Zwischen den Jahren

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. One for the books – Eins fuer die Geschichtsbuecher, merkte meine Freundin an. Viele Plaene hat es durchkreuzt, aber doch auch viele Chancen gegeben, Chancen sich selbst nochmal neu kennenzulernen und auszurichten. Sich zu ueberlegen, was wirklich wichtig ist im Leben. Ob man vielleicht etwas anders ausrichten sollte.

Mein 2020 fing sehr hoffnungsvoll an. Ich wollte einen Marathon laufen, das Feld bestellen und Huehner halten. Das mit den Huehnern hat geklappt und macht mir nach wie vor viel Freude. Das Feld ist nicht bestellt, aber schon gut vorbereitet fuer 2021. Einen Marathon bin ich dieses Jahr nicht gelaufen, dafuer insgesamt ueber 1000 km. Kleinvieh macht auch Mist. Wenn man gelaufene, geradelte und Ski gelaufene Kilometer zusammenzaehlt, komme ich sogar auf ueber 2000 km und 255 Stunden Ausdauersport. So aktiv war ich noch nie, trotzdem fuehle ich mich selbst nicht sportlich. Vielleicht liegt das daran, dass ich in meiner Kindheit und Jugend so sehr unsportlich war. Oder kann man in das sportliche Gefuehl noch reinwachsen?

Auch gab es viel Streit in meiner Ehe in 2020. Wie geht man mit der Pandemie um, wer erledigt welche Arbeiten, wie soll die Zukunft aussehen? Was fuer ein Kraftakt! Doch wenn was schwelt, soll es auch rausgelassen werden. Und in den letzten Wochen haben wir wieder einen guten Weg miteinander gefunden. Mir ist klar geworden, dass das ein Muster ist in meinem Leben, das ich gern ablegen wuerde. In einer Beziehung bin ich in den ersten Jahren oft zu angepasst, beziehungsweise so verliebt, dass ich meine eigenen Beduerfnisse fast vergesse. Dann wache ich auf nach ein paar Jahren, schaue mich um und bemerke, dass mir der Schuh nicht passt. Da ich nicht sehr (bzw. ueberhaupt nicht) diplomatisch bin, bedeutet das dann schnell Kopf durch die Wand und Eskalation. In der Hinsicht moechte ich gern an mir arbeiten. Lernen, in jeder Situation bei mir zu bleiben, meine Beduerfnisse zu kennen und zu kommunizieren. Ansonsten trag ich das noch ein ganzes Leben mit mir rum!

Daraus leitet sich mein Wunsch fuer 2021 ab. Ich moechte ganz bei mir bleiben, dabei aber offen und flexibel fuer alle Chancen, die sich bieten. Nachdem sich 2020 fuer mich oft nach Stillstand und Ausharren angefuehlt hat, wird 2021 vielleicht wild und voller Umbrueche. Ausserdem moechte ich gerne Kunst schaffen. Manchmal habe ich das Gefuehl, dass ich ein Kuenstler bin, der im Ingenieurskoerper gefangen ist. Und 2021 moechte ich einen Kanal finden, mich auszudruecken. Etwas zu schaffen, das es vorher in dieser Welt noch nicht gab. Wie genau das aussehen wird, weiss ich noch nicht. Toepfern wuerde ich gern mal ausprobieren. Und einen eigenen, kreativen Raum haette ich gern. Ein Leinenzelt im Feld. Wo nicht, wie in unserem Haus, alles praktisch sein muss. Sondern wo ich mich mit Farben und Formen umgeben kann, die mir gerade besonders gefallen.

Weiterhin moechte ich immer noch einen Marathon laufen. Und das Feld bestellen!

Kommen wir zu meinem Bild des Jahres.

Junghenne Icicle nach ihrem ersten Sprung auf meine Schulter.

Definitiv ein Huehnerbild. Die lieben Huehner haben mir so viel Freude bereitet in einem Jahr, das manchmal schwierig war. Dafuer bin ich sehr dankbar!

Die Sprungfreude der Huehner ist auch weiterhin gegeben.

Leider ist gestern ein Huhn ploetzlich gestorben. Das hat mich traurig gemacht. Henne Moonlight, mit der ich ein ambivalentes Verhaeltnis hatte, gibt es nicht mehr. Sie hatte keine Wunden, Parasiten oder sonst etwas, was ihren Tod haette erklaeren koennen. Genuegend Futter und frisches Wasser ist natuerlich vorhanden. Und Krankheitsanzeichen hatte sie auch nicht, sie war munter wie die anderen.

Machs gut, Moonlight, du huebscheste Henne!

