Edmonton

Einkaufsliste

10 Dinge, die wir in den letzten Tagen käuflich erworben haben:

1. Ein Truck. Vor einer Woche hätte ich als Beschreibung noch gesagt: Ein großer, blauer mit schwarzer Motorhaube, der beim Fahren so schön blubbert, dass man fast kichern möchte. 🙂 Heute weiß ich: Es handelt sich um einen 1994er GMC Sierra 1500 mit 5,7 Litern Hubraum und 190 PS (140 kW für alle SI-Fetischisten).
Ein netter Truck. 🙂 Als ich die Anzeige im Internet gesehen habe, habe ich gleich gesagt, dass ich dabei ein gutes Gefühl habe.

2. Ein Trailerrrr, bzw Campinganhänger. Er ist 19 Fuß lang (wie lang das auch immer in vernünftigen Maßen sein mag). Mein Mann kann zwar nicht aufrecht drin stehen, ansonsten ist er aber genau richtig. Also mein Mann jetzt. Und der Trailer auch 🙂 Die Anzeige habe ich sogar selbst rausgesucht!

3. Eine Tüte Cheetos. So ne Art Käseflips denke ich mal. Habe immer die Anspielung namens Cheesy Poofs bei South Park angehimmelt. Cartman durfte sogar einmal den Jingle dafür singen, oder?

4. Ein Paar braune Billigcrocs von Walmart. Meine Latschen hätten den Koffer gesprengt. Und so hässlich sie sind, so praktisch sind sie auch! Wem werde ich denn jetzt noch groß begegnen im Yukon? 😉

5. Zwei Rollmatratzen. Weil es doch schöner ist, auf etwas Neuem zu schlafen. Der Camper hat zwar zwei übereinander gestapelte Einzelbetten, wir werden uns allerdings auf der umgebauten Essecke betten. Wenn man schon verheiratet ist, kann man auch mal nebeneinander schlafen.

6. Fünf volle Benzinkanister. Man weiß nie so genau, wann die nächste Tankstelle kommt. Und wenn man in Flammen aufgehen sollte, dann doch bitte wie bei „Alarm für Cobra 11″.

7. Radlagerfett und WD40. Bevor man eine lange Reise macht und auch sonst: “ Denke imma daran: Mittem Öl nich spaarsam sein!“ Diese Regel zieht übrigens nicht, wenn das Bereitschaftswochenende naht und man mehr als 800 Liter Öl pro Schicht in eine Ölanlage kippen muss. Aber das ist eine andere Geschichte ^^

Impressionen aus dem Baumarkt

8. Gummistiefel für mich. Im schmucken Tarnmuster aus Neopren. Für viel Matsch und wenig nasse Füße.

9. Ein Gewehr, Norinco M305 inklusive Munition und Halter für die Optik.

10. Noch mehr Burger. Dieses Mal mit Ei und wieder gratis Internet ^^

IMG_20160706_154723.jpg

Faaaatburger, Baby 🙂

Und jetzt geht es auf in den Norden. 2000 km. Hi hi! 🙂

Gelandet ohne Gilette

So, jetzt ist es 9 Uhr morgens hier.

Gestern sind wir gegen 22:30 h in Edmonton gelandet und wurden freundlich abgeholt und empfangen von einem guten Freund meines Mannes. Nachdem wir den Papierkram aufgrund des fehlenden Koffers erledigt haben, sind wir ca. 15 Minuten nach Hause gefahren. Wir haben ein schoenes Zimmer mit Doppelbett und Badezimmer in einem generischen Vorort-Haeuschen gewonnen ^^

Zum Fruehstueck gab es eine Schuessel Cheerio-Cornflakes mit Schoko-Mandelmilch und dazu Orangensaft und Tee.

Der Flughafen hat eben schon angerufen, mein Koffer konnte sich schweren Herzens von Paris trennen und ist jetzt auf dem Weg nach Toronto. Morgen frueh muesste er ungefaehr hier angekommen sein und ich kann ihn abholen.

Beim Umsteigen im Shuttlebus in Paris habe ich noch gesehen, wie einem Mitreisenden die Gesichtszuege entglitten sind. Er musste im Shuttle mit ansehen, wie sein Koffer von einem Gepaeckfahrzeug gefallen ist und schnell Abschied nehmen von einer unkomplizierten Reise. Da habe ich mich gefragt, wie ich wohl reagiert haette. Jetzt weiss ich: ich haette die Eskapaden meines Reisegepaecks schon lieber live gesehen, anstatt ewig am Gepaeckband zu warten.

Schoenster Moment in Kanada bisher: In Edmonton vor mir an der Gepaeckreklamation war eine stylische Frau, ungefaehr Anfang 20. Sie war eher zierlich, suedlaendischer Hauttyp und hatte gruene Straehnen in ihrer schwarzen Kurzhaarfrisur. Die schwarze Brille passte gut zum schwarzen Minikleid und den schwarzen Stiefeln. Und… sie hatte unrasierte Beine!!! Nein, keine Stoppeln, sondern eher einen Teppich. Etwas, was in Deutschland sehr untypisch ist, wenn man nicht gleich mit Kandidaten von Schwiegermutter gesucht oder Schwer verliebt gleichgestellt werden will.

Dabei sind es doch nur Haare, die da wachsen. Und die wachsen da halt nun mal. Und warum rasiert man sich die Beine? Weil man das so macht. Sagen alle. Ansonsten isses doof.

Noe. Wenn ich in einem Land leben kann, in dem man der Rasierklingenindustrie ein Schnippchen schlagen kann, ohne sich mit Vera Int Veen vor laufender Kamera fuef Stuecke Sahnetorte reinziehen zu muessen, will ich das gerne tun! 🙂