Alltag

Und Tschüß!

Die letzten Wochen war es hier leise. Wir waren/sind am rotieren. So viele Sachen müssen noch fertiggestellt werden vor dem Winter.

Und… unseen Jagdurlaub wollen wir uns auch nicht nehmen lassen! Wer sich jetzt fragt, warum wir unverschämterweise mehr als zwei Wochen Urlaub haben: Tyrel kann als Lohnempfänger leicht unbezahlten Urlaub bekommen wenn seine Schichten anders abgedeckt werden können. Und ich kann 40 Überstunden tatsächlich gegen eine Woche Urlaub eintauschen!

Aber nun, ich muss noch den letzten Rest packen und in einer Stunde müssen wir schon los!

Es folgen ein paar Bilder der letzten Zeit.

 

Auf bald! 🙂

 

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Endspurt

In einer Woche muss unser Umzug bereits geschafft sein. Bis dahin komme ich bestimmt nicht mehr dazu, hier ein Update reinzustellen. Daher nutze ich einfach die Gunst der Stunde jetzt: Heute steht uns Arbeit ohne Ende bevor und Tyrel schlummert noch selig neben mir. Hier kurz zu ein paar Bereichen unseres Lebens:

Gesundheit

Die Hühnersuppe hat ihre Dienste verrichtet und wir beide konnten mit 1,5 Tagen Ruhe eine Erkältung abwenden.

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Ein Trog voller würziger Hühnersuppe.

Seit zwei Tagen habe ich Nacken und kann meinen Kopf weder nach oben noch groß zu den Seiten bewegen, was auch nicht sonderlich hilfreich ist. Aber immerhin hängt er noch am Rest des Körpers, also will ich mich nicht zu sehr beschweren.

Hausfortschritt

Die Fassade ist fertig und bemalt, der Boden ist einzugswürdig, die Decke vorhanden und gestrichen. Außerdem haben wir eine Treppe.

Einen Rückschlag hatten wir auch, an einer Stelle war die Wand undicht und Wasser lief herein. Zum Glück stellte sich heraus, dass nur die Fenster noch nicht richtig mit Silikon abgedichtet waren. Das Wasser kam durch den Bauschaum hinein. Jetzt ist alles dicht und kein Problem mehr.

Strategie

Zum Glück habe ich Tyrel vor ein paar Tagen überzeugen können, dass a)tens es Irrsinn ist, jetzt noch nebenbei einen Schuppen bauen zu wollen anstatt die Kräfte auf unser Haus zu konzentrieren und b)tens wir auch wirklich keinen Kies selbst schaufeln und durch die Gegend fahren sollten. Eine Ladung haben wir wir nämlich selbst geholt. Es dauert ewig und gerade viel kommt nicht bei rum.

Also griff ich zum Portemonnaie und bestellte zwei Kieslaster sowie kaufte ein Garagenzelt. Also ein Zelt, das eigentlich dafür gedacht ist, sein Auto darin zu parken. Wir brauchen es als Werkstatt.

Ausblick

Das Haus komplett fertigstellen werden wir irgendwann, wenn wir bereits darin wohnen. Das macht aber gar nichts; für zwei Monate und zwei Arbeiter, die nebenbei noch ihren Vollzeitstellen nachgehen, sind wir schon wir gekommen. Komfortabler als zelten ist es auf alle Fälle.

Unser Plan:

  • Innenwände anbringen
  • Lattenrost basteln und mit Matratze rein in die Bude
  • Arbeitsplatte mit Waschbecken bauen
  • Haus umziehen und Garagenzelt aufbauen
  • Unseren Kram umziehen
  • Das alte Haus putzen
  • Fertig

Mal sehen, wie alles klappt. So oder so sind wir in einer Woche draußen. Mit wenig Schlaf werden wir das schon schaffen. Bis jetzt hat alles irgendwie geklappt.

Arma

Derzeit sind alle Pfoten und Schultern heil. Sie hinkt nicht, hat mittlerweile aber gelernt zu bellen. Zum Glück macht sie das ausschließlich, wenn sie uns vor etwas warnen möchte, was ihr nicht geheuer ist. Bären, unbekannte Menschen im Feld, ein Rabe auf der Einfahrt.

Unser neues Land gefällt ihr gut. Dort gibt es noch nicht enden wollende Quellen von knusprigen Pilzen und Hagebutten, die sie direkt vom Rosenbusch frisst.

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Ein lecker getrockneter Pilz wurde von Hündin Arma aufgespürt.

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Durch eine hagebuttenreiche Diät wood Arma wahrscheinlich gut mit Vitamin C versorgt.

So meine Lieben.

Seht es mir bitte nach, wenn ich in den nächsten zwei Wochen keine E-Mails beantworte. Ich lese alles und freue mich, aber schaffe es beim besten Willen zeitlich nicht zu antworten. Daher dieser Beitrag, damit alle wissen, dass wir noch guter Dinge sind. Nur schwer beschäftigt.