Ich habe mit anderen Huehnerbesitzern gesprochen und auch im Internet gesucht. Aber anscheinend kommt es hin und wieder vor, dass ein sonst gesundes Huhn ploetzlich stirbt. Manche Huehner erleiden einen Herzinfarkt oder bei manchen Hennen bleibt ein Ei stecken. Und dann war’s das.

Dem Tod von Moonlight sind ein paar Unruhen in der Huehnerschar vorausgegangen. Zunaechst gab es Anzeichen, dass Brave und Warrior von anderen Huehnern angepickt wurden. An den Huehnerhaelsen fehlten ein paar Federn, Ersatz wuchs aber schon wieder nach. Erstaunt war ich vor allem bei Warrior, ist sie doch die beste Freundin von Moonlight, die normalerweise andere Huehner piesackt. Brave und Warrior habe ich dann mit einem bitteren Anti-Pick-Spray behandelt, woraufhin keine weiteren Federn abhanden gekommen sind. Doch nachts, wenn normalerweise Moonlight alleine auf einer Seite des Stalls schlief, manchmal gemeinsam mit Warrior, da hatte sich das Blatt gewendet. Ploetzlich schlief Warrior allein und Moonlight schlief zusammen mit den anderen Huehnern und Hahn Daisy auf der anderen Seite. Und dann war Moonlight tot.

Bei dem stark ausgepraegten Sozialgefuege habe ich mich schon gefragt, ob Warriors fehlende Federn und ploetzliches Allein-Schlafen im Stall daher kommt, dass Moonlight sie ausgestossen hat, um wieder bei den restlichen Huehnern anzubaendeln. Und dann Moonlights ploetzlicher Tod. Aber wie gesagt, ein Huehnermord mit den ueblichen Waffen konnte ausgeschlossen werden.

Als ich am Abend aufschreiben wollte, wofuer ich an dem Tag dankbar bin, musste ich trotzdem nicht lang ueberlegen. Ich war dankbar, noch acht gesunde Huehner zu haben. Und dafuer, dass ich Ski laufen war. Dass mein Koerper dazu faehig ist, dass ich die Zeit und das Geld dafuer habe und dass ich inmitten einer wunderschoenen Landschaft leben darf.

Boreale Nadelbaeumchen, Loipe und Schnee.
Abfahrt in das zugefrorene Sumpfgebiet.
Im Sommer wuerde man hier im Morast versinken, im Winter gleitet man obenauf.
Die Sonne versinkt hinter den Bergen.

Vor allem versuche ich zu dieser Zeit die kurzen Tage und langen Naechte zu geniessen. Die ausgedehnten, dramatischen Sonnenauf- und -untergaenge. Das Alpengluehen. Den Sternenhimmel.

Gluehende Bergspitzen am Mittwintermorgen.
Schneelandschaft zur blauen Stunde.
Die Magie des ersten Sonnenlichts.
Schneebaeume vor Goldsonne hinter Winterberg.

Die Zeit um die Wintersonnenwende stimmt mich hier im Norden sehr besinnlich. Aehnlich muessen es unsere Ahnen erlebt haben, die noch verbundener und abhaengiger von der Natur und ihren Jahreszeiten waren. Die langen Naechte, eine wertvolle Gelegenheit zum Innehalten, zur Besinnung. Und auch zum Dankbarsein, zum Schenken. Die Weih-Nacht.

Wie schon die letzten vier Jahre hier hatten wir an Heiligabend ein Lagerfeuer zum Wuerstegrillen. Anschliessend gab es dann ebendiese Wuerste samt Kartoffelsalat zum Abendessen, dann jedoch im Haus.

Tyrel und das Tonnenfeuer.
Auf meiner heissen Schokolade schwimmen Marshmallows… Mhhh…

Am ersten Weihnachtsfeiertag besuchten wir unsere Freunde James und Joe. Danach war Ausspannen angesagt.

Ich habe ganz viele liebe Weihnachtsemails bekommen, denen ich noch Antworten schuldig bin. Doch ich beantworte schonmal die beiden meistgestellten Fragen. Ja ich hatte ein schoenes Weihnachtsfest. Nein, das Paket ist noch nicht angekommen, die kanadische Post ist extra schnarchnasig dieses Jahr. Dafuer kommt es bestimmt puenktlich zu meinem Geburtstag – ich melde mich spaetestens, wenn es da ist. 🙂

Vielen Dank fuer ein weiteres Jahr, in dem ihr euch fuer das interessiert, was ich schreibe. Danke fuer die vielen Kommentare, lieben Worte, Witze und guten Ideen! Ich hoffe auch ihr konntet einen Sinn in eurem Jahr 2020 sehen und habt gute Wuensche fuer 2021.

