Mein Schwein pfeift nicht mehr (mit Bildern von toten Tieren)

Ein kurzer Zwischenbericht, geschrieben aus einem Truck, der bereits ins nächste Abenteuer rollt!

Die letzten Tage und Wochen waren gezeichnet von Arbeit, Putzen und Einräumen des Hauses, Vorbereitungen für das nächste Abenteuer sowie einem halben Schwein.

Aus meiner Zeit auf der Farm hatte ich noch Ansprüche auf ein halbes Schwein offen. Es begab sich, dass eben diese Schweine der Farm vor ein paar Tagen das zeitliche segnen… mussten. Normalerweise werden alle Hälften zum Schlachter geliefert, der dann die gewünschten Schnitte heraus zaubert. Nicht mit mir, ich möchte doch gerne selbst lernen, wie das geht!

Über den Zeitraum einiger Tage und mit Hilfe ausgewählter YouTube Videos habe ich Schweinchen Halb dann auch portionsweise in den Tief(kühl)schlaf geschickt. Leider habe ich nach den ersten Schritten keine Lust mehr gehabt, Fotos zu machen, da man dafür ja jedes Mal wieder Hände waschen und desinfizieren muss.

So weit, so gut. Jetzt mein Problem: In meiner Gefriertruhe befinden sich folgende Teile, mit denen ich nicht so recht weiß, was ich tun soll: Leber, Herz, Zunge, Pfote, Nieren und natürlich der Schweinekopp. Falls jemand Rezepte kennt, wie man dies verwerten kann: Bitte, bitte bitte schickt sie mir!! Ich möchte gerne komplett alles verwerten von dem lieben Schwein. Und wie soll ich Tyrel denn jemals ein Haus aus Schweinskopfsülze bauen, wie es schon die Doofen dereinst besangen, wenn ich keine Sülze bereiten kann?!

Auf dem Weg bin ich mit Tyrel übrigens auf eine Elchjagd. In einem Kanu ca 300 km auf den Flüssen Teslin und Yukon durch die Wildnis. Ohne Empfang, Klo oder Zelt. Dafür aber mit einer Menge Käsemacaroni ausgerüstet. Bin schon gespannt, ob ich die danach noch sehen kann. 😀

Von der Tour werde ich dann auch ausführlich berichten mit Bilders und Wörters dazu 😉

Noch ein Wort an meine E-mehl Freunde: Sorry! Ich hab euch nicht vergessen und schreibe ganz sicher zurück!!! Wenn ich wieder aus der Unzivilisation aufgetaucht bin.  🙂

Auf bald mit vielen neuen Eindrücken!!!

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21 Kommentare

    1. Jetzt hast du mich zum Lachen gebracht 😀 ich hoffe, ich bin halbwegs Vegetarier freundlich, da ich immer in der Überschrift ankündige, wenn ich Bilder von was Totem zeige. Ist nicht Jedermanns Sache, kann ich auch verstehen. 🙂

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  1. Leider kann ich Dir nicht mit Rezepten helfen. Müsste da selber erst mal bei Chefkoch etc. suchen. Innereien mag ich überhaupt nicht. Erinnere mich aber, dass meine Mutter diese in Mehl gewälzt und dann mit Zwiebeln zusammen gebraten hat.
    Wo es schon mal gute Tipps und besondere Rezepte gibt, ist der Blog von Krautjunker hier ( https://krautjunker.com/2017/06/23/ueber-gusseisen-auf-dem-lagerfeuer/ ). Die Seite ist sicher auch für Tyrel interessant 😉
    Oder Du suchst mal den Frank Mueller in Whitehorse. Der ist gelernter Metzger und sollte wissen, wie man Sülze herstellt. 😀

    Waidmannsheil für die Elchjagd!
    Gabi

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    1. Hallo Gabi,

      Danke für die tollen Tipps! 🙂
      Weißt du, ob Frank Müller hier eine Metzgerei hat? Oder ist er ein Undercover Metzger? 😉 Habe übrigens auch Sülze im Supermarkt gefunden, das heißt hier Headcheese! Kopfkäse – auch nicht schlecht.

