Ausrichtung

Den Sommer habe ich dafuer genutzt, zu ueberlegen. Was mich aus der Bahn geworfen hat. Ja, vielleicht Corona. Aber genau was an Corona? Und was kann ich machen um mich in dem Leben, das ich gestalten kann, wieder in Balance zu bringen?

Ich glaube es war mein Thema mit der Freiheit. Ich liebe das Gefuehl von Freiheit, von Moeglichkeiten und Selbstbestimmtheit. Das ist uns in den letzten Monaten allen ein wenig abhanden gekommen. Auch wenn es vorher vielleicht nur eine Illusion war, denn wie viele der scheinbar unbegrenzten Moeglichkeiten hat man denn tatsaechlich ausgekostet? Und vieles ist doch noch machbar, wenn auch vielleicht anders als gewohnt.

Also was kann ich tun um mich wieder frei zu fuehlen?

Fuer mich lautet der Weg: Eigenverantwortung uebernehmen und so viel wie moeglich selbst machen. Auch wenn ich es gut finde, dass Tyrel und ich uns gut ergaenzen in der Partnerschaft, verleitete es mich dazu, manche Dinge nicht mehr selbst zu machen. Weil er schneller/geschickter/besser ist in einigen Dingen. Doch das fuehrte unbemerkt zu einer gewissen Abhaengigkeit, da ich ihn ja oefter darum bitten musste, gewisse Dinge zu tun. Dass er fuer zwei Monate auch am Wochenende gearbeitet hat, hat die Situation natuerlich nicht entspannt. Also Aermel hochkrempeln und selbst ist die Frau.

Einige kleinere Bauprojekte wurden von mir geplant und durchgefuehrt, ganz alleine. Normalerweise halte ich wenigstens Ruecksprache mit Tyrel, weil er mehr Erfahrung in den Dingen hat. Aber alles hat auch so geklappt.

Mit Freunden habe ich eine Zeltgarage aufgebaut, in der ich meine Sachen lagere, sowie alles was zu Huehnern und Landwirtschaft gehoert. Ausserdem habe ich dort eine kleine Werkbank, mit der ich wetterunabhaengig werkeln kann.

Fuer vier Tage habe ich eine viertaegige Kanutour mit Freunden gemacht und ganz ohne Tyrel geplant, gepackt, gepaddelt und gelagert. Er musste arbeiten und hat sich um die Huehner gekuemmert.

Und was mir mit Abstand am schwersten fiel:

Ich habe Hahn Jumanji gekoepft und zu Suppe verarbeitet.

Fuenf Haehne hatte ich insgesamt. Einen habe ich behalten, drei habe ich zu neuen Huehnerharems vermitteln koennen. Doch Jumanji… er hat Klumpfuesse bekommen, was immer ausgepraegter wurde je schwerer er wurde. Am Ende konnte er weder scharren noch in den Stall huepfen ohne regelmaessig umzufallen. Auf eine Sitzstange fuer die Nacht fliegen klappte auch nicht. Ich wusste nicht, ob ihm die Fussfehlstellung Schmerzen bereitet hat. Aber in der letzten Woche seines Lebens wurde er richtig fies zu seinen Mithuehnern und auch zu mir und griff gerne an, wenn man in seine Naehe kam. Ich koennte jetzt einen Vergleich ziehen zu einem Propagandaminister mit Klumpfuss, aber lasse es lieber.

Ihn zu schlachten, was in der Theorie logisch klang, war nicht mehr so einfach als er vor mir lag und mich ansah, waehrend ich das Beil ansetzte. Doch eine Alternative sah ich nicht.

Jemand anders fragen, die Handlung fuer mich zu erledigen?

Nicht selbstverantwortlich.

Ihn leben lassen?

Nicht verantwortungsvoll ihm gegenueber (wobei ich mir bewusst bin, dass es dazu andere Meinungen gibt).

Ihn beerdigen?

Nicht fair gegenueber all den anonymen Lebewesen, die ich bisher in meinem Leben gegessen habe. Die waren genauso am Leben wie Jumanji, nur dass sie keinen Namen hatten, nicht mit ihnen gekuschelt wurde, sie weder gekannt noch geliebt wurden.