Alles Liebe und einen guten Rutsch,

Luisa

44 Kommentare

    1. Hallo Lu,
      das stimmt, der Tod begleitet uns immer wieder und ist eigentlich das einzig Sichere im Leben. Paradox.
      Hab auch einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2021! 🙂
      Viele Gruesse von Luisa

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    1. Lieber Jens,
      vielen Dank fuer deine Worte. 🙂
      Ich druecke auch dir die Daumen, dass viele deiner Wuensche in Erfuellung gehen und du wieder voll belastbar wirst und gesund bleibst.
      Viele Gruesse aus dem Yukon,
      Luisa

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    1. Apropos Huehnergeschichten… Gestern Abend fiel mir auf, dass saemtliche frische Huehnerkacke ploetzlich schwarz statt graeulich ist. Stark gefaerbtes Futter wie Rote Beete habe ich nicht verfuettert, daher war mein erster Gedanke: „Aaaahh, sie haben alle innere Blutungen und werden jetzt alle sterben, aaaahh!!!!“.
      Dann habe ich mich aber doch kurz beruhigt um das Internet zu befragen, ob es noch eine weniger dramatische Erklaerung gibt. Und tatsaechlich: Schwarzer Huehnerkot wird durch den Verzehr von Kohle und Asche hervorgerufen. Ich biete den Huehnern schon seit laengerem ein Asche- und Sandband an, zur Federpflege. Aber bis gestern haben sie es mit Missachtung gestraft. Jetzt ist ploetzlich Aktivitaet im Aschebad zu sehen. Statt zu baden scheinen sie jedoch die Kohlestueckchen zu naschen. 🙂
      Soviel zur Huehnergeschichte des Tages.
      Viele Gruesse nach Hamborg (so hat es mein Hamburger Ex-Freund immer ausgesprochen)!

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  1. Echt schöne Fotos und offene Worte. *Like*

    Zwischen den Tagen ist immer etwas Ruhe und Zeit eventuell eine *ehrliche* Selbstreflektion bzw. einen Jahresrückblick und Ausblick zu machen. Jedem der das macht den kann, dem kann ich nur zu seiner Selbsterkenntnis gratulieren. Das ist wichtig, um ein unverbittertes selbstzufriedenes Leben zu führen.

    Kunst willst du schaffen?
    Ist Alltägliches nicht auch Kunst – deine Beiträge schreiben ist auch eine kreative künstlerische Arbeit.
    Sprachliche Wortwitze von denen es in deinem Blog einige gibt sehe ich auch als Kunst an und von den schönen Bildern will ich garnicht erst anfangen…
    Töpfern hingegen ist in meinen Augen ein Handwerk, wie Hühnerstall bauen.
    Nebenbei produziert Töpfern eine Menge Gegenstände, die im Tiny House wahrscheinlich wenig Platz finden werden. Gleichzeitig gibt es sehr viel höherwertigere Gegenstände, die durch Maschinen gefertigt werden und nach Aufwands-/Qualitäts-Gedanken sehr viel preiswerter sind.
    Genauso sieht es auch mit Stricken oder Kleidung produzieren aus, aber das wird ja auch eher gemacht, um den Kopf zu entspannen oder weil Tyrell die Hosen nicht lang genug sind. 😉
    Diese produzierten Sachen fliegen nach objektiver(!) Einschätzung beim Frühjahrsputz oder Umzug als Erstes raus – so gesehen ist es nur eine Beschäftigungstherapie.

    Es muss auch mal Widerspruch geben! 🙂

    Die Sonnenstunden werden nun auch wieder mehr – ich denke in deinen Breitengraden kann da schon täglich/wöchentlich ein Fortschritt festgestellt werden was?

    Auch von mir einen guten Rutsch und ein weiterhin spannendes und mit positiven Ereignissen gespicktes 2021!

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    1. Danke fuer das Auffuehren derjenigen Gruende, wegen denen ich die Idee des Toepferns bislang immer verworfen habe. ^^
      Die Frage im Leben ist aber nicht immer „Koennen das Maschinen billiger“ oder „Wo soll ich das spaeter hinstellen“. Sondern es geht bei dem Projekt darum, dass ich einen greifbaren Selbstausdruck schaffen moechte. Ja, Worte und Fotos mach ich auch gerne und kann man bestimmt auch als Kunst ansehen. Aber wenn mir seit Jahren danach ist zu Toepfern, warum nicht einfach mal ausprobieren? Vielleicht ist es ja voll die Erfuellung fuer mich. Vielleicht auch nicht, aber dann hab ich es wenigstens probiert. ^^
      Ergo: Das Leben ist zu kurz um sich jahrelang zu denken „Ich wuerde gerne mal Toepfern“ und es dann aber nie zu machen.