      Liebe Grüße,
      Luisa

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      1. Der Frank hat keine Metzgerei. Im Winter ist er Trapper. Im Sommer führt er Gäste auf Fische. Ihm gehört die Ruby Range. Aber vielleicht rückt er ja mit dem einen oder anderen Tipp raus.
        Hier seine Website mit Kontaktadresse: http://www.yukontour.de/
        Der Name für die Sülze ist ja lustig 😀 Allerdings… egal wie sie heißt, ich kriege sie nicht runter. Wünsche Dir gutes Gelingen! Und wie war die Elchjagd? Enough moosemeat in the freezer? 😉
        Lieben Gruß!
        Gabi

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      2. Danke schön! 🙂 Kann es sein, dass über ihn ein Buch geschrieben wurde, das ich gelesen habe? Das kommt mir so bekannt vor :0
        Von der Elchjagd werde ich in Kürze berichten. Ich möchte die Spannung ja nicht verderben 😉
        Liebe Grüße,
        Luisa

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      3. Ja, so ein langweiliger Autor hat was über ihn geschrieben. Aber ich kenne die Schreibe von dem. Zum gähnen langweilig… Auf Amazon ist das Buch auch verrissen worden. Vielleicht sollte ich doch mal meine literarische Ader aufpolieren, damit seine Erlebnisse vernünftig zu Papier gebracht werden. 😉
        Im TV war der Frank auch schon öfter zu sehen. Da wir beide schreibfaul sind, was Briefe angeht, bin ich so wenigstens einen Hauch auf dem Laufenden 😀
        Bin schon gespannt, wie es bei Dir weiter geht!

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      4. Ja, ein literarischer Genuss war es nicht gerade… Aber das was drin steht, hat mich interessiert 😀 am besten fand ich, dass man trotzdem noch Bock auf Wildnis hat, nachdem man sich im Nirgendwo ins Bein hackt und gerettet werden muss ^^

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      5. Mir hat er mal erzählt, dass ihn mal eine Elchkuh auf einen Baum getrieben hat. Er hatte sein Gewehr vergessen. Das ist ihm dann aber auch nicht mehr passiert. *ggg* Und zwei oder drei Mal ist er mit dem Flieger abgestürzt.
        In erster Linie ist er ein fanatischer Jäger. Er bildet wohl auch Fallensteller aus. Mein Vater wollte uns mal verkuppeln. Der Funke ist aber nicht übergesprungen. Immerhin ist der Kontakt noch da. Auch wenn wir zwischendurch Jahre lang nichts voneinander hören. 😀

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  2. Also für die Innereien hätte ich ein Ragout vorzuschlagen, was meine Mutter kochte (Herz und Zunge) Beides gut säubern und in einem Topf mit Wasser bedecken. 1 TL Salz, angedrückte Pfefferkörner ca. 10 Stück, 2-3 Pimentkörner, 2 Lorbeerblätter, 1 geschälte Zwiebel, Schuss Essig und eine Prise Zucker dazu und ca. 2 Stunden leise kochen lassen.
    Das Fleisch muß beim Reinpiken mit der Gabel kernig-weich sein. Dann rausnehmen, abkühlen lassen und die Brühe durchsieben. Das Fleisch dann in Würfel schneiden (Adern raus beim Herz und die Zunge muß gehäutet werden). Eine gehackte Zwiebel in viel Butter anschmoren, 1 El Mehl dazu und durchrühren, leicht anbräunen lassen und mit ca. 1/2 l der Brühe aufgießen und rühren, rühren!
    Es entsteht eine leicht braune Sauce. diese mit Salz und Pfeffer und etwas Essig (oder Wein) schön würzig abschmecken (10 Minuten ganz leicht kochen lassen, damit der Mehlgeschmack rausgeht), ein wenig Sahne oder saure Sahne schadet nicht. Man kann dann noch gebratene Pilze dazugeben oder in feine Würfel geschnittene Essiggurke, oder Kapern, wie gewünscht. Dann das Fleisch dazu und erhitzen. Kartoffeln passen als Beilage am besten. Und ich finde das echt gut , was Du machst selbst ist die Frau!
    Sowas ähnliches geht auch mit den Nieren, die aber halbieren und mindestens 2 Stunden vorm Kochen wässern. Und die Soße mit Senf und Sahne abschmecken.
    Liebe Grüße von Muddi

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    1. Hallo Muddi,
      Vielen Dank für die tollen Rezepte! 😀 hört sich ganz lecker an!! Hätte nicht gedacht, dass ich mal Appetit auf Herz und Zunge bekomme aber jetzt bin ich voll dabei!
      Ganz liebe Grüße,
      Lupina