Waere es besser, wenn er nach dem Schluepfen direkt geschreddert worden waere, wie es zu Millionen geschieht?

Waere es besser, sich mit Fleischkomsum nicht naeher zu befassen und einfach im Supermarkt zu kaufen, was sauber abgepackt im grell beleuchteten Regal steht?

Waere es besser, vegan zu leben?

Viele Fragen auf die nur jeder selbst eine Antwort finden kann.

Fuer mich ist es okay Tiere zu essen, wenn ich mich aktiv damit auseinandersetze und daran teilhabe. Daher jage ich, arbeite ich in der Fleischerei und esse meine Huehner, wenn ich keine andere Moeglichkeit sehe, sie ein glueckliches Leben fuehren zu lassen.

Trotzdem:

Tut mir leid, Jumanji.

Danke Jumanji.

Ich hab dich gern Jumanji!

Nun ist Hahn Daisy der Chef in der Gruppe. Seine Zehen sind zwar auch nicht perfekt gerade, aber das ist nur ein Schoenheitsfehler – er kann scharren, springen und laufen ohne Probleme.

Aber die letzten Wochen waren nicht nur schwer und wegweisend. Sie waren auch voller schoener Momente, Lachen und Bewunderung fuer die Natur.

Zum Beispiel habe ich endlich das perfekte Dankeschoen Geschenk fuer meine Freunde gefunden, die die Kueken in den ersten Wochen grossgezogen haben: Kissen, die mit einem Bild ihres Lieblingshuhns bedruckt wurden.

Ich freue mich ueber die zwei Kissen mit Huhn Icicle. Der rechte Hintergrund ist das Weltall, und der linke Hintergrund eine Strasse in Tokyo.

Natuerlich gab es auch viele schoene Momente mit den Huehnern.

Alles in allem ein schoener, wenn auch verregneter Sommer. Morgen hole ich die letzte Gemuesekiste der Saison ab. Und dann geht es in grossen Schritten auf den Winter zu.

Danke an die treuen Seelen, die trotz der Inaktivitaet hier trotzdem regelmaessig reinschauen. Das motiviert mich immer wieder, mich trotz Unlust doch zum Schreiben aufzuraffen!

Das Gleiche gilt natuerlich fuer die Wachruettelversuche per Email. ^^

Habt ihr die Krise auch als Anlass genommen, mehr selbst taetig zu werden und was zu machen, was ihr sonst nicht getan haettet? Und hilft euch das so wie mir? Wuerde mich ja interessieren. 🙂

34 Kommentare

  1. Schön von Dir zu lesen!
    Wie immer, habe ich darauf schon gewartet. Hat man jemanden auf die eine oder andere Weise gern, sorgt man sich, wenn man nichts hört. Ein Beitrag von Dir beruhigt mich immer etwas. Und schenkt mir ein wenig Normalität.
    Schön, dass Du so aktiv bist. Man muss übrigens nicht alles können. Gerade als Paar ergänzt man sich ja auch. Aber es beruhigt zu wissen, dass man sich helfen kann.

    Pass auf Dich auf! Gabi

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    1. Hallo Gabi,

      ich freue mich auch immer, von dir zu lesen!
      Genau, man muss nicht alles koennen, da stimme ich dir zu. Allerdings hilft es mir gerade sehr, auszuloten, was ich eigentlich kann. Klar wird sich das eine oder andere wieder anders einspielen mit der Zeit. Aber derzeit tut es mir einfach gut, so viel wie moeglich selbst zu machen. Und das mit Jumanji war eher eine Grundsatzfrage – ich fand damit musste ich mich als Fleischesser konfrontieren.

      Geht es dir denn gut? 🙂

      Liebe Gruesse,
      Luisa

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      1. Jumanji…. Für mich war das richtig. Ich habe mich auch von unseren Enten verabschiedet ‚Bis später im Topf‘. Und auch die Karnickel haben mir geschmeckt. Nur hatten die Tiere bei uns keine Namen. Das könnte es in Zukunft einfacher machen 😉
        Ansonsten geht es mir gut. Nur die Art zu leben gefällt mir gerade nicht wirklich. Ich halte tapfer durch und krabbel regelmäßig wieder aus dem Loch, in welches ich ebenso regelmäßig reinfalle. Meine Tage sind angefüllt mit Arbeit und Aktivität. Deswegen kann ich Dein Ausloten gut verstehen. Vielleicht gibt es gerade keine großen Ziele, aber ein paar kleine können wir anpeilen 🙂
        Fühl Dich geknuddelt!