      Noch bemerke ich keinen grossen Wandel in der Tageslichtdauer. Aber spaetestens ab Mitte Januar macht sich das schon bemerkbar. Und Februar und Maerz ist es dann irre schnell, wie hell alles ist.

      Hab einen guten Rutsch und ein gutes, hausreiches 2021 ^^

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  2. „Mögest Du in interessanten Zeiten leben!“ stand mal als Fluch in einem Fantasy-Roman. Niemand möchte in Zeiten leben, die einmal in den Geschichtsbüchern stehen.
    Aber eine Lehre aus den Geschichtsbüchern ist auch, dass alles nur eine Phase ist und vorübergeht…
    Von der Kinder-Uni gab es mal ein Hörbuch „Warum wir sterben“ über die körperlichen Gründe, warum der Körper stirbt. Der Autor war ein Arzt, der Hühner hielt. Es starb immer wieder mal ein Huhn und er sezierte es jedesmal. Die Gründe waren vielfältig. Ein Huhn hatte z.B. den Magen voller Steinchen.
    Ich habe letztes Woche noch einen Artikel gelesen, dass Hühnerhaltung ein zunehmendes Lockdown-Phänomen ist. Und immer mehr Kleintierärzte sich mit Hühnern beschäftigen müssen, da die Halter sie versorgt haben möchten wie Hund und Katze. Vielleicht ist das etwas, was von Corona bleibt? Das Corona-Haustierhuhn?

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    1. Super interessant, danke fuer deinen Kommentar! Tatsaechlich hat Tyrel vorgeschlagen, dass ich das tote Huhn zum Tierarzt bringen koennte um die Todesursache feststellen zu lassen. Aber das kam mir dann doch ueberzogen vor. Die haben genug zu tun um kranken Tieren das Leben zu retten, da will ich nichts hinbringen, was schon zu spaet ist. Auch wollte ich Moonlights Koerper irgendwie unversehrt lassen, sie war doch so schoen. Noch nicht mal eine Erinnerungsfeder wollte ich rausreissen. Ich habe sie nur ca. einen Kilometer weit weg getragen und sie dann an eine schoene Stelle unter eine Tanne gelegt und nochmal gestreichelt. Begraben geht ja nicht, wenn der Boden meterweit gefroren ist. Und so wird ihr Koerper wahrscheinlich noch dem einen oder anderen Wildtier beim Ueberleben des Winters helfen.
      Und obwohl ich ja schon vor Corona beschlossen habe, 2020 unter die Huehnerhalter zu gehen, finde ich es super, dass es jetzt ein kleiner Trend geworden ist. Mir machen meine Huehner so viel Spass, das haette ich nicht erwartet. Obwohl ich schon gehofft habe, dass es gut wird, sonst haette ich es ja gleich gelassen. Diese tolle Erfahrung wuensche ich vielen Menschen, daher: Pro Haushuhn! Corona hin oder her. 🙂 Und die Tieraerzte muessen sich halt schlau machen, hihi.

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      1. Ich finde Hühner toll. Ich würde so gerne Wachteln halten (sind für mich Hühner in klein 😉), aber der Ehemann will einfach nicht 🤷‍♀️.
        Und da er sonst fast jeder Idee von mir nachgibt, akzeptiere ich dann auch das „Nein!“, wenn es mal eins gibt 😉.

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  3. Ich wünsche Dir, bzw. eher euch allen auch einen guten Rutsch. Bin gespannt was für Geschichten im nächsten Jahr von Dir kommen.
    Ich lese deine Beiträge so gerne, und alleine deine Fotos sind Kunstwerke 🙂
    ich male übrigens auch sehr gern mit Acryl, aber als Kunst lässt es sich leider nicht verkaufen*lach*.
    Wir fahren jetzt weiter renovieren.
    Viele Grüße nach Kanada ❤

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    1. Vielen Dank fuer deine lieben Worte, da freue ich mich sehr drueber! 🙂
      Die Fotos sind ja alle nur mit der Handykamera geknipst, ohne Filter oder besondere Einstellungen. Von daher muss es einfach die Landschaft sein, die preisverdaechtig ist. 😉
      Es geht ja nicht ums Verkaufen der Kunst, sondern um den Selbstausdruck, den ich gern ueben moechte. Fuehlst du dich erleichtert oder freier, wenn du ein Bild gemalt hast? Und loest es etwas in dir aus, wenn du es wieder anschaust? Ich glaube das ist das, wonach ich suche. 🙂
      Viel Spass beim Renovieren und einen guten Rutsch ist Neue Jahr 2021! ❤