Habt eine gute Zeit!

Kurz und knapp

Heute folgt ein Mini-Update, da nicht viel geschehen ist, ich die woechentliche Serie aber nicht einreissen lassen will.

Nachdem fertig isoliert wurde, haben wir die Dampfsperre an die Waende, sowie die Membran an die Decke von innen angebracht.

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Dampfsperre (durchsichtiges Plastik) an den Waenden und Membran fuer Wasserdampf-Abgabe nach draussen an der Decke. 

Nachdem ich alles getackert, geschnitten, und geklebt habe, war die Ansicht folgende:

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Alle Uebergaenge und Ueberlappungen von Membran und/oder Folie zu Holz sind mit rotem Kontruktionsklebeband abgedichtet.

Und das wars auch schon fast mit dem Fortschritt. Auch Tyrel musste einsehen, dass man Sperrholz schlecht alleine anbringen kann und brach nach 1,5 befestigten Platten ab.

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Zwei Platten zieren die Aussenwand unseres zukuenftigen Hauses.

Den Rest der Woche sahen wir uns kaum, da Tyrel abends und ich morgens gearbeitet haben. Eher unguenstig fuer Arbeiten, die man nicht alleine verrichten kann. Ausserdem ist Tyrel leicht erkaeltet und ich haette gerne, dass es bei der leichten Erkaeltung bleibt und nicht in eine Grippe ausartet.

Daher koche ich heute eine goldgelbe Huehnersuppe, die wir morgen verzehren werden. Und ich stelle mir vor, dass wir von der Suppe so gut gestaerkt sein werden, dass wir dann wieder voll durchstarten koennen! Wahrscheinlich hilft auch, dass wir wieder gemeinsame Freizeit haben. 😉

Hier, habt zum Ausgleich des kurzen Beitrags ein Tierbild:

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Arma vor ihren beiden Pferdekumpels.

Habt ein gutes Wochenende!

Nensterchen

Es war einmal ein Dach. Das sass friedlich auf einer Wand. Doch dann erkannten sie, dass sie nackt waren. Sie hefteten Membranlagen zusammen und machten sich einen Schurz.

So oder so aehnlich lautet die Schoepfungsgeschichte der letzten Woche. Oder sollte ich sagen Erschoepfungsgeschichte? Nein nein, es ist immer noch viel zu tun – keine Muedigkeit vorschuetzen!

Wir waren stehengeblieben beim fertigen Dach. Freitag sollte es weiter gehen. Leider endete der Abend jedoch in einem Besuch beim tieraertzlichen Notdienst. Ein ungluecklicher Sprung von Arma hat ihre Vorderpfote verletzt. Zum Glueck ist nichts gebrochen und in ein paar Wochen sollte alles wieder einwandfrei verheilt sein.

So viel Aufregung liess mich am Samstag bis 13:48 h im Bett verweilen. Danach war ich zum Baeren… aaeh Beerenpfluecken verabredet. Was fuer ein Spass! Der oertlichen Beerenfarm stehen im Gegenteil zu Deutschland keine Arbeitskraefte zur Verfuegung, die aufgrund des Wohlstandgefaelles guenstig von morgens bis abends fleissig unter Mindestlohn alles abpfluecken. Selbst die Grenze zu Mexico ist hier knapp 5000 km entfernt. Wie pflueckt man also moeglichst viele Beeren ohne Personal zu bezahlen? 

Ganz einfach: Man ruft Tage zum Selbstpfluecken aus (U Pick). Statt fuer die Beeren zu zahlen, die die fleissigen Pfluecker erbeutet haben, muessen sie die Haelfte an den Besitzer des Feldes abgeben. Der friert die Beeren zunaechst ein und moechte spaeter Getraenke daraus brauen und die dann in Japan vermarkten. In Japan sind die haskap berries naemlich der letzte Schrei (zu deutsch blaue Heckenkirsche). Sie sollen voller Antioxidanzien sein. Ausserdem schmecken sie lecker.

Da ich mit zwei Freunden pfluecken war, blieb mir am Ende ein Sechstel der Gesamternte (klingt irgendwie nach ner Matheaufgabe aus der fuenften Klasse, oder?). Von dem Sechstel wurde am selben Abend die Haelfte von Tyrel und mir inhaliert. Und am Sonntag teilte ich die uebriggebliebene Haelfte wiederum in zwei Teile, wovon ich einen Teil fuer spaetere Naschereien aufhob und den anderen in Konfituere verwandelte.

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Intakte haskap berries neben aufgekochten haskap berries auf dreckigem Herd.

Die Naschbeeren wurden am Montag dezimiert und auch die Konfituere ist schon 1/8 weniger geworden.