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      2. Hihi, bei den Namen hatte ich ja keine Wahl… Das war die wichtigste Frage der Kinder seit dem ersten Lebenstag der Kueken: „Wie nennen wir sie?!“
        Und anschliessend, als ich den Kindern Bericht erstattet habe ueber die fedrigen Freunde, da musste ich sie ja auch beim Namen nennen, damit alle wissen, welches Huhn gemeint ist.
        Naja. Er ist trotzdem gestorben worden.
        Und Tyrel hatte einen fiesen Infekt zu der Zeit, da hat ihn die Jumaji-Suppe wieder schoen aufgepaeppelt. Da habe ich mich drueber gefreut! 🙂
        Ist deine Zahnarzt-Baustelle schon abgeschlossen?
        Denke dran: Auch zwei Schritte vorwaerts und einer zurueck geht in die richtige Richtung! 🙂
        Alles Liebe und lass es dir gut gehen!
        Luisa

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      3. Ja, Hühnersuppen haben eine magische Wirkung 🙂 Und so hat Tyrel Deine doppelte Liebe und Fürsorge erfahren dürfen. Schließlich hast Du viel Herzblut in die Aufzucht des Federviehs gesteckt. Und sicher auch in die Zubereitung der Suppe 🙂
        Die Zahnarzt-Baustelle ist noch in Arbeit. Aber es ist ein (vorläufiges) Ende in Sicht. Holunder ist gesammelt. War nicht viel zu finden. Hier ist es so trocken, dass die Beeren praktisch vertrocknen, sobald sie reifen. Aber für 2 Flaschen Likör wird es reichen. Und gestern gab es die ersten Steinpilze. Zusammen mit Hähnchenbrust in einer Rahmsauce nach Julia Child. Solange wir uns mit solchen Köstlichkeiten verwöhnen können, ist ja noch nicht alles verloren.
        Danke fürs aufmuntern!
        Gabi

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  2. Schöne Gedanken und Bilder.
    Dafür lese ich doch immer wieder gerne den Blog!

    Die Corona-Krise ist bei mir privat eher untergegangen, was daran liegt, dass sich mein Leben wegen meinem ersten Sohn sowieso komplett umgestellt hat und die ersten Lebensjahre meines Sohns ebenfalls starke Lebensumstellungen für mich bedeutet haben – ich kann aber sagen, dass es sich gelohnt hat und ich nichts bereue.
    Ich denke die Auswüchse und soziale Isolation der Corona-Krise habe ich eher dankbar empfangen, da ich so mehr Zeit für mich und meine Familie hatte, ohne langfristige sozialen Kontakte/Gruppen in Frage zu stellen.
    Durch die Gesetze und praktischen Handlungsweisungen der Coronakrise wird der Kern des Zusammenlebens der Menschen angetastet: Die eigene Familie / Menschen mit denen man zusammenlebt wird/werden wieder wichtiger, wohingegen früher der Trend dazu hinging, dass das Individium und die persöhnlichen Lebenswünsche über Allem standen.

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    1. Oha, naehern wir uns jetzt also dem in den meisten asiatischen Laedern vorherrschenden Kollektivismus? Definitiv ist der von Vorteil wenn es um Eindaemmung der Pandemie geht. Obwohl es wahrscheinlich immer noch der Individualismus ist, wobei die Kernfamilie im Mittelpunkt steht.
      So oder so – fuer dich war es denke ich einer der am minimal unguenstigen Zeitpunkte im Leben, in der die Pandemie passierte. Aber auch das wird denke ich getragen von einer positiven Grundeinstellung – du koenntest bestimmt auch Gruende dafuer finden, dass es jetzt gerade extra unguenstig ist ^^
      Kurzum: Laeuft bei dir ^^