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      1. Liebe Luisa,
        ich weiß was du meinst, aber bei mir funktioniert das leider nicht so. Während dem malen fühle ich mich eher so, irgendwie frei und losgelöst und trotzdem mittendrin, gibt selten dinge bei denen ich so „dabei“bin, aber danach eher nicht, meist bin ich danach eher etwas unzufrieden mit dem was ich da gemalt habe und denke immer ach das hätte ich besser so gemacht und das so. aber das spiegelt wohl meinen generellen charakter wieder. ich bin leider mit allem nie so ganz zufrieden, obwohl ich garnicht soo anspruchsvoll in dem sinne bin. mir geht es auch nicht ums verkaufen. das war nur so ein dahergerede in dem sinne, das meine kunst nicht allzu ansehenswert ist. es schneit heute, aber bleibt nicht liegen 😦 nochmal guten rutsch und viele grüße nach kanada ❤

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      2. Dann musst du vielleicht riesengrosse Bilder malen, damit du ewig dran rum malst. 😀 Es scheint aber so als ob das Malen dir dann auch eine Menge widerspiegelt, was in deinem Inneren vor sich geht. Das finde ich sehr spannend!
        Zeigst du deine Bilder denn auch anderen Leuten? Vielleicht finden andere schoen, was du gemalt hast.
        So ging es mir, als ich vor ein paar Jahren ein Oelbild gemalt habe. Ich fand es schrecklich, aber andere Leute fanden es eigentlich gut. Was ich aber kaum akzeptieren konnte. 😀
        Alles Liebe und einen guten Rutsch, bei dir ist es ja nicht mehr so lang. Und vielleicht bleibt doch noch ein bisschen Schnee liegen! 🙂

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  4. Ich bin froh, dass 2020 dem Ende zu geht. Es war ein schwieriges Jahr. Trotzdem erlebte ich auch immer große Dankbarkeit. Ich hoffe, dass 2021 für uns alle etwas leichter wird.
    Bin schon gespannt darauf von deinem Kunstprojekt zu lesen. Wünsche dir einen guten Ausklang im 2020 und eine tolle, erfüllte Zeit im 2021. Liebe Grüße aus Südindien Irène

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    1. Liebe Irène,
      Hut ab vor dir und wie du dieses Jahr gemeistert hast! Ich druecke vor allem dir und deiner Familie die Daumen, dass ihr bald wieder andere Moeglichkeiten habt, reisen koennt und das Meer erleben ohne nach der Polizei Ausschau zu halten.
      Alles Liebe aus Kanada,
      Luisa

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      1. Liebe Luisa, vielen Dank 🙏! Inzwischen ist hier in Indien fast alles wieder normal. Wir haben grade einige Tage Urlaub in Pondicherry gemacht. War also am Meer! Ich hoffe nur, dass hier keine 2. Welle kommt. Liebe Grüße Irène

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  5. Liebe Luisa,

    das Jahr 2020, ich möchte ihm gar nicht so viele Worte gönnen. Es geht zu Ende, gut so.

    Was Du von dem Beginn und dem weiteren Verlauf Deiner Ehe schreibst, da finde ich mich 1 zu 1 wieder. Genau mein Verhaltensmuster. Auch nach 20 Jahren habe ich gelegentlich noch Probleme damit, mich nicht zu sehr zu vergessen. Aber es ist schon um Lichtjahre besser geworden.

    Auch was die unsportliche Kindheit und Jugend angeht, sind wir uns ähnlich. Aber ich bezeichne mich heute als sportlich, der Vergleich mit Nichtsportlern macht das auch sehr deutlich. Also sei nicht so bescheiden, Du hast Dich wahnsinnig viel bewegt und kannst sogar Skilaufen!

    Die Bilder sind wieder einmal ein Traum!

    Du hast viel vor für 2021, es bleibt also spannend bei Dir. Hoffen wir das Beste, möge sich das Leben für uns alle wieder normalisieren und Du hoffentlich keine weiteren Todesfälle unter Deinem geliebten Federvieh zu beklagen haben.

    Dir alles Gute, auf das Deine Wünsche und Träume in Erfüllung gehen!