Rechnet ihr noch mit?! Ich versuche nur zu helfen fuer den Fall, dass ihr auch mal ein Haus in inch bauen wollt! 😀

Wer mitgerechnet hat wird erkennen, dass ich, gemessen an der eingefahrenen Beerenernte deutlich zu wenig Beeren zu Hause habe!!! Ich verzweifle nicht und hoffe jetzt darauf, dass dieses Wochenende wieder Beeren gepflueckt werden duerfen.

Neben den Beeren gab es auch noch mein Nebenprojekt, das Haus. Hihi.

Freitag: Nottierarzt in der Stadt.

Samstag: Beeren und Starkregen.

Kommen wir zum Sonntag. Es regnet munter und mit nur wenigen Nieselpausen, aber wir haben dennoch eine Beschaeftigung gefunden: Den trailer umstellen. Fuer die Arbeiten an den Aussenwaenden steht uns am aktuellen Standort eindeutig zu wenig Platz zur Verfuegung. Also heisst es Reifendruck ueberpruefen, trailer abbocken, Truck samt neu eingebauter Kupplung und staerkerem Federpaket positionieren, trailer mit Truck kuppeln, und lotsen.

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Unser Ford F-250 mit Haus im Schlepptau.

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Haus am neuen Standort auf offenerer Flaeche.

Irgendwas war noch los am Sonntag aber ich kann mich nicht mehr erinnern *kratzkratz*.

Am Montag taetigen wir unsere Stadterledigungen. Am Abend teilt sich die Wolkendecke, was wir gleich ausnutzen. Zum Feierabend habe ich lange Arme, aber das Haus sieht verdammt anders aus!

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Unser Haus ist mit Membran umwickelt.

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Auch im Innenraum stellt sich langsam ein Raumgefuehl ein.

Dienstag nach der Arbeit schaffen wir es auf wundersame Weise, alle Fenster einzubauen. Ausserdem fange ich an, die Waende von innen zu isolieren.

Nach diesem langen Dienstag habe ich einiges an Schlaf nachzuholen, was ich Mittowoch und Donnerstag versuche zu tun (mir aber nicht gelingt, ich bin immer noch muede!).

Zwischen Arbeit, Erledigungen in der Stadt, Kochen, Haushalt und Schlaf schneiden wir fleissig die Glasswolle-Isolierung zurecht und stecken sie in jede Ritze der Waende.

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Ein Foto waherend des Isolierungsprozesses.

Die naechsten Arbeitsschritte sind, die Dampfsperre auf die Innenwaende zu tackern, den Holzboden von der schuetzenden Plastikfolie zu befreien und zu behandeln, und ausserdem Sperrholzverkleidungen ohne Ende zuzusaegen und anzuschrauben. Innen und Aussen.

Ein weiterer Plan, fast genauso wichtig: Haskap berries pfluecken!!! Der Winter naht. Heute musste ich zum ersten Mal seit Mai morgens um 4 Uhr mein Fernlicht einschalten um besser zu sehen. Die dunkle Jahreszeit ist auf dem Vormarsch.

Auf jeden Fall bin ich echt froh, dass das Haus langsam aber sicher Formen annimmt. Ende diesen Monats ziehen wir aus – so oder so.

Habt ein gutes Wochenende! 🙂

Und dann die Waende… zum Himmel… komm lasst uns froehlich sein!

Freitagnachmittag.

Das Wetter ist gut – der Boden wurde Donnerstagmorgen von Tyrel fertiggestellt, waehrend ich arbeiten war. Theoretisch koennten jetzt also die Waende gebaut werden. Jedoch habe ich bislang darauf verzichtet, die Plaene zu detailliert zu entwerfen. Es waren mir zu viele Unbekannte darin. Wie hoch ist der gesamte Boden tatsaechlich? Wir hoch ist das Profil des Metalldaches; und wie wollen wir das Dach letztendlich konstruieren? Wie viele Fenster haben wir gebraucht guenstig erstehen koennen, welche Masse haben sie und wo wollen wir sie letztendlich einbauen? Koennen wir unseren Plan einhalten, innerhalb der genehmigungsfreien Anhaengerhoehe zu bauen?

Einige Stunden lang messen wir, kritzeln wir, diskutieren wir. Messen nochmal, diskutieren weiter, zeichnen, streichen durch, halten Massbaender in die Luft und stellen uns daneben. Krabbeln unter Tische, um zu sehen, ob wir mit der simulierten Hoehe des Lofts zurechtkommen wuerden.

Am Ende steht ein genereller Plan. Wir werden fuer den Transport des Hauses keine spezielle Genehmigung wegen Uebergroesse benoetigen. Trotzdem kann Tyrel aufrecht stehen. In dem Wohnwagen, in dem wir ein gutes Jahr gelebt haben, musste er gebueckt stehen. Zum Aufrichten der Wirbelsaeule stand nur eine kleine Lueftungsoeffnung zum Aufkurbeln zur Verfuegung. Oder halt die grosse Welt vor der Haustuer. Jetzt wird er zwar im Haus nur innerliche Freudenspruenge veranstalten koennen, aber komplettes Aufrichten sowie schnelles Gehen sollten unfallfrei zu bewerkstelligen sein.