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  3. Moin, moin Luisa,
    danke für die Scönen Bilder und den Einblick in Dein „Seelenleben“!
    Es freut mich, dass Du einen Weg zu mehr „gefühlter“ Freiheit gefunden hast und es Dir damit besser geht.
    Corona hat bei uns auch vieles durcheinander gerüttelt.
    Uns ist dadurch noch intensiver klar geworden, wie gut es uns geht! 🙂
    Liebe Grüße aus Schleswig-Holstein
    Jens

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    1. Moin Jens,
      danke fuer deine lieben Worte! 🙂
      Wie schoen, dass die Krise bei euch zu noch tieferer Dankbarkeit gefuehrt hat! Als ich auf dem Fluss unterwegs war, konnte ich auch nicht fassen wie gut ich es hab. Paddel durch die Wildnis auf einer Wasserquelle ohne das Territorium verlassen zu haben. Dabei ist Wildnis und/oder Trinkwasser in so vielen Teilen der Erde aeusserst knapp oder so gut wie nicht vorhanden.
      Mir geht es gut, so viel ist klar. Der „Freiheitsgedanke“ ist denke ich nur das Sahnehaeubchen.

      Viele Gruesse aus dem Yukon,
      Luisa

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      1. Liebe Luisa und lieber Jens,
        ich denke auch, dass da viele Chancen in Corona stecken. Auch mich erfüllt es mit großer Dankbarkeit die Wunder der Natur noch bewusster zu erleben. Und ich habe das Gefühl die Natur erholt sich etwas von uns, jetzt wo wir nicht mehr so viel rumreisen und die Wirtschaft nicht ganz so brummt. Ich habe wieder mehr Hoffnung, dass wir es schaffen diesen wunderschönen Planeten doch noch etwas länger zu erhalten.

        Herzliche Grüße,
        Martin

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      2. Lieber Martin,

        da triffst du den Nagel auf den Kopf. Vor allem finde ich gut, dass wir jetzt ein gutes Beispiel haben. Ja, es ist moeglich, zurueckzuschrauben und ja, die Natur erholt sich, wenn wir sie lassen. Dieses Szenario des Nicht-Wachstums der Wirtschaft schien ja immer undenkbar. Jetzt probieren wir es einfach mal aus und koennen vielleicht ein paar Anstoesse aus der Zeit mitnehmen, um die Zukunft bewusster und mit mehr Moeglichkeiten zu gestalten.

        Alles Liebe aus Kanada,
        Luisa

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  4. Schön von dir zu lesen! Oh, das mit Jumanji hätte ich nicht über mich gebracht, aber ich finde dein Handeln konsequent und nachvollziehbar. Ich lebe vegetarisch, aber so wie du es machst, finde ich Fleischkonsum eigentlich okay. Wie geht es Alma? Ich finde es toll, wie du deine Frau stehst, da könnte ich mir eine Scheibe davon abschneiden. Bei uns in Indien ist das Leben unverändert und ich bin immer noch zu Hause. Das ist auch eine Herausforderung und eine riesige Geduldsprobe. Liebe Grüße Irène

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    1. Hallo Irène,
      danke fuer deinen lieben Kommentar!
      Arma geht es gut – stimmt, habe ich gar nicht erwaehnt. Sie hat ihre erste Laeufigkeit ueberstanden und ich habe das Gefuehl, dass sie dadurch ziemlich gereift ist.
      Wow, ich ziehe wirklich meinen Hut vor dir. Was fuer eine Aufgabe, diesen Lockdown in Indien zu meistern. Dagegen fuehlt sich alles, was mich so bewegt, sehr nichtig an. Ich schicke dir ganz viel Kraft und hoffe, dass du bald wieder mehr Freiheiten hast!
      Alles Liebe,
      Luisa

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  5. „Ich könnte jetzt einen Vergleich zu einem gewissen Propagandaminister ziehen, aber lassen wir das mal“, 😀 Das war wirklich ein guter Satz! Und ja, die Entscheidung fällt wohl schwer, aber manchmal muss man die Ratio über die Emotion stellen…