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Lieber Volker,

      es macht mich sehr gluecklich, dass du mich in vielen Dingen einfach verstehst! 🙂

      Das Thema Skilaufen moechte ich uebrigens ausbauen. Jedes Mal, wenn ich in einer ordentlichen Loipe unterwegs bin und Schneeeisenbahn spiele (so komme ich mir dabei vor in den Schneeschienen), sausen links an mir scheinbar ganz muehelos Leute auf Skateskis vorbei. Am Wochenende werde ich mir mal Tyrels Ausruestung ausleihen und die Bewegung ueben. Und wenn ich den Dreh raus habe, leihe ich mir passende Skate Skis aus, haenge mir ein Gewehr um und fuehle mich wie ein Redneck Biathlet. Oder so. 😀

      Ich glaube auch, dass ich im Vergleich zu dem Durchschnitt der Bevoelkerung sportlich bin. Nur fuehlt sich dieses Adjektiv fuer mich immer noch sehr fremd an. Vielleicht, weil ich sportlich mit sportlich begabt gleichsetze. Und das bin ich nicht. Alles was ich physisch betreibe ist hart erarbeitet und erschwitzt. 🙂 Andererseits kann man ja auch kuenstlerisch sein ohne super Talent zu haben, einfach dadurch, dass man es macht… Muss ich noch drueber nachdenken!

      Alles Liebe,
      Luisa

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    2. Noch ein Nachtrag zum Thema Sportlichkeit. Wahrscheinlich hilft nicht, dass ich einen sehr, sehr sportlichen Ehemann habe. Letztes Jahr haben wir uns zu einem 10 km Lauf angemeldet. Ich habe wirklich hart trainiert dafuer und lief mit einer Zeit von 1 h 6 min ins Ziel. Tyrel hingegen ist die 12 Monate vor dem Lauf insgesamt ca. 12 km gelaufen. Hat direkt vor dem Lauf sechs hartgekochte Eier gegessen, die ihn seiner Aussage nach gebremst haben. Und trotz allem war er nach 48 Minuten im Ziel.

      Fies oder?

      Dafuer kann ich Mathe. 😀

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      1. „Vielleicht, weil ich sportlich mit sportlich begabt gleichsetze“, auch das könnte von mir sein 😀

        Das andere wesentlich müheloser wesentlich sportlicher sind als ich, blende ich aber inzwischen weitestgehend erfolgrich aus 🙂

        Du kannst Mathe? Ich kann Dreisatz, toll oder? 😆

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      2. Dreisatz bringt einen im Alltag am weitesten. Wenn man vom Laufen mal absieht, denn 10 km Dreisatz rechnen bewegt einen trotzdem nicht vom Fleck.

        Also: Alles richtig gemacht, Volker! 😀

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    1. xD xD xD
      *wuerg*
      Das Einzige, was ich daraus haette filzen wollen, waere ne Filzlaus gewesen, aus gegebenem Anlass… Oder nen Highway Killer in stinkendem Wachsmantel fragwuerdiger Herkunft. Ach nee, das war ja der Besitzer der Haare. xD
      Jedenfalls besitze ich einen grossen Fundus von Inspirationen, hihi. xD

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  6. du hast ja nen vogel !
    brauchste garnich abstreiten
    is deutlich sichtbar auf den fotos
    muahaha
    muahahahaha

    bezieht sich die fragwuerdige herkunft auf den high waykiller
    oder auf den wachsmantel ?

    ansonsten tja mit den hühnern
    da solltest du dir keinen kopf machen
    manchmal is halt der wurm drin
    das is wie bei uns menschen
    die einen hamm ne macke die anderen nich
    🙂
    das is halt so
    grillen im schnee ja das nenn ich doch mal toll
    hier in der gegend gibt es ja eine sogenannte “ grillsaison “
    wir haben uns an sowas aber nie gehalten
    bei uns wird die grillsaison 2020 heute abend beendet
    zwar nur so für das ronnyherrchen und mich
    aber hee wir brauchen ja ansich niemanden weiter
    die wollen alle nur meine würstchen klauen kicher kicher
    ja und die grillsaison 2021
    wird morgen gegen 0700 eröffnet a.m. für deine zeitrechnung
    da kommen denn die restwürstchen auf den grill und danach in die pfanne
    zu den rühreiern
    tscha ansonsten wuenschen wir einen guten rutsch
    was dir ja sehr viel leichter fällt als uns
    im absolut schneefreien potsdam
    aber man kann halt nich alles haben
    gruß in den hohen norden 🙂
    auch an arma
    du siehst ich habe mir den namen doch gemerkt ( kicher kicher )
    deine bella 🙂 samt ronnyherrchen

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    1. Hallo schachtldaifal,
      auch dir alles Gute fuers Neue Jahr! Ich freue mich immer wieder ueber deine Kommentare und Beitraege, dein Humor ist einfach spitze! 🙂
      Moege 2021 dir einige positive Ueberraschungen bereiten, die du dann unbedingt bloggen musst. 😉
      Liebe Gruesse aus Kanada und nen guten Rutsch,
      Luisa