Samstagmorgen.

Tyrel arbeitet. Ich widme mich dem Haushalt und anschliessend dem Modell unserer Inneinrichtung, das ich ein wenig an unsere gestrigen Diskussionen anpasse.

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Herunterblickend vom Loft: Links Couch und Holzofen, rechts Kueche und Tisch.

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Blick von der Eingangstuer in unser kleines Haus. Rechts hinten eine Treppe, die zum Kriechloft fuehrt. Wie gut, dass wir meist liegend schlafen.

Samstagnachmittag.

Wir fangen an, Holz auf Mass zu saegen. Dabei fangen wir bewusst mit den beiden Waenden an, fuer die wir keine Fenster planen. Einfach nur Wand. Normalerweise werden solche Konstruktionen hier zusammengenagelt. Wir benutzen stattdessen Schrauben. Fuer einen sichereren Transport. Und ein besseres Gefuehl allemal.

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Die Holzstaenderwand wird auf dem Boden liegend montiert.

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Anchliessend richten wir die Wand mit vereinten Kraeften auf, schrauben sie am Boden fest und sichern sie mit einer zusaetzlichen Strebe.

Auch heute wird Arma irgendwann muede und schaut uns lieber aus dem Campingstuhl aus zu, statt die Gegend weiter zu erkunden. Und auch heute funkelt sie Sonne tiefrot, bevor sie untergeht.

Langsam bekommen wir den Dreh raus. Die zweite Wand ist etwas schneller errichtet als noch die erste. Trotzdem dauert das viele Ausrichten und Schrauben doch eine ganze Weile.

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Sonntag.

Morgens faehrt Tyrel in die Stadt. Wir brauchen neue 3 1/2 Zoll und 6 Zoll Schrauben, passende Bits, Fliegengitter aus Metall, und Silikon. Ich sperre ein Auge auf und hole mir die Absolution im Bett verweilen zu duerfen.

Spaeter diskutieren wir, wie die Eingangstuer eingebaut werden kann. Saegen wir die Tuer ab oder verkleinern wir den Sturz? Auf jeden Fall muss die Tuer doch auf die andere Seite als wir es Freitag noch geplant hatten.

Heute haben wir ein Helferlein an unserer Seite. Bella ist zu Besuch und dazu auch noch interessiert an Tiny Houses. Zunaechst muessen die weiteren Waende geplant werden. Doch in die werden Fenster eingebaut werden, das verkompliziert die Konstruktion (von der ich eigentlich nach wie vor wenig Ahnung habe). Aber ich sehe es einfach als Rechenaufgabe. Ich kann ja einfach nachmessen, wie dick oder breit etwas ist. Im besten Fall sollte sich dann alles zur geplanten Wandhoehe aufsummieren. Bella hilft beim Kopfrechnen. Und ich zeichne Plaene auf Holzabschnitte. Die koennen wenigstens nicht zerreissen oder wegfliegen.

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Bauplaene gezeichnet mit Kugelschreiber auf Holz.

Schliesslich bauen wir einen Wandabschnitt zusammen auf. Bella beweist sich als aeusserst talentierte Zusammenschrauberin. Und wir haben wirklich Spass an der Sache.

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Ein weiterer Wandabschnitt inklusive Fenster steht.

Natuerlich mussten wir diesen Abschnitt gebuehrend feiern mit einem Feuer, viel Gemuese, Wassermelone und Lavendel-Radler der oertlichen Brauerei.

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Arma mit ihrem liebsten Sommersnack: Kuehle Wassermelonenschale.

Montag.

Tyrel und ich haben frei. Und wollen dringend bauen. Wie toll das waere, wenn wir bald ein Dach auf dem Haus haetten. Dann muessten wir uns gar nicht mehr um den Fussboden sorgen. Da ist zwar eine Plane drueber; diese Plane ist jedoch in den letzten Tagen ziemlich loechrig geworden. Und ausserdem muessen wir noch den Boden vom Loft bauen und isolieren. Dabei sind wir nochmal auf gutes Wetter angewiesen. Und spaetestens am Wochenende soll es schon wieder regnen *schwitz*. Naja, dann mal ran an die Holzlatten.

Viel faellt mir nicht ein zu schreiben zu Montag. Wir bauen den ganzen Tag. Dann goenne ich mir knapp fueng Stunden Schlaf, waehrend Tyrel sich nur eine Stunde schlafen legt, als ich schon wieder aufgestanden bin und zur Arbeit muss. Dafuer habe ich jetzt meine Mittagspause damit verbracht, euch vom letzten Stand zu berichten. Zu Hause habe ich dafuer in den naechsten Wochen hoechstwahrscheinlich keine Zeit.