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    1. Du hast genau recht, Gerry.
      Wobei es für mich klar und alternativlos war, nur die Ausführung selbst fiel mir wirklich schwer.
      Ich freue mich, dass dir die Anspielung auf Dr. G. gefiel. 😁

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  6. Hallo Luisa,
    so, da bin ich nun und will Dir als 57jaehrige nur mal kurz auf die Schulter klopfen und sagen…richtig so!!!
    Warum….es ist so leicht sich „zu verlieren“ und nur noch (wenn vlt. auch unterbewusst) als „voll“ zu fuehlen, wenn man als Team fungiert.
    Man tendiert sogar dazu sich von der Aussenwelt „mitreissen“ zu lassen, denn, es ist noch heute so, wenn man so lebt wie Ihr und wir, dass der Mann als derjenige angesehen wird, der das Leben hier draussen stemmt und man selbst immer erst im 2. Satz genannt wird.
    Dass das aber nur geht, weil man sich ergaenzt, wird oft uebersehen und ich kann aus eigener Erfahrung nachvollziehen, dass man anfaengt „den Weg des geringsten Widerstandes“ zu gehen.
    Ist ja auch oft so, weil man so viel um die Ohren hat, dass man aus Zeitgruenden einfach den Machen laesst, der’s schneller und einfach hinbekommt, aber, man darf nie aus dem Auge verlieren, dass, wenn derjenige mal nicht da ist, es auch irgendwie klappen muss.
    Ausserdem ist das Gefuehlt, etwas allein auf die Beine gestellt zu haben und zu wissen, dass man im Notfall auch alleine klarkommt, einfach unbezahlbar.

    Was Du mit Jumanji gemacht hast….genau so und nicht anders ist es richtig und eigentlich auch von der Natur gedacht …..auch wenn es der zivilisierten Aussenwelt etwas krass erscheinen mag.

    Freue mich jedenfalls, dass Du Deinen Weg gehst und auch Kudos an Tyrel, Dich auf diesem Weg zu unterstuetzen, denn, das ist ja auch manchmal so eine Sache 😉

    In diesem Sinne….lass Dich vom Leben nicht unterkriegen und gehe weiter Deinen Weg 🙂
    glg
    ela

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    1. Liebe Ela,

      Vielen Dank für deine lieben Worte, über die ich mich sehr gefreut habe! 😊
      Du hast recht – was wenn einer mal nicht da ist? Gemeinsame Urlaube sind nicht unbedingt einfacher mit Hühnern und ich hoffe immer noch, dass Tyrel irgendwann mal aufs College gehen kann – egal wo. Außerdem kann jeder mal krankheitsbedingt ausfallen. Also selbst ist die Frau!

      Es beruhigt mich auch zu wissen, dass du das kennst, was sich so einschleicht. Ich meine, unsere Lebensweisen sind doch etwas speziell, oder gar exotisch!? 😂

      Nochmals danke und ich bin schon gespannt, was bei dir als nächstes ansteht. Irgendwas ist ja immer. 😄

      Viele Grüße von oben links,
      Luisa

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      1. Hi Luisa….jederzeit gern und manchmal braucht man (auch wenn man gutes Selbstbewusstsein hat) einfach mal ein Schulterklopfen von Aussen.

        Und Du hast recht….unsere Lebensweisen sind doch ein „wenig“ ausserhalb dessen, was als Norm angesehen wird….hahaha 😉

        Falls Du einfach mal jemanden brauchst,(zum Reden, Auskotzen oder auch gern mal Anschreien) der Dein Innen- und Aussenleben vlt. etwas besser nachvollziehen kann….Du weisst wo Du mich findest 😉

        Lieben Gruss von unten rechts und bis bald wieder
        ela

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  7. Moin Luisa,

    Deine Eingangsworte könnten auch meine Eingangsworte für einen Post sein, nur das ich bislang noch keinen Ausweg in gesteigerter Aktivität gesucht habe. Allerdings gibt es da in einem „großstädtischen“ Reihenhausidyll auch nicht so viele Möglichkeiten wie bei Dir.