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  3. also zunge machst du mit kapernsauce und kartoffelstock (ich liebe zunge, das fleisch ist sooooooo zart )
    mit ohre/nase/füsse/schwanz kannst du erbsensuppe machen. d.h. du machst normal erbsensuppe und schmeisst dann diese teile dort gekocht rein. haben wir immer so gegessen. auch lecker
    niere / leber kannst du wohl auch so verwerten wie normale leber/niere (tip von mir: https://www.kochbar.de/rezept/233975/Saure-Leber-Suuri-Laeberli.html )

    grüsse und guten appetit 🙂

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    1. Hmm, vielen lieben Dank für die tollen Ideen!! 😀 ich habe glaube ich noch nie Zunge gegessen außer in Zungenrostwurst. Aber jetzt bin ich schon ganz gespannt, wie es mir gelingen wird. Ich schulde dir auf jeden Fall ne Eule 😉
      Liebe Grüße,
      Luisa

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  4. Luisi, ich beneide Dich… den Kopf musst Du halbieren. Hirn raus!!! Eine Hälft kochst Du ab. Salz Möhren, Lorbeerblatt und Zwiebeln. Wenn Du hast noch Wacholderbeeren oder Piment. Wenn sich das Fleisch vom Knochen löst lässt Du alles abkühlen. Dann nimmst Du ein scharfes Messer, schlitzt die Haut in 1 – 2 cm² große Quadrate und überbackst alles bei 180°C im Herd. Die Haut wird knusprig wie Chips. Etwas würzen vor dem essen mit Salz und Pfeffer. Ich wette ihr schafft nicht alles. So viel ist da dran. Die Backen sind besonders lecker. Aus dem Rest kochst Du eine Linsensuppe. Erbsen wurden schon empfohlen, vergiss Majoran nicht. Linsensuppe mit etwas Essig und einer Priese Zucker.

    Gutes Gelingen
    Der Gunnar

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    1. Hallo lieber Gunnili!!
      Auf deinen Kommentar hab ich gewartet! 😀 sag mal muss ich dem Schwein vor dem Kochen noch die Zähne putzen und die Ohren reinigen oder einfach mit rein? Und wie halbierst du den Kopf, mit ner Säge?
      Da kennst Du Tyrel schlecht, wenn du glaubst bei uns gibt es Reste vom Essen 😀
      Liebste Grüße,
      Luisi

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      1. Moin Luisi, vom Kopf werden die Borsten geputzt, Ohren abgeschnitten!!! und dann mit einer Säge halbiert. Aus den Ohren und den unteren Pfötchen bekommt man durch langes kochen das Gelee für die Sülze. Es ist recht schwierig dies zu würzen. Deshalb überbacken ist die einfachere Variante. Den Sud von der Kopfhälfte kannst Du für Sülze nehmen, einfach Ohren und Pfoten rein und schön würzen. Lass es kalt werden und Du siehst die Konsistenz (kalt abschmecken). Falls es nicht fest genug ist erhitze es wieder, koche Wasser raus und es wird etwas fester… Dann Fleisch in Gläser, heißen Sud drüber und fest werden lassen. Ich hoffe das klappt :-). Koche etwas Gemüse mit ab, passt auch in Sülze.

        Gruß Gunnar

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  5. Oh ja, es geht mir gut. Alle wohl auf. Unter anderem auch 10 Masthühner a 4,5 – 5,0 kg und eine Bernhardiner Dame mit 12,8 kg !!!mit Namen!!! Frieda wachsen täglich vor sich hin.
    Das es Dir gut geht lese ich in regelmäßigen Abständen. Und es freut mich richtig für Dich. Habt viel Spaß und bleibt gesund…. Gruß Gunnar

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  6. So Ich schreib diese zeilen gerade aus dem Krankenhaus, meine OP ist zum Glück gut verlaufen und ich warte auf die letzten blutwerte um endlich zu verschwinden.
    Mir gehts sehr gut glücklicherweise auch wenn essen und trinken mehr qual als genuss sind aber das wird sicher noch. Ich war 3h nach meiner OP schon aufgestanden am Mittwoch und das ohne Probleme. da hab ich richtig Glück gehabt. Das letzte mal mit einem Schnitt konnt ich 2 Wochen nicht ohne Hilfe aufstehen und nun mit 6 davon gehts ohne Probleme.

    Naja gleich geht die lange Heimreise los in meine neue Wohnung, Ich hab spontan die Wohnung meines Bruders übernommen und bin nun auf 67qm wieder in Wolfenbüttel zu hause.

    Freut mich das du diesen Winter ein warmes dach übern kopf haben wirst 🙂

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    1. Leimi!!!
      Das freut mich sehr, dass alles gut gelaufen ist! 🙂 Jetzt kann es doch endlich mal bergauf gehen. Und so viel Platz in der neuen Wohnung!! Ihr stellt bestimmt alle Möbel in ein Zimmer, damit ihr euch nicht so drastisch umgewöhnen müsst xD
      Pass auf dich auf, lieber Leimi! ❤

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