Achja, die letzten Bilder von heute morgen um 5 Uhr:

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Die Waende auf der Grundflaeche sind fast vollstaendig hochgezogen.

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Ca. 1,5 Meter vor der Deichsel sind die Waende sehr niedrig, damit der Boden des Lofts direkt in die Wand eingebaut werden kann.

Mittlerweile teile ich Tyrels Zuversicht bezueglich der Fertigstellung vor Ende August um einiges mehr. Fuer nur drei Wochenenden Bauzeit bislang sieht unser Projekt doch schon ziemlich verdaechtig nach einem Gebaeude aus!

Falls ihr irgendwelche Fragen zu unserem Projekt oder zu etwas anderem habt, nur her damit! 🙂

Ein Stueckchen Land

Dienstag Morgen.

Ich drucke und unterschreibe meinen Urlaubsantrag fuer Ende August auf der Arbeit. Im Feld fuer die Begruendung schreibe ich: „Ich ziehe um… in ein Haus das noch zu bauen ist und auf ein Stueck Land von dem ich nicht weiss, wo es sein wird. Also nehme ich lieber Urlaub fuer die Zeit, in der es geschehen wird.“

Der Direktor grinst und unterschreibt. Tyrel wird sich nicht freinehmen koennen, da das die Hauptsaison in seinem Betrieb ist. Also ist es doppelt gut, dass wenigstens ich auch waehrend des Tages das alte Haus abfertigen und Sachen zum neuen Ort fahren kann.

Ein Blick auf den Kalendar zeigt mir, dass der Umzug bereits naechsten Monat stattfinden wird. Vielleicht ist das eine gute Zeit, um sich nach einem Stueckchen Land umzusehen.

Dienstag Mittag.

Meine Mittagspause nutze ich zum Traeumen. Was waere denn perfekt fuer uns? Irgendwas bekommen wir eh, aber wenn ich es mir aussuchen koennte, was sind die Kriterien unseres Traumlandes?

  • Nahe an Tyrel’s Arbeitsstelle, damit nur ich zur Arbeit fahren muss. Und ich arbeite in der Stadt, wo wir nicht gern wohnen moechten.
  • Genug Platz fuer ein 9 m x 2,5 m grosses Haeusschen sowohl einen 2 m x 5 m Schuppen plus drei Fahrzeuge und einen Anhaenger.
  • Genug Sonnenlicht, um der Sonne auch im Winter etwas Solarstrom abringen zu koennen.
  • Die Moeglichkeit, dass wir in der Naehe eine Grube graben koennen. Nicht fuer unseren Burggraben, sondern fuer unser zukuenftiges Klohaeuschen.

Das schreibe ich schnell auf, stelle uns kurz vor und bastel ein paar Fotos dazu von uns mit Arma. Fertig ist das PDF Dokument.

Unsere Freundin Berenike hat mir neulich erzaehlt, dass unsere Wunschgegend eine eigene Facebookgruppe hat. Bei Facebook sind weder Tyrel noch ich angemeldet. Also stellt Berenike unser Gesuch online.

Dienstag Nachmittag.

Tyrel und ich sitzen Gruenkohl-mampfend auf dem Sofa. Genau wie gestern regnet es mal wieder, obwohl es laut Wetterbericht trocken sein sollte. Der Weiterbau faellt also ins Wasser.

„Hmmm… Ich hatte mir das schon so vorgestellt, dass sich gleich am ersten Abend jemand meldet, der ein tolles Stueck Land fuer uns hat.“, lamentiere ich in das Regengeprassel auf unserem Blechdach.

Tyrel entgegnet, dass noch keine 24 Stunden vergangen sind, seit unser Gesuch veroeffentlicht wurde. Und ich jetzt wirklich keinen Grund habe, ungeduldig zu sein. Aber ungeduldig bin ich gar nicht. In meiner Fantasie war es nur anders.

Da klingelt mein Handy.

Die Yukon Regierung moechte eine Umfrage ueber unsere Selbststaendigkeit durchfuehren. Ich gebe an Tyrel weiter, der verspricht spaeter zurueckzurufen.

Ein wenig spaeter klingelt Tyrels Handy.

Statt einer weiteren Umfrage ist es A. A hat unsere Anzeige gelesen und hat ein Stueck Land, auf dem er eigentlich ein Mietshaus bauen wollte, aber nie dazu gekommen ist. Er wohne nur zwei Kilometer von Tyrels Arbeitsplatz entfernt. Aber das Land muesse noch gerodet werden. Wir verabreden uns zu einem Treffen vor Ort am naechsten Abend.

„Genau so habe ich mir das vorgestellt.“, grinse ich. „Geht doch!“

Mittwoch Nachmittag.