    Deine Gedanken zur Schlachtung von Jumanji finde ich sehr nachvollziehbar und richtig in ihrer Konsequenz. Und die Suppe sieht richtig lecker aus! 😀

    Über Hahn „Daisy“ mußte ich dann aber doch etwas schmunzeln.

    Übrigens: Das Bild mit dem Topf auf dem Feuer mit den züngelnden Flammen vor der Kulisse ist wirklich genial!

    Komm weiter gut und aktiv durch diese belastenden Zeiten.

    Liebe Grüße aus dem ganz hohen Norden Deutschlands
    Volker

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    1. Hi Volker,

      Schade, dass es uns beiden ähnlich geht, aber doch irgendwie tröstlich, nicht allein zu sein.
      Ich glaube man muss gar nicht in der Pampa wohnen in der Richtung was zu machen, die mir gerade hilft. Es geht darum, etwas zu (er-)schaffen. Das kann genauso gut Entrümpeln sein, ein neues Regal aufbauen und einräumen, ein Gedicht schreiben, oder ein Paar Socken stricken! Etwas, in das man Energie steckt und das nicht verpufft, sondern bleibt und vielleicht sogar noch einen Nutzen für das eigene Leben hat. Vielleicht fällt dir ja auch was ein… dann gar nicht lang Nachdenken, sondern einfach machen!
      Für mich eine Garantie, dass es mir danach ein ganzes Stück besser geht – vielleicht klappt es auch bei dir! 😊

      Danke auch für deine Rückmeldung zum Thema Jumanji. Das fiel mir schwer, aber das Aufschreiben im Blog hilft mir, Geschehnisse final zu bearbeiten. Ich vermisse ihn immer noch ganz schön, er hat mich oft zum Lachen gebracht.

      Naja, muss ich das wohl auch selbst übernehmen. 😂

      Alles Liebe von oben links,
      Luisa

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  8. Liebe Luisa,
    ich freue mich immer über Nachrichten aus deinem selbstverantwortlichen Leben. Und ich weiß, dass es nicht immer leicht ist in der Selbstverantwortung zu bleiben, – jedoch, sind wir doch immer selbstverantwortlich für unser Leben und den Umgang mit unserer Umgebung. Die Frage ist nur, ob wir diese Selbstverantwortung auch bewusst annehmen oder uns darum herumschleichen. Du hast ein Auge darauf, weil du freiheitsliebend bist. Das ist gut so!
    Bevor das jetzt ein allzu langer Sermon wird, höre ich auf – obwohl es dazu viel zu sagen, respektive schreiben, gäbe – weil ich ja ganz etwas anderes schreiben wollte.

    Ja, auch ich habe mich in der letzten Zeit neu ausgerichtet. Aus der Bahn geworfen hat mich mein 70jähriges Leben und zu erkennen / zu begreifen / zu erfahren, – alt zu sein. Das oben beschriebene „bewusst annehmen“ – braucht seine Zeit …
    Da ich die Zeit für das Auslichten meiner Vergangenheit (vieles habe ich weggegeben) genutzt habe, um leichter zu werden – innen und außen, Platz zu machen für die Gegenwart kam mir die Ruhe der Coronazeit im Außen sehr entgegen. Über das Auslichten habe ich einiges in meinem Blog geschrieben.

    Nach 30 Jahren Leben in vorgegebenen Bahnen, führe ich seit 40 Jahren ein unkonventionelles Leben mit dem wehenden Banner „Freiheit“. Dieses tiefe Verlangen spüre ich bei dir auch – obwohl wir es jeweils anders leben.
    Betty Davies sagte zu ihrem 70. Geburtstag „Altwerden ist nichts für Weicheier“. Das sehe ich auch so!

    Nun zu Jumanji:
    Ich war ein Gartenkind mit einem großen Garten und einer Großmutter, die mir die Liebe und den Respekt für und zur Natur beibrachte. In der Nachkriegszeit lebten wir vom großen Gemüsegarten, und wir hatten Hühner, Hasen und Truthähne.
    Ich gab ihnen Namen, fütterte und pflegte sie, und wenn es Zeit war, nahm meine Großmutter die Hacke und köpfte sie auf dem großen Hackstock, auf dem sie sonst die Holzscheite für den Ofen hackte. Ich sah zu, die Federn wurden gerupft, die Innereien ausgenommen, und schlussendlich war es ein seltenes Festessen.
    Mein geliebtes Huhn oder Hase trug dazu bei uns zu ernähren. War Nahrung für uns, so wie ich sie vorher genährt habe.
    Keine Naturromantik.
    Aber Achtung, Respekt und Liebe für die Natur und Tiere.