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  7. Liebe Luisa,
    wie immer habe ich Deinen Blog mit grossem Interesse verfolgt…auch, weil ich (wenn auch ein „paar“ Jahre aelter) viele Dinge sehe, die bei mir aehnlich ablaufen.
    Vorallem, was die „Beziehungsgeschichte“ angeht….da habe ich auch immer so empfunden wie Du (zu sehr angepasst aus Liebe und dann auf der Suche nach dem eigenen „Ich“, das man dann versuchen will auszuleben)…habe aber auch angefangen, das ein wenig weiter zu analysieren und ein wenig ehrlicher zu mir zu sein und…..klar, es faengt mit verliebt sein und Anpassung an den Partner an, aber, das was ich (vlt. ja auch Du ?) dann gefunden haben, ist, dass ich mich meist in sehr unsichere und ungewohnte „Gewaesser“ gewagt habe und am Anfang der Partner dabei meine Sicherheitsleine war und ich mich auf ihn viel verlassen habe.

    Als z B. das Leben hier mitten im Wald, mehr zur Gewohnheit wurde und ich durch meine Erfahrung unabhaengiger wurde, habe ich angefangen, mehr in Dinge, die ich ihm teilweise ueberlassen habe, einzugreifen und meine Meinung einzubringen.

    Das war dann fuer ihn ungewohnt und ich habe ihm nie wirklich die Moeglichkeit zugestanden, dass auch er mit der „neuen Ela“ klarkommen lernen muss und so gab es dann immer reichlich Zwistigkeiten und beide fuehlten wir uns immer missverstanden.

    Inzwischen habe ich mir meine Bereiche abgesteckt, wo er gern seine Meinung sagen kann, aber, ich die volle Verantwortung uebernehme und umgekehrt genauso. Es gibt immernoch Dinge, die der eine besser kann, als der Andere, aber, das ist okay….aber, ich mache inzwischen auch „mein Ding“, wo ich mache, was ich fuer richtig halte und auch bereit bin in „offene Gewaesser“ zu schwimmen ohne backup.

    Das ist teilweise beaengstigend und manchmal will ich mich lieber wieder in die Sicherheitszone begeben….aber, mache ich nicht. Heisst nicht, dass ich nicht um Hilfe bitte kann, aber, das ist dann wirklich letzte Instanz.

    Ich habe dadurch unglaublich viel ueber mich, meine Grenzen, Belastbarkeit und was ich wirklich will und leisten kann und will erfahren…..aber, es war und ist noch immer, ein Prozess.
    Aber, ich habe gelernt, dass ich auch gern mal die Verantwortung abgeschoben hatte und mich dann aber ueber die Resultate beschwert habe und mich falsch verstanden fuehlte.

    Muss ueberhaupt nicht so bei Dir sein….aber, Du bist glaube ich auch in den letzten Jahren sehr gewachsen und all das was Du so beschreibst….hoert sich an, als ob Du auch Deinem Mann in manchen Dingen „entwachsen“ bist…..da muss er auch erstmal mit klarkommen.

    sorry, wenn ich da jetzt vlt. ueber’s Ziel hinausgeschossen bin und mich das nichts angeht!!

    Ansonsten….mach weiter und mach, was Du meinst tun zu muessen….Life’s too short to waste a minute 😉

    Alles Liebe fuer Euch beide und nur das Beste fuer 2021 verbunden mit einer dicken Umarmung von unten rechts 😉
    ela

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    1. Hi ela,

      Ganz lieben Dank für deinen offenen Kommentar, da habe ich mich sehr drüber gefreut! 🙂

      Was du schreibst, kommt oft auch ähnlich in meiner Beziehung vor. Es ist ein guter Nährboden zum Wachsen, daher muss es ja auch manchmal ungemütlich werden, sonst würde man schließlich nicht seine Sicherheiszone, wie du sie passend beschreibst, verlassen.
      Es fällt mir nur manchmal schwer, zu akzeptieren, wenn es gerade nicht gut läuft. Was komisch ist, denn wenn es mal im Beruf, bei Freundschaften oder bei Hobbies nicht gut läuft, denke ich „Ist bestimmt nur eine Phase, es kann ja nicht immer gut laufen.“.
      Wenn das hingegen in meiner Beziehung passiert, fühlt es sich eher existenzbedrohend an, obwohl es ja eigentlich die gleiche Situation ist.
      Aber da habe ich dieses Jahr auch viel an mir gearbeitet und mal genauer hingeschaut warum ich wann wie reagiere und welche Muster und bisherigen Erfahrungen dahinter stecken und ob mir das in meiner jetzigen Situation noch dienlich ist. Puh, anstrengend.
      Lohnt sich jedoch! 🙂
      Eigentlich auch nichts anderes als du betreibst mit dem Ausmisten – nur dass ich am Ende keinen Haufen Sachen sehe, den ich losgeworden bin. 😉