Ich bringe es nicht uebers Herz, das Nickerchen von Tyrel auf der Couch zu unterbrechen. Stattdessen gehe ich mit Arma eine kurze Runde und versuche selbst kurz zu schlummern. Der Wecker wird in 28 Minuten klingeln. Statt des Weckers werde ich nach 25 Minuten von Tyrel geweckt, der mich darauf hinweist, dass wir in einer halben Stunde das Haus verlassen muessen. Daraufhin versuche ich ein bis zwei Augen aufzuhebeln.

Dann klingelt mein Handy. Es ist B, die unsere Anzeige gelesen hat und eventuell ein passendes Stueck Land fuer uns im Angebot haette. Ich werde mich bei ihr melden, sobald unser Termin mit A beendet ist.

Wir packen Arma ein und fahren zur verabredeten Adresse von A.

Mittwoch Abend.

A wohnt mit seiner Freundin auf einem grossen, bewaldeten Grundstueck. Ihr Haus steht ganz am Ende des Grundstuecks und die Einfahrt schlaengelt sich von links nach rechts, dann wieder nach links. Durch die erste Kurve ist ein imaginaeres Dreieck vorne rechts auf dem Grundstueck vom restlichen Gebiet abgetrennt. Und dieses Dreieck steht nun fuer uns zur Diskussion. Die beiden hatten schon laenger ueberlegt, hier eventuell ein Mietshaus hinzubauen. Auch die Eltern von A hatten angedeutet, dass das ein super Platz fuer ein Haus fuer ihren Ruhestand waere. Bis die Flaeche jedoch wirklich bebaut wird, wuerden noch ein paar Jahre vergehen. Eine Reihe Baeume soll jeweils stehen bleiben zur Einfahrt und den beiden Grunstuecksgrenzen hin. Das ist prima fuer die Privatsphaere, aber nicht optimal, um Solarstrom zu erzeugen. Vor allem im Winter, wenn wir unsere Autobatterie plus Motorblock elektrisch vorheizen muessen, damit das Auto auch anspringt. Eventuell gibt es auch dort eine Moeglichkeit, im Winter die Autos an deren Stromnetz anzuschliessen. Waehrend unserer Begehung des Grundstuecks findet sich Arma in der Mitte von vier weiteren Hunden wieder und wird zum Teil ziemlich in die Mangel genommen, zum Teil sehr freundlich zum Spiel eingeladen. Ein schoenes Bild. Wir verabschieden uns mit einem sehr guten Gefuehl.

Danach geht es gleich weiter zu B. Bs Grundstueck ist sehr entwickelt – eigentlich sind bis um das Haus herum alle Baeume einer Wiese gewichen. B und ihr Partner sind genau wie A samt Freundin sehr sympathisch und fuehren uns herum. Zur Diskussionen steht eine alte, eingezaeunte Pferdewiese, auf der unzaehlige wilde Erdbeeren wachsen. Mjam. Die Erzeugung von Solarstrom waere hier gar kein Problem. Je 20 Meter entfernt steht auf der einen Seite ein wall tent, also ein befestigtes, grosses Leinenzelt; sowie ein grosser Wohnwagen auf der anderen Seite. Auf Nachfrage bejahrt B, dass beide Objekte vermietet und bewohnt sind. Der Wohnwagen gehoert schon zum Grundstueck des Nachbarn. Die imaginaere Grenzlinie wuerde direkt an die Pferdewiese grenzen, eventuell sogar ein bisschen von ihr einschliessen. B plant keine Entwicklung der Wiese und wuerde sich freuen, wenn jemand auf ihr wohnen wuerde.

Nach dem Treffen bei B fahren wir zu unserer Freundin Berenike und beratschlagen ein wenig. Wir sind uns einig, dass es toll ist, zwei Optionen zu haben. Vor allem, da weder A noch B sich bislang Gedanken zur Hoehe der Miete gemacht haben. Wir haben beiden versichert, dass wir keine sofortige Antwort brauchen und sie sich in Ruhe darueber Gedanken machen sollen. Unsere Tendenz geht zu A. Zwar ist es nicht ganz so sonnig, dafuer haetten wir mehr Privatsphaere und koennten eventuell sogar unsere Autos im Winter mit Strom vorheizen, ohne unsere Solarbatterien dafuer zu pluendern. Und bei B wuerde der Frieden des Standorts schon davon abhaengig sein, was fuer Nachbarn man im Wall Tent und dem Wohnwagen bekommt.

Mittwoch Nacht.

Es ist schon nach meiner Schlafenszeit, daher fahren wir bald nach Hause. Ich moechte etwas im Internet nachschlagen und zuecke mein Handy. Da sehe ich, dass ich eine Nachricht erhalten habe. Von jemandem, der uns ein Stueck Land zeigen moechte. Wir fahren rechts ran und fragen, ob wir gleich vorbeikommen sollen, da wir in der Gegend sind. C bejaht. Sie wohnt auf der gleichen Strasse wie Berenike, also fahren wir genau dort hin, von wo wir eben kamen.