    Ich liebe deine wunderschönen Naturfotos und die Lieblings-Hühnerkissen finde ich wunderbar!

    Ein gutes Leben wünsche ich dir und uns allen
    Monika

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    1. Hallo Monika,

      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Das sind schöne Erinnerungen an deine Oma und den Garten. Ich frage mich, wann uns diese Natürlichkeit abhanden gekommen ist. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir schon wieder auf dem Weg zu ihr sind. Wir müssen nur alle ein bisschen mithelfen. 😊
      Und du tust deinen Teil ganz bestimmt – ich finde es bewundernswert, dass du dich und dein Leben immer wieder auf den Prüfstand stellst. Das kostet viel Kraft, gibt aber auch viel zurück.

      Weiterhin viel Kraft dir und ein gutes Leben,
      Luisa

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  9. meine liebe, schön von dir zu hören, veränderungen sind doch gut, mir ging es nach dem trail auch so, dass ich dann relativ schnell wieder in meinen alten trott gefallen bin, dann habe ich die notbremse gezogen, geatmet, mehr an mich gedacht, pläne gemacht und das wandern nicht aus den augen verloren. ohje und der winter kommt – dass heisst ja bei dir / euch immer was, in berlin kann mittlerweile der bambus im winter auf dem balkon überleben, hier gibt es kinder, die noch nie schnee gesehen haben, also pass auf dich auf, wir lesden uns!!!! herzlichst jac

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    1. Hi Jac,
      heute morgen waren es schon -7 Grad hier… Brrr… Aber mittags merkt man, dass die Sonne noch Kraft hat und gegen den unausweichlichen Winterbeginn ankaempft. Aber Bambus hat auch was – macht das draussen sein im Winter einiges unkomplizierter.
      Lass es dir gut gehen und viele Gruesse,
      Luisa

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  10. Liebe Luisa,

    du gehörst ganz eindeutig zu denen, die in allem etwas Gutes finden.
    Die letzten Monate waren schon sehr eigenartig und eigenwillig … doch was soll man manchen? Wie du es getan hast – es als Chance sehen.

    Darum, weil ich dir damit auch ein wenig danke für deinen Blog und den vielen Inspirationen sagen möchte:

    https://myskaldkonur.com/2020/09/17/awesome-blogger-award/

    😉 hab dich nominiert 🙂

    Alles Liebe über den Ozean zu dir.

    LG

    Rhiannon (und ja – ich hab auch ein neues Projekt in Angriff genommen)

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    1. Hallo Rhiannon,

      Lieben Dank für deine lieben Worte und die Nominierung zum Award! Ich fühle mich sehr geehrt. 🙂
      Außerdem muss ich gleich mal ausspähen, welches Projekt derzeit auf deiner Liste steht – zum Glück wird es nicht langweilig mit dir. 😉

      Liebe Grüße,
      Luisa

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      1. Liebe Luisa,

        es ist mir immer eine Freude deine Beiträge zu lesen. Mir tat ja auch zB der Gockel leid, der nachher im Suppentopf landete, aber die Art wie du schreibst …. ich finde du strahlst so viel Positives durch deine Beiträge aus, das mag ich an dir so.

        Zum neuen Projekt – „Projekt Schildmaid“ sprich – ich möchte einfach mal rausfinden, wie es sein könnte …. und da mal beim Anfang beginnen … Wikingerleben einfach …. 🙂

        du bist lieb – dann mach ich meinen Blog genau richtig …

        Alles Liebe auch von meinem Mann über den Ozean zu dir

        Rhiannon

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  11. Liebe Luisa,
    bei den Abenteuern rund um die Welt von Heike – speziell aber jetzt auch bei ihrem ihrem letzten Kanu Abenteuer – muss ich immer wieder an dich denken.
    Heute sende ich dir den Link, vielleicht interessiert es dich?

    https://www.pushbikegirl.com/nr-97-usa-kanu-abenteuer-northern-forest-canoe-trail/

    Nach zwei Regen-Kälte-Tagen kündigt sich heute wieder ein sonniger Herbsttag an.
    Hund an die Leine und raus über die Felder …
    Einen schönen Tag wünsche ich dir
    Monika

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    1. Hallo Monika,

      vielen Dank fuer den Tipp, Heike’s Blog habe ich gerne erkundet!