      Alles Liebe und die besten Wünsche für 2021!
      Luisa

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    1. Das wünsche ich dir auch! 🙂
      Danke, dass du immer wieder hier rein schaust. Und ich freue mich, dass es dir oft ähnlich ergeht wie mir. So brauchen wir uns beide nicht allein oder komisch vorkommen, hihi! 🙂
      Alles Liebe,
      Luisa

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  8. Für mich liest sich dein Jahresrückblick sehr positiv. Respekt vor deiner sportlichen Leistung! Man kann auf jeden Fall in das sportliche Gefühl reinwachsen (so wie man auch rauswachsen kann^^). Ich wage zu behaupten, dass es das Gefühl ist das man hat, wenn man gerade Sport macht, es einem just leicht fällt und Spaß macht.

    Wegen der Beziehungssache:
    Ich kann da schlecht mitreden. Von meinen seit jahrzehnten glücklich verheirateten Eltern weiß ich, dass sie auch ihre Konflikte miteinander hatten. Für sie war wichtig, dass sie immer ehrlich und offen miteinander geredet haben – und so eben miteinander Lösungen gefunden haben.

    Ich wünsche dir, dass 2021 für dich ein schönes Jahr wird, dich deine fedrigen kleinen Freunde noch lange begleiten und glücklich machen und du das schaffst, was du dir vorgenommen hast.
    Liebe Grüße 🙂

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    1. Vielen lieben Dank fuer deinen Kommentar, itariyiki! 🙂

      Du hast recht, vielleicht sollte ich mehr auf mein Gefuehl beim Sport selbst achten und nicht dieses grosse Ziel eines Meilensteins vor Augen haben. Die Kausalitaeten sind wahrscheinlich verkehrt.

      Wenn ich nen Bergmarathon ueberlebe, dann bin ich sportlich? Eigentlich ist es doch: Wenn ich sportlich bin, ueberlebe ich besagten Marathon! 🙂

      Danke auch, dass du einen Rat von deinen Eltern teilst. Stimmt komplett, es sollte ja eigentlich nicht so schwierig sein. Aber wenn erstmal alles eingefahren ist und man selbst auch ein paar unguenstige, erlernte Paeckchen mitbringt, ist es oft schwierig vernuenftig miteinander zu reden.

      Wie gesagt, wir sind auf nem guten Weg zueinander, kommunizieren viel besser und vor allem wollen wir es beide gern zusammen schaffen. Das sind doch gute Voraussetzungen.

      Fuer 2021 wuensche ich dir, dass du beruflich und privat voll zufrieden bist und die fuer dich stimmige Kombination aus Tagesrhythmus, sportlicher Aktivitaet, Zocken und der Karriere findest. 🙂

      Alles Liebe aus Kanada,
      Luisa

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    1. Liebe Luisa,
      Ich weiß ich bin sehr spät dran mit meinem Kommentar, aber ich hoffe, dass für dich das neue Jahr etwas besser angefangen hat, als das alte Jahr versprach. Manchmal ist es gut, mit ein wenig Abstand zurückzublicken und dann kommen uns manche Konflikte so klein und sinnlos vor. Und wenn wir ganz viel Glück haben, kommen wir einen Schritt weiter auf unserem Weg, wo wir ohne den Konflikt gar nicht hingekommen wären. Ich wünsche dir weiter so viel Elan, Freude mit deinen Hühnern, traumhafte Naturerlebnisse und die Gewissheit, dass ihr zusammen soooo viel geschafft habt, wie keiner von euch beiden allein hingekriegt hätte.
      Liebe Grüße, Martin

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      1. Lieber Martin,
        Vielen Dank für deine lieben Worte! 🙂
        Ich denke eigentlich, dass alle Begegnungen, Beziehungen und auch Konflikte uns letztendlich helfen sollen, uns weiterzuentwickeln und uns zu unserem Besten zu entfalten. Ohne die Spannungen 2020 wäre ich sicherlich noch mehr in meiner Komfortzone stecken geblieben und mir nicht so sehr bewusst, was ich genau brauche und will im Leben.
        Und 2021 läuft schon einiges besser und entspannter, von daher stimmt für mich auch die grundsätzliche Richtung.
        Alles Liebe aus Kanada und ich hoffe es geht dir gut!
        Luisa

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