C und ihr Mann plus drei Jugendliche Soehne wohnen auf einem riesigen Grundstueck mit einer kleinen Hobbyfarm. Wir sehen Ziegen, Enten, Huehner, Truthaehne, Katzen und einen grossen, freundlichen Hund, der sehr lieb mit Arma spielt. C meint etwas verlegen, dass sie sich mit soetwas gar nicht auskennen. Tiny Houses, oder eine Flaeche vermieten. Aber sie haben vier Felder, die je gut 20’000 Quadratmeter gross sind. Und diese Felder liegen brach. In ein paar Jahren werden sie dort wahrscheinlich Heu anbauen. Aber das ist Zukunftsmusik. Beide arbeiten Vollzeit und sind mit den Soehnen und der Hobbyfarm voll ausgelastet. Auch braeuchten sie viele neue Geraetschaften, um die Felder zu bewirtschaften. Die moechten auch erstmal angeschafft und bezahlt werden. Die beiden stellen auch uns viele Fragen ueber unser zukuenftiges Haus und ueber uns. Dabei stellen sie fest, dass sie die Agrarbehoerde fragen muessten, ob sie temporaere Strukturen auf einem der Felder errichten duerften ohne den landwirtschaftlichen Titel zu verlieren. Auch C und ihr Mann fragen eher uns nach der Miete, was wir uns so vorgestellt haetten. Wir teilen den finanziellen Rahmen mit, den wir uns vorstellen wuerden. Aber gleichzeitig ermutigen wir auch, selbst zu ueberlegen und andere Leute nach ihrer Meinung zu fragen. Schliesslich sollen bei solch einer Vereinbarung alle zufrieden sein.

Tierisch muede fahren wir schliesslich doch nach Hause.

Bei A oder bei C wuerden wir wirklich gern wohnen. Vielleicht springt ja noch einer von beiden ab oder schlaegt eine fuer uns viel zu hohe Miete vor – dann haetten wir immer noch eine super Alternative. Auf jeden Fall sind wir sehr froh, dass auch die Stellplatzsuche gut voran geht.

Sonne!!!

Die letzten Wochen war es ziemlich feucht hier. Hier, das heisst 40 km neben der laut Statistik trockensten Stadt Kanadas! Und ziemlich feucht bedeutet, dass es seit Ende Mai Jeden. Verdammten. Tag. Geregnet. Hat! Die drei Tage, die dann doch trocken waren, war aber alles komplett durchnaesst.

Regen und Feuchtigkeit ist eher schlecht, wenn man versucht, einen isolierten Fussboden aus Holz zu bauen. Da soll keine Feuchtigkeit drin eingeschlossen sein, sonst bekommt man die nie wieder raus und der Boden schimmelt und fault.

Was machen? Plane spannen? Die Plane muesste riesig sein und wuerde somit vom ebenfalls vorherrschenden Wind erfasst werden. Es sei denn man verwendet reichlich Baumaterialien im Wert von mehreren Hundert Dollar und baut die Konstruktion entsprechend stabil. Aber so eine Summe in den buchstaeblichen Wind schiessen nur um trotzdem mit nassgewordenen Baumaterialien zu handhaben? So viele Silikagelpaeckchen habe ich nicht, um das zu kompensieren.

Also bleibt als oekonomischere Alternative das Warten. Um die Wartezeit schneller herumzubekommen habe ich eine echte Maennergrippe ausgebruetet. Jedenfalls hat sich die Erkaeltung wie eine angefuehlt. Pfui.

Doch dann… SONNE!!! Seit Donnerstag! Und erst fuer Montag war wieder Regen angesagt! Wobei man sich nur bedingt auf die Vorhersage verlassen kann. Es war dann tatsaechlich sonnig, aber diesig draussen durch den Rauch eines Waldbrandes, der hierher geweht wurde. Die Waldbrandgefahr im Umkreis war zum Glueck eine ganze Zeit niedrig durch die ganzen Regenfaelle. Mittlerweile ist sie wieder bei extremer Waldbrandgefahr angelangt, nach nur ein paar trockenen Tagen.

Tyrel arbeitete Donnerstag spaet. Am Morgen begann er damit, Spanplatten auf Vierkanthoelzer zu befestigen. Das ist der erste Schritt zum fertigen Haus!!

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Unser lieber Trailer mit dem beginnenden Aufbau.

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Die Spanplatten sind mit einer Reihe quer liegenden Vierkanthoelzern verbunden.

Nach der Arbeit besorgte ich etwas Holzspachtel und fing an, eine Fuge zuzuspachteln. Dabei habe ich auch nur zwei Muecken eingeatmet.

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Fuge spachtel dich… Oder wie lautete doch gleich das Zauberwort?

Arma bot ihre Hilfe auch an, kam aber leider nicht die 1,5 Meter zu mich hoch.

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Arma hat nur noch eine Teilzeitstelle als Schlappohr.

