, die aus 4 Worten bestand und das Klopapier landete erst im Einkaufswagen und schliesslich in unserem Kompostklo.

Und ich muss sagen, dass es mir wirklich gut gefaellt. Obwohl ich manchmal knuelle und manchmal falte (ganz nach Laune), arbeitet es wirklich sauber (hoehoe).

Dann schaue ich ganz sinnierend in die prall gefuellte Schuessel und frage mich, ob mir das in Deutschland auch passiert waere. Oder ob ich irgendwann so werde wie mein ausgewanderter Grossonkel, der felsenfest behauptet, Deutschland ist nicht verkommen, da es immernoch Glaeser mit Blutegeln in jeder Apotheke gibt. Dass ich diesen Umstand verneinte, erklaerte er damit, dass ich eben keine Ahnung habe. Na gut. Vielleicht auch besser so. Wenn ich es wuesste, wuerden mir die Egel naemlich leid tun.

Apropos: Fuchs Louie scheint gut durch den Winter gekommen zu sein. Seinen dicken Wintermantel hat er aber zur Sicherheit noch nicht zurueck in den Schrank gehaengt.

In diesem Sinne: Frohes Knuellen oder Falten! 🙂

Advertisements

Einkaufen im Ahornland

Auch im Supermarkt gibt es hier kleine aber feine Unterschiede zum gewohnten Einkaufen in Deutschland.

Zum einen ist es ungewohnt, dass an der jeweiligen Ware der Nettopreis angebracht ist. Wer manchmal in der Metro einkauft, kennt das bereits. Der Nettopreis ist der eigentliche Preis der Ware, jedoch kommt noch die Mehrwertsteuer von 5% obendrauf an der Kasse. Mit abgezaehltem Kleingeld einkaufen erfordert also ein bisschen mathematische Kopfarbeit.

Was als naechstes ins Auge faellt: Fast alles scheint im Angebot zu sein. Allerdings bedeutet das nicht wie in Deutschland, dass die Ware einfach uneingeschraenkt reduziert ist. Man muss das Kleingedruckte auf dem Preisschild lesen, was meist eine Bedingung enthaelt.

Durch das Gruppen- oder limitierte Angebot entfaellt auf den Werbungsanzeigen auch das „Abgabe nur in haushaltsueblichen Mengen“. Ist ja alles geregelt. An der Kasse wird erst alles gescannt und dann zum Ende der Kassenzettel ausgespuckt. Der Computer hat mittlerweile alle Waren sortiert und die jeweiligen Rabatte danebengeschrieben und abgezogen.

Fuer eine weitere Verwirrung meinerseits sorgte anfangs der Umstand, dass ich zu wenig Wechselgeld erhielt. Ich sollte $1,99 zahlen, gab eine $2-Muenze und erhielt nichts weiter als ein Laecheln und einen gewuenschten schoenen Tag von der Kassiererin.

Meinen Mann schien das nicht zu stoeren, also sprach ich ihn auf dem Weg zum Auto darauf an. Die Erklaerung ist denkbar einfach: Kanada hat im Jahr 2013 die Pennies abgeschafft. Die kleinste Muenze im Umlauf ist jetzt die 5-Cent-Muenze mit Biber. Das Ganze hat den Hintergrund, dass die Produktionskosten fuer einen Cent hoeher waren als der Wert der Muenze. Jetzt wird bei 1 und 2 Cent einfach abgerundet und bei 3 und 4 Cent aufgerundet. Wenn man sich da erstmal dran gewoehnt hat, ist das super praktisch und das Muenzfach im Portemonnaie quillt auch nicht mehr so schnell ueber.

Was mich aber am meisten verwundert hat im Kanadischen Supermarkt ist in der Tiefkuehlabteilung zu finden. Die Auswahl an Tiefkuehlpizzen ist wie erwartet ueppig, doch der Hersteller der meisten Variationen ist…. der gute alte Dr. Oetker!

