Ohne Oma

Zur Morgendämmerung erspähe ich das erste Nordlicht der wieder dunkel werdenden Tage.

Ein grünes Nordlicht am Himmel.

Einen Tag später verstirbt meine Oma.

Morgendämmerung mit Nordlicht und Baumsilhouette.

Oma.

Bist du jetzt beim lieben Gott, für den du so viele Jahre die Kirche geschmückt hast?

Hast du alle Freunde und Verwandten wiedergetroffen, die du lange vermisst hast?

Und für mich am wichtigsten, hast du deinen Frieden gefunden?

Egal wo du bist, ein Stück von dir lebt in mir.

Und vielleicht, wenn du nichts Besseres vor hast,

Kannst du eines Nachts für mich

Mit den Indianervorfahren über den schwarzen Winterhimmel tanzen?

Dann weiß ich, dass du gut angekommen bist.

Ich habe dich lieb.

Dein Luluchen

50 Kommentare

  1. Liebe Luisa,

    es tut mir sehr leid fuer Dich, dass Deine Oma Dich auf dieser Erde verlassen musste, aber, beim Blick zum Himmel wirst Du immer wissen, dass sie noch bei Dir ist und mit den Nordlichtern tanzt und es ihr gut geht.

    Sie mag Dich in diesem Leben verlassen haben, aber, alles was sie Dir bedeutet hat, wird immer bei Dir und in Deinem Herzen sein.

    Dicke Umarmung von unten rechts
    ela

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      1. Hallo Michael,

        danke fuers Anstupsen. 🙂
        Genau, es geht mir gut und eigentlich ist es schon Winter mit -15 °C gestern morgen. Geschneit hat es auch schon mehrmals aber bislang ist es noch nicht liegen geblieben. Nur noch eine Frage der Zeit.

        Super, Glueckwunsch zum grossen Haus! Wird das das Gemeinschaftshaus oder wirst du darin leben?

        Liebe Gruesse aus dem Yukon,
        Luisa

        Gefällt 1 Person

      2. Hui, schon so kalt. Ich kann noch draußen arbeiten. Aber das geht ja auch im Winter 🤪😂.

        Meine Wohnung ist eine ein Zimmer Wohnung in meiner Garage. Alles andere wird vermietet.

        Im Juni soll Eröffnung sein. Bis dahin gibt es noch soooooo viel zu tun. Mal sehen ob ich den Termin halten kann.

        Ich versuche später mal einen neuen Blog Eintrag zu erstellen. Dann gibts auch Bilder.

        Facebook und Instagram habe ich jetzt auch. Auch da gibt es Bilder und Videos. Kannst ja mal rein schauen. Such einfach mal nach Marika Puhkeküla.

        Viele Grüße
        Michael

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  2. Liebe Luisa,

    mein herzliches Beileid!
    Deine Oma wird immer bei dir sein. Auch nach Jahren noch wird sie in vielen Situationen plötzlich aufscheinen. Dinge, die sie gesagt und getan hat, an die du dich wieder erinnerst.
    Meine Oma ist 1993 verstorben. Manchmal treffe ich mich im Traum mit ihr und wir trinken einen Kaffee.

    Alles Liebe dir!

    Gefällt 2 Personen

  3. Ich habe einmal etwas gelesen, was vielleicht etwas tröstet.

    Wenn wir geboren werden, lachen und freuen sich alle Menschen. Wir aber weinen, weil wir unser wahres Zuhause verlassen mussten.
    Wenn wir sterben, weinen alle Menschen um uns herum, weil sie uns gehen lassen müssen. Wir aber gehen mit einem Lächeln im Gesicht, weil wir wieder heim kommen.

    Fühle Dich gedrückt! ❤

    Gefällt 3 Personen

      1. Genau so soll es sein. Es wäre ja auch schade um das Leben, wenn der Abschied von diesem Menschen nicht schmerzhaft wäre. Dass es weh tut, bedeutet, dass dieser Mensch geliebt wurde.
        Trauere, lasse die schönen Momente in Deinem Innern aufleben und bewahre die wärmende Erinnerung. So lebt Deine Oma in Dir durch Dich weiter. Und ich bin sicher, dass sie bei Dir ist ❤

        Gefällt 2 Personen

  4. Liebe Luisa,

    die Gewissheit der Ewigkeit spricht Sokrates noch im letzten Augenblick seines Lebens aus. Auf Kritons Frage, wie sie ihn denn bestatten sollten, lächelte Sokrates und antwortete: „Kriton will es mir nicht glauben, dass dieser Sokrates hier, der mit euch spricht, mein wahres Ich ist. Er glaubt vielmehr, ich sei jener, den er in Kurzem als Leichnam sehen wird. Daher die Frage, wie er mich bestatten soll.“ Und Sokrates fährt dann abschließend fort: „…wenn die Freunde meinen Leib verbrennen oder begraben sehen, sollen sie nicht die Fassung verlieren, als ob Sokrates etwas Schreckliches widerführe. Und sie sollen nicht sagen, dass es Sokrates sei, den sie hinaustragen und beerdigen. Es ist nur sein Leib, den sie dort bestatten. Er selbst – ist längst davon geeilt.“

    Mein Beileid

    Jens

    Gefällt 1 Person

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