Freitag nach der Arbeit ging es dann gleich weiter und das ganze Bauprojekt des Wochenendes fing richtig an. Ich besorgte mehr Spachtelmasse, damit ich alles ordnungsgemaess fertigspachteln konnte und spachtelte mir einen zurecht. Tyrel und ich ueberprueften ob alle Vierkanthoelzer in sinnvollen Abstaenden angebracht waren und versenkten jede Menge Schraubenzur Befestigung.

Der naechste Schritt war die Membrane, die wir auf die Spanplatte getackert haben. Kleine Loecher in der Membrane wurden mit Klebeband versiegelt.

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Membrane auf Spanplatten auf Vierkantholzern auf trailer.

Auf diesen Schritt folgte unendlich langes Ausrichten. Die langen Balken der Unterkonstruktion hatten wir schon im Mai zusammengeleimt und geschraut. Doch jetzt alles auf einer Laenge von knapp acht Metern wirklich gerade hinzubekommen und festzuschrauben, kostet wirklich Muehe. Aber es hilft alles nichts. Schliesslich soll unser Boden ja auch wirklich einiges aushalten koennen. Umzuege zum Beispiel und Fahrten auf unserem trailer. Und wenn der Untergestell nicht gerade und winklig ist, dann werden der Fussboden, die Waende und das Dach wirklich gruselig. Also war hebeln, ausrichten, messen und schrauben, schrauben, schrauben angesagt.

Nach dem Zusammenschrauben saemtlicher Teile nahm ich den Winkelschleifer zur Hand und schliff alles ab, was mir zu hoch vorkam. Unseren Fussboden moechte ich dann doch relativ eben haben.

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Ich knie im Schlosserfanelle auf der Konstruktion und schleife was das Geraet hergibt.

Arma ueberwachte uns freundlicherweise, sodass wir uns zu keiner Zeit Sorgen ueber irgendwas machen mussten.

 

 

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Hund im Campingstuhl.

Irgendwann ging auch trotz Mitternachtssonnenzeit die Sonne kurz unter. Sonnenauf- und untergaenge sind besonders schoen, wenn Rauch in der Luft liegt.

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Eine blutrote Sonne vor borealen Baeumchen, die einem Scherenschnitt gleichen.

Trotz Uebermuedung, Dunkelheit, Schwaermen von Muecken und einer beruhigend trockenen Wettervorhersage beschlossen Tyrel und ich, weiterzuarbeiten. Wenn der Boden jetzt nass wird, haben wir schlechte Karten, das je wieder trocknen zu koennen.

Wir schneiden Stueckchen fuer Stueckchen Isoliermaterial zurecht und passen es an die enstandenen Faecher an. Schoen fluffig soll es sein und nicht gequetscht. Aber zu klein darf es auch nicht sein.

Waehrend wir schneiden und anpassen, donnert es weit entfernt. Dadurch, dass es hier so viele Berge gibt, entladen sich Regenschauer oft an einem anderen Berghang. Kein Grund zur Sorge.

Tatsaechlich ist es schon fast 1:30 h in der Frueh, als wir das letzte Paeckchen Isolierung zurechtschneiden und in das letzte Fach anpassen. Mit einer riesigen Rolle dicker Plastikfolie und zwei Tackern sorgen wir fuer den wetterdichten Verschluss.

Entspannt atme ich durch. Der feuchtigkeitsempfindlichste Schritt des Bodens ist geschafft. Tyrel merkt an, dass wir noch nicht fertig sind. Ein gelangweilter Vogel oder ein fieses Eichhorn koennten sich am Morgen durch das Plastik fressen. Ich sehe das ein, erinnere ich mich doch an die Raben, die ich auf einem Parkplatz dabei beobachten musste, wie sie ein neues, in Plastik eingewickeltes Sofa auf einem Truck auseinandernahmen. Also hieven wir vorsichtig Sperrholzplatten auf das Plastik.

Waehrend wir die vorletzte Platte auf das Plastik heben, faengt es an ordentlich zu regnen.

Wir laufen, holen die letzte Platte, decken alles mit Planen ab – die Konstruktion, den Stapel Sperrholzplatten, die Isolierungsreste. Dann braucht alles noch mehr Holz, zum Beschweren der Planen. Werkzeuge, Stuehle und zuallerletzt wir muessen ins Trockene gebracht werden.

Diese Nacht schlafe ich gut. Der Anfang ist gemacht. Jetzt brauchen wir noch den einen oder anderen trockenen Nachmittag, aber nicht wieder trockene Tage am Stueck.

So oder so, Ende August steht uns ein Umzug bevor. Wir haben der automatischen Verlaengerung unseres jaehrlichen Mietvertrags widersprochen. Zur Zeit haben wir zwar weder ein Haus, noch wissen wir, wo wir dieses Haus hinstellen werden. Aber ich weiss, dass es toll wird. Und auf dieses Gefuehl konnte ich mich bis jetzt immer verlassen.

Naechstes Abenteuer, wir kommen! 🙂