Mit Sorten wie Giuseppe (duenner Teig und aufgehender Teig), Ristorante (duenner Teig und extra duenner Teig), Casa di Mama und weiteren Produktlinien klingt das ganze dann doch eher etwas italinenisch. Doch die Pizzen werden tatsaechlich in Deutschland hergestellt und dann hier hergeschifft. Schwer vorzustellen.

Noch mehr verwundert hat mich dann aber die Pizza der billig-Hausmarke, President’s Choice. Sie sieht auf den ersten Blick sehr kanadisch aus, jedoch verraet ein genauerer Blick auf die Pappschachtel, dass auch diese Pizza in Deutschland hergestellt und eingefroren wurde.

img_20170213_181929

Dicker Teig, Peperoni-Salami und Kaese kennzeichnen die guenstige Pizza der Hausmarke. Trotzdem: Product of Germany!

Haben wir in Deutschland die besten Tiefkuehlpizza-Fabriken oder sonst irgendwelche Marktfuehrereigenschaften, von denen ich nichts wusste? Jedenfalls… irgendwie irre. Verschwoerungstheorien dazu sind herzlich willkommen!

Einkaufsliste

10 Dinge, die wir in den letzten Tagen käuflich erworben haben:

1. Ein Truck. Vor einer Woche hätte ich als Beschreibung noch gesagt: Ein großer, blauer mit schwarzer Motorhaube, der beim Fahren so schön blubbert, dass man fast kichern möchte. 🙂 Heute weiß ich: Es handelt sich um einen 1994er GMC Sierra 1500 mit 5,7 Litern Hubraum und 190 PS (140 kW für alle SI-Fetischisten).
Ein netter Truck. 🙂 Als ich die Anzeige im Internet gesehen habe, habe ich gleich gesagt, dass ich dabei ein gutes Gefühl habe.

2. Ein Trailerrrr, bzw Campinganhänger. Er ist 19 Fuß lang (wie lang das auch immer in vernünftigen Maßen sein mag). Mein Mann kann zwar nicht aufrecht drin stehen, ansonsten ist er aber genau richtig. Also mein Mann jetzt. Und der Trailer auch 🙂 Die Anzeige habe ich sogar selbst rausgesucht!

3. Eine Tüte Cheetos. So ne Art Käseflips denke ich mal. Habe immer die Anspielung namens Cheesy Poofs bei South Park angehimmelt. Cartman durfte sogar einmal den Jingle dafür singen, oder?

4. Ein Paar braune Billigcrocs von Walmart. Meine Latschen hätten den Koffer gesprengt. Und so hässlich sie sind, so praktisch sind sie auch! Wem werde ich denn jetzt noch groß begegnen im Yukon? 😉

5. Zwei Rollmatratzen. Weil es doch schöner ist, auf etwas Neuem zu schlafen. Der Camper hat zwar zwei übereinander gestapelte Einzelbetten, wir werden uns allerdings auf der umgebauten Essecke betten. Wenn man schon verheiratet ist, kann man auch mal nebeneinander schlafen.

6. Fünf volle Benzinkanister. Man weiß nie so genau, wann die nächste Tankstelle kommt. Und wenn man in Flammen aufgehen sollte, dann doch bitte wie bei „Alarm für Cobra 11″.

7. Radlagerfett und WD40. Bevor man eine lange Reise macht und auch sonst: “ Denke imma daran: Mittem Öl nich spaarsam sein!“ Diese Regel zieht übrigens nicht, wenn das Bereitschaftswochenende naht und man mehr als 800 Liter Öl pro Schicht in eine Ölanlage kippen muss. Aber das ist eine andere Geschichte ^^

Impressionen aus dem Baumarkt

8. Gummistiefel für mich. Im schmucken Tarnmuster aus Neopren. Für viel Matsch und wenig nasse Füße.

9. Ein Gewehr, Norinco M305 inklusive Munition und Halter für die Optik.

10. Noch mehr Burger. Dieses Mal mit Ei und wieder gratis Internet ^^

IMG_20160706_154723.jpg

Faaaatburger, Baby 🙂

Und jetzt geht es auf in den Norden. 2000 km. Hi hi! 🙂