      Hier versucht der Herbst noch, dem Winter einige Tage abzuringen. Er will sich nicht kampflos geschlagen geben wie es scheint. Demzufolge bin ich gut beschaeftigt mit den vielen Projekten, die ich noch unbedingt vor dem Wintereinbruch vollenden moechte.

      Geniess den Herbst und viele Gruesse aus Kanada,
      Luisa

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  12. statistisch gesehen is es dem coronavirus egal ob der / die er befällt vegan lebt
    schwul is oder halt so normal wie der großteil der menschenmasse
    freilich die anderen sind auch normal nur halt anders
    die fleischversorgung is ja in der natur sehr viel einfacher
    als die versorgung mit ausreichend grünzeug zum essen
    in eurer klimatisch recht rauen gegend
    und soja um milch draus zu machen und käse für deine berühmten
    käsenudeln wächst bei euch sicher nich so gut
    ob jumanji es nun gut fand oder auch nich das er in der suppe gelandet is
    sei mal dahin gestellt
    er hätte auch opfer von nem marder werden können
    doch so wie du gehandelt hast hat er zum kreislauf des lebens beigetragen und dich ernährt
    pflanzen kohl und feuerholz mußt du auch vom stamm runterschlachten
    hat schonmal ein veganer den weizenhalm befragt wie er sich fühlte als ihm grad die beine weggeschnitten worden ?
    dein hahn hatte auslauf gutes futter
    und nen schnellen tod
    und er hat geliebt sonst gäbe es keine neuen eier /küken 🙂
    und sterben müssen wir alle mal
    man sollte auch immer dran denken “ silent green “ is menschenfleisch “
    so tönt es in einem alten postapolalyptischen film am ende
    corona ansonten hat uns nicht sehr beeindruckt
    wir haben ja als hundebesitzer sonderrechte und dürfen immer raus
    große menschenmassen meide ich sowieso da die nicht bellakompatibel sind
    konzerte und kinos kann ich mir nich leisten
    und die leute die wir auf den hunderunden treffen
    kennen wir ehh nich gut genug um uns mit denen zusammenzukuscheln
    freund haben wir trotzdem getroffen
    wir sind gesund die sind gesund
    scheinbar haben wir alles richtig gemacht
    und uns richtig ernährt mit fleisch unter anderem
    also uns hat corona nicht beeindruckt
    ansonsten ist ja eure bettstatt auf eurem ausflug recht nobel geworden
    is denn nix mehr mit auf dem boden pennen ?
    🙂
    is die luisa jetzt luxusauswanderin ? 🙂
    für deinen weg zur arbeit mit ski würde ich dir aber eher zu tourenski raten
    da du keine gespurte loipe haben wirst
    die sind zwar etwas schwerer haben im tiefschnee aber ihre vorteile
    und das die räumdienste dir ne spur zur arbeit ziehen können wir wohl beide unter ulk ablegen
    🙂 🙂
    was ich an deiner stelle noch mitnehmen würde ausser dem ruck mit dem lunchpaket für die arbeit
    is deine knarre
    wegens de wölfe und bären
    denn die stehen auf vitaminreiche skifahrer/innen
    🙂
    bella konnte ich inzwischen die vitaminreichen mountainbikerwaden abgewöhnen
    denen sie früher hinterhergejagd is
    doch ob dir das bei den bären und wölfen in deiner gegend gelingt wage ich zu bezweifeln
    so
    die bella steht hier mit der leine im maul
    das bedeutet wohl das wir raus wollen
    also schluß mit tippern und raus auf die piste
    bis denne
    ronny nebst bella 